Berlin- Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, dass China in der Lage sei, Neutronenbomben und miniaturisierte atomare Sprengköpfe herzustellen. In einem Kommentar der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) sieht Frau Xanthe Hall, Atomwaffen-Kampaignerin der IPPNW, ihre langgehegten Befürchtungen bestätigt:
«Die Meldung kann kritische Beobachter der weltweiten Atomwaffenpolitik kaum überraschen. Vielmehr bestätigt sie unsere seit Jahren vorgetragene Argumentation, daß der militärisch-politsche Glaube an die atomare Abschreckung dazu führt, die Arsenale zu modernisieren und das Wettrüsten voranzutreiben.»
Xanthe Hall weist darauf hin, dass die Gefahren eines Atomkrieges aus technischem oder menschlichem «Versehen» oder in taktischer Absicht mit der neuen Generation der Atomwaffen gestiegen seien. Nicht vergessen werden dürfe, daß im vergangenen Jahr die fortgesetzte atomare Abschreckungspolitik der Großmächte zur Weiterverbreitung von Atomwaffen bereits dazu geführt habe, daß sich Indien und Pakistan durch Tests als Atomwaffenmächte offenbarten. Der Fortgang verbindlicher Abrüstung der Atomwaffen liegt dagegen seit Jahren brach. Die IPPNW hat mit einem internationalem Netzwerk ein Vertragswerk für die Abschaffung der Atomwaffen geschrieben.
«Mit dieser Konvention zeigen wir der Politik und den Menschen, dass ein endgültiger Bann der Atomwaffen möglich ist», erklärte Frau Hall in Berlin. Die Atomwaffenkonvention mit erklärendem Kommentar ist in englischer Sprache von der IPPNW veröffentlicht worden.
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