Mordechai Vanunu darf nicht nach Berlin reisen

Offener Brief an Netanjahu, Eli Jishai und Barak

09.12.2010 Die internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) haben gemeinsam mit IALANA und der Liga für Menschenrechte an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, Innenminister Eli Jishai und Verteidigungsminister Ehud Barak appelliert, Mordechai Vanunu freie Ausreise zu gewähren, damit er am Festakt der Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille am 12. Dezember in Berlin teilnehmen kann. Der internationalen Öffentlichkeit wurde Mordechai Vanunu 1985 bekannt, nachdem er einer Londoner Zeitung Informationsmaterial über das israelische Negev-Kernforschungszentrum überlassen hatte.

Am 27. März 1988 verurteilte ihn ein israelisches Strafgericht in erster Instanz zu einer 18-jährigen Freiheitsstrafe wegen „Unterstützung des Feindes in Kriegszeiten“ sowie „Sammlung und Weitergabe geheimer Informationen in der Absicht, der Sicherheit des Staates Israel zu schaden“. Die gegen das Urteil eingelegten Rechtsmittel wies der Oberste Gerichthof ab. Dabei hatten Zeitzeugen – arunter britische und US-amerikanische Atomwaffenexperten – übereinstimmend festgestellt, dass das Wissen des Verurteilten nicht ausgereicht hätte, um eine Gefahr für die Sicherheit Israels darzustellen.

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