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IPPNW Presseinformation vom 4. Oktober 2006

Atomtest in Nordkorea?

IPPNW warnt vor Eskalation

Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) verurteilen in aller Schärfe die Ankündigung Nordkoreas, einen Atomtest durchführen zu wollen. Eine nicht kontrollier- und absehbare Eskalation würde durch eine solche Maßnahme in Gang gesetzt. Andere Staaten der Region könnten motiviert werden, ihrerseits Atomwaffen zum vermeintlichen Schutz und zur Abschreckung gegen nordkoreanische Arsenale zu entwickeln.

Um der Argumentation der nordkoreanischen Führung, die ihrerseits auf die Verletzung des Atomwaffensperrvertrages durch die USA hinweist, die Grundlage zu entziehen, ist es dringend notwendig, zu den sogenannten Sechser-Gesprächen zwischen Nord- und Südkorea, Japan, China, Russland und den USA zurückzukehren.

Auf das quasi paranoide Verhalten Nordkoreas muss im Sinne der zivilen Konfliktbearbeitung angemessen diplomatisch und darf keinesfalls provokativ reagiert werden. Alle Beteiligten sollten mäßigend und besonnen handeln und Strategien entwickeln, die es Nordkorea ermöglichen, ohne Gesichtsverlust auf den Atomwaffentest zu verzichten.

Als weltweit agierende Nicht-Regierungs-Organisation hat die IPPNW Kontakte zu Ärzten in Nordkorea aufgebaut. Zivilgesellschaftliche Akteure schaffen dadurch Beziehungen, die als Vorbild für Regierungshandeln dienen können.

Durch den Besuch einer deutschen Ärzte-Delegation der IPPNW in Nordkorea und den fortlaufenden Kontakt zu nordkoreanischen Ärzten kann die IPPNW Interviewpartner zur Verfügung stellen. Dr. Stephan Kolb, Tel.: 0172- 84 28 233.


Pressekontakt:
Jörg Welke 030 / 698 074-14


Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW),
Körtestr. 10, 10967 Berlin, Tel.: 030 / 698 074-0, Fax: 030 / 693 81 66,
E-Mail: ippnw@ippnw.de; Internetseite: www.ippnw.de

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Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Materialien

Überleben bedeutet Widerstand leisten. Die Folgen der Atomwaffen-tests - Die Stimmen der Betroffenen
Die 44-seitige Broschüre thematisiert die Folgen der weltweiten Atomwaffentests. Übersichtsartikel zu den einzelnen Atomwaffen-staaten stellen die Auswirkungen in den jeweiligen Testgebieten sowie den lokalen Widerstand dar. Ergänzt werden diese durch Berichte von Überlebenden und Expert*innen, die mit ihren persönlichen Erfahrungen neue Perspektiven für den Kampf um Gerechtigkeit und Aufklärung eröffnen.

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IPPNW Report: Die katastrophalen Folgen der Atomtests. Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Der Bericht sammelt Texte von Dr. Arjun Makhijani, Präsident des Institute for Energy and Environmental Research, und Dr. Tilmann Ruff, Ko-Präsident der IPPNW von 2012 bis 2023, über die Auswirkungen von Atomtests in den wichtigsten Testgebieten. Sie geben den Leser*innen einen erschütternden Überblick über das Ausmaß der Katastrophe für Mensch und Umwelt.

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