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IPPNW-Pressemitteilung vom 03.09.2025

Ärztliche Verantwortung 80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki

IPPNW-Weltkongress 2025 in Nagasaki

03.09.2025 Vom 2. bis 4. Oktober 2025 versammeln sich in Nagasaki Ärztinnen und Ärzte aus aller Welt zum 24. Weltkongress der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Der Veranstaltungsort ist kein Zufall: 80 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki steht die medizinische Verantwortung im Zentrum einer globalen Debatte über Krieg, Frieden und die Rolle der Heilberufe.

Die Langzeitfolgen der Atomwaffeneinsätze sind bis heute sichtbar – in den Körpern der Überlebenden, in den genetischen Spuren ihrer Nachkommen und in den psychosozialen Traumata ganzer Generationen. Ärztinnen und Ärzte tragen nicht nur die Aufgabe, diese Folgen zu lindern, sondern auch die ethische Verpflichtung, ihre Stimme gegen Massenvernichtungswaffen zu erheben. Der Kongress in Nagasaki ist ein eindringlicher Appell an die medizinische Fachwelt, sich nicht nur als Behandler*innen, sondern als gesellschaftliche Akteur*innen zu verstehen, die sich für Prävention, Aufklärung, Abrüstung und politische Verantwortung einsetzen.

Am 26. Mai 2025 wurde in der WHO-Generalversammlung die Resolution „Effects of Nuclear War on Public Health“ mit großer Mehrheit angenommen. Die Resolution beauftragt die Weltgesundheitsorganisation, die gesundheitlichen und umweltbezogenen Auswirkungen eines Atomkrieges systematisch zu untersuchen und die Forschung auf diesem Gebiet erheblich auszuweiten. Konkret sollen die WHO-Berichte von 1983, 1987 und 1993 zu den Gesundheitsfolgen von Atomkrieg und Atomtests aktualisiert werden. Der Generaldirektor der WHO, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, unterstützt diese Forschung aktiv. Er ist einer der Redner des Weltkongresses. 

Das Programm des IPPNW-Weltkongresses umfasst nicht nur einen Rückblick auf die letzten 80 Jahre und Vorträge von Opfern der Atombombe, sondern bringt auch vier mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisationen zusammen: die Japanische Vereinigung der Opferorganisationen von Atom- und Wasserstoffbomben (Nihon Hidankyo), die 2024 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, die IPPNW, die Pugwash-Konferenz und ICAN. 

In einer Zeit, in der nukleare Rhetorik wieder an Schärfe gewinnt und technologische Entwicklungen wie autonome Waffensysteme neue Risiken schaffen, ist die ärztliche Haltung gefragt. Der Kongress bietet Raum für wissenschaftlichen Austausch, historische Reflexion und politische Positionierung – und damit eine Plattform, die gerade für medizinische Fachmedien von besonderem Interesse ist.

Aus Deutschland reist eine Delegation von 30 IPPNW-Teilnehmer*innen nach Japan, die aus Berlin, Bielefeld, Mainz, Hamburg, Frankfurt, Glees (Eifel), Braunschweig, Bochum, Villingen-Schwenningen, Stuttgart, Weiden in der Oberpfalz, Dresden und Bremen kommen. Sie stehen für Stellungnahmen und Interviews zur Verfügung.

Weitere Informationen unter https://www.congre.co.jp/ippnw2025/index.html

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Ausstellung

Ausstellung "Hiroshima, Nagasaki"

Wenn Sie die Ausstellung zeigen möchten, gibt es die Möglichkeit, Vorlagen herunterzuladen und selber vor Ort drucken zu lassen. Bitte wenden Sie sich an kontakt@ippnw.de

Ausstellung online anschauen

Weitere Materialien

To Survive is to Resist: Überleben bedeutet Widerstand leisten. 4-seitiges Faltblatt  zu den Folgen von Atomwaffeneinsätzen und -tests.
Download | Bestellen

IPPNW-Thema: Nuclear Justice Now! 12 Seiten mit aktuellen Themen zu Atomwaffen und nuklearer Gerechtigkeit.
Lesen | Bestellen

IPPNW-Report: Nukleare Hungersnot. Auch ein „regionaler“ Atomkrieg hätte katastrophale weltweite Folgen für die Menschheit. 
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Bilder von Gedenkveranstaltungen

Rückblick 80 Jahre Hiroshima & Nagasaki

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