Mehr als tausend Kraniche

IPPNW-Ausstellung

31.10.2008 Sadako Sasaki hat versucht zu überleben. Die Japanerin starb 1955 als Zwölfjährige an den Folgen des Atombombenabwurfe am 6. August 1945. Seit gestern ist eine Ausstellung der IPPNW in der Olof-Palme-Gesamtschule zu sehen.

Fast die gesamte Oberstufe der OPG hatte sich in der Kleinkunstbühne versammelt, um die Ausstellungseröffnung mitzuerleben. Es war keine Unterrichtstunde, sondern ihre Mittagspause. Außerdem waren vier von acht Bürgermeistern aus dem Kreis Herford gekommen. Sie gehören der Vereinigung "Bürgermeister für den Frieden" an, die der Bürgermeister von Hiroshima 1985 ins Leben gerufen hat und dem inzwischen weltweit mehr als 2.400 Bürgermeister angehören. Hiddenhausens Bürgermeister Ulrich Rolfsmeyer erinnerte daran, dass sich die Großgemeinde 1985 zur atomwaffenfreien Zone erklärt hat. "Das war ein Ratsbeschluss", sagte Rolfsmeyer, über den man lächeln könne, der aber ein wichtiges Zeichen seil Frieden sei nur zu schaffen, in dem man miteinander rede und zusammenarbeite, sagte Rolfsmeyer. Im Kreis gehören Herford, Enger, Hiddenhausen, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen und Vlotho der Bürgermeistervereinigung an.

Dr. Winfrid Eisenberg, viele Jahre Chefarzt der Kinderklinik Herford und seit vielen Jahren in der IPPNW engagiert, erinnerte an den Atomwaffensperrvertrag und daran, dass amerikanische Atomwaffen in Büchel in der Eifel lagern und die Bundeswehr mit den Waffen übt. "Sie lagern nach den geltenden Verträgen illegal", sagte Eisenberg.

Dr. Martin Sonnabend (IPPNW) machte die Folgen einer Atombombenexplosion deutlich: "Außer ein bisschen verbinden können wir Ärzte nichts tun." Die Spätfolgen seien erheblich. Wie bei Sadako Sasaki. Oberstufenschüler berichteten von ihr. Sie war eine gute Sportlerin - bis sie zusammenbrach und die Ärzte Leukämie feststellten. Sie begann Kraniche in Origamitechnik zu falten. Die Legende sagt, wer 1.000 Kraniche gefaltet hat, überlebt. Das Mädchen überlebte nicht. Dafür ist der gefaltete Kranich das Symbol für den Friedenswillen der Kinder Hiroshimas geworden.

Thomas Dohna in der "Neuen Westfälischen"

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Reden zu den Jahrestagen

Bilder von Gedenkveranstaltungen

Hibakusha Weltweit

Die Ausstellung können Sie bei uns ausleihen! Alle Infos zu Inhalten und Ausleihe unter: survivors.ippnw.de/hibakusha-weltweit.html

Schilddrüsenkrebsscreening in der Präfektur Fukushima. Foto: (c) Ian Thomas Ash

Ausstellung Hiroshima-Nagasaki

Ausstellung zu Hiroshima-Nagasaki (17 DIN A2-Plakate). Per Mail bestellen.

Begleitende Broschüre (32 Seiten DIN A4).
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Weitere Materialien

To Survive is to Resist: Überleben bedeutet Widerstand leisten. 4-seitiges Faltblatt  zu den Folgen von Atomwaffeneinsätzen und -tests.
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IPPNW-Thema: Nuclear Justice Now! 12 Seiten mit aktuellen Themen zu Atomwaffen und nuklearer Gerechtigkeit.
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IPPNW-Report: Nukleare Hungersnot. Auch ein „regionaler“ Atomkrieg hätte katastrophale weltweite Folgen für die Menschheit. 
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Ansprechpartner*innen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0177 / 475 71 94
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