New York - Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges begrüßen die Ankündigung von Verteidigungsminister Struck, Verhandlungen über den Abzug amerikanischer Atomwaffen aus Deutschland aufzunehmen.
Die IPPNW fordert von der deutschen Regierung seit langem die Beendigung der nuklearen Teilhabe und den Abzug der amerikanischen Atomsprengköpfe. Dr. Lars Pohlmeier, Mitglied des internationalen Vorstandes der Ärzteorganisation, erklärt zu dieser Ankündigung des Verteidigungsministers: "Die deutsche Öffentlichkeit hat schon lange verstanden, dass Atomwaffen nicht mehr, sondern weniger Sicherheit bedeuten. Es ist ein großer Erfolg der Friedensbewegung, dass die Politik das nun auch verstanden hat."
Der Abzug der US-Waffen aus Europa kann allerdings nur ein Anfang für die Reduzierung der nuklearen Bedrohung sein. Die IPPNW schlägt als einen weiteren Schritt vor, die höchste Alarmbereitschaft von über 4000 Atomraketen in den USA und Russland zurückzunehmen.
Während der derzeit laufenden Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages bei den Vereinten Nationen in New York verhandeln Diplomaten aller Mitgliedsländer des Vertrages über konkrete Schritte zur Abrüstung von Atomwaffen und die Verhinderung ihrer Weiterverbreitung.
Im Rahmen der sogenannten "nuklearen Teilhabe" der NATO befinden sich mehr als 140 Atomsprengköpfe in den Stützpunkten Büchel und Ramstein, um im Ernstfall auch durch deutsche Soldaten an ihre Zielorte gebracht zu werden.
Kontakt:
IPPNW
Dr. Lars Pohlmeier
Tel.: +49 (0)171 416 0139
email: l.pohlmeier@gmx.de
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