IPPNW-Presseinformation vom 27.7.2012

Deutsche Mediziner auf Aufklärungs- und Anti-Atom-Fahrradtour durch Japan

vom 7. bis 21. August von Hiroshima bis Nagasaki

Um die japanische Bevölkerung über die gesundheitlichen Gefahren von Atomenergie zu informieren, organisieren Ärzte und Ärztinnen der "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" (IPPNW) im August 2012 eine große Anti-Atom-Radtour durch Japan. 35 junge Mediziner und Medizinerinnen aus aller Welt, darunter 6 Deutsche, fahren 500 km von Nagasaki nach Hiroshima, klären auf und demonstrieren für ein Ende der Atomenergie.

"Die Katastrophe in Japan ist längst nicht vorbei. Eltern in den verstrahlten Regionen sind weiterhin gezwungen, ihre Kinder auf radioaktiv verseuchten Schulhöfen spielen zu lassen. Es werden erhöhte Cäsiumwerte in Fleisch, Fisch oder Grünem Tee gemessen und die Aufräumarbeiter auf dem Werksgelände sind unglaublichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Trotzdem werden die Reaktoren in Japan nach und nach wieder hochgefahren. Als Ärzte, die sich um die Gesundheit ihrer Patienten sorgen, wollen wir mehr als nur informieren – wir wollen etwas verändern. In Deutschland haben wir die Politiker wieder zur Vernunft und zum Ausstieg aus der Atomenergie bringen können, in Japan sieht die Situation leider ganz anders aus", so Kinderarzt Dr. Alex Rosen, der die Tour von Deutschland aus mitorganisiert.

Die 35 internationalen Teilnehmer/innen werden an den Gedenkfeierlichkeiten zum 9. August in Nagasaki teilnehmen, sich mit Politikern und Medienvertretern treffen, öffentliche Kundgebungen organisieren und versuchen, ihre Themen in die öffentliche Debatte in Japan einzubringen. Die Tour und Veranstaltungen werden gemeinsam mit den Vertreter/innen der japanischen IPPNW und im Bewusstsein der japanischen Gegebenheiten geplant, sodass die in Europa oder Nordamerika üblichen Demonstrationsformen eher eine untergeordnete Rolle spielen werden.

"Vielmehr haben wir vor, die Katastrophe von Fukushima gedanklich in eine lange Reihe von atomaren Katastrophen einzugliedern, die seit Beginn des atomaren Zeitalters immer wieder die Gefahren dieser Technologie aufgezeigt haben – von den Opfern der Atomwaffentests und der Bombardierung Hiroshimas und Nagasakis zu den Betroffenen des Uranbergbaus, den verstrahlten Anwohnern von Tschernobyl, Harrisburg und Fukushima und den Menschen, die durch andere Atomunfälle zu Schaden gekommen sind“, erklärt Dr. Alex Rosen. All jenen Opfern ist eine Ausstellung mit dem Titel "Hibakusha around the World" gewidmet. Es werden 50 Orte vorgestellt, in denen die Atomindustrie massive gesundheitliche und ökologische Schäden hinterlassen hat. Das Gesamtbild zeigt eine Karte der Zerstörung – vom Testareal Nevada bis Semipalatinsk, von Atombombenunfällen in Grönland bis zu radioaktiven Seen in Australien. „Wir wollen Geschichten erzählen, die den Bogen spannen zwischen den schrecklichen Ereignissen von Hiroshima und Nagasaki bis zur Katastrophe von Fukushima und die Zusammenhänge zeigen, die bislang nur Wenige kennen – in Japan und weltweit."

Ansprechpartner:
Dr. med. Alex Rosen
0178-4768426

Angelika Wilmen (Pressesprecherin)
Tel. 030-698 074 15

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Reden zu den Jahrestagen

Bilder von Gedenkveranstaltungen

Hibakusha Weltweit

Die Ausstellung können Sie bei uns ausleihen! Alle Infos zu Inhalten und Ausleihe unter: survivors.ippnw.de/hibakusha-weltweit.html

Schilddrüsenkrebsscreening in der Präfektur Fukushima. Foto: (c) Ian Thomas Ash

Ausstellung Hiroshima-Nagasaki

Ausstellung zu Hiroshima-Nagasaki (17 DIN A2-Plakate). Per Mail bestellen.

Begleitende Broschüre (32 Seiten DIN A4).
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Weitere Materialien

To Survive is to Resist: Überleben bedeutet Widerstand leisten. 4-seitiges Faltblatt  zu den Folgen von Atomwaffeneinsätzen und -tests.
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IPPNW-Thema: Nuclear Justice Now! 12 Seiten mit aktuellen Themen zu Atomwaffen und nuklearer Gerechtigkeit.
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IPPNW-Report: Nukleare Hungersnot. Auch ein „regionaler“ Atomkrieg hätte katastrophale weltweite Folgen für die Menschheit. 
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Ansprechpartner*innen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0177 / 475 71 94
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