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Aktuelles zum Thema Atomwaffenpolitik und unsere Forderungen

10.10.2001 Die Ereignisse des 11. September haben allzu deutlich gezeigt, wie verwundbar unsere Industrie-Gesellschaft ist. Rüstungs-Lobbyisten versuchen, die Ängste in der Bevölkerung für ihre Zwecke zu nutzen. Sie wollen uns einzureden: durch Krieg und neue Waffen können wir vor Terror, vor Massenvernichtungs-Waffen und Raketen-Angriffen geschützt werden. Dies gipfelt in der Vorstellung, auch den Weltraum militärisch zu kontrollieren, um alle Bedrohungen auf der Erde in den Griff zu bekommen. Gerade heute ist es wichtig, auf diese Bestrebungen aufmerksam zu machen, denn der 13. Oktober ist der internationale Protesttag gegen Raketenabwehr und die Bewaffnung des Weltraums.

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04.07.2001 Der Staatsekretär im US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, Paul Wolfowitz, hat verkündet, dass demnächst Atomtestexplosionen (mit nuklearer Kettenreaktion) notwendig sein könnten, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit des amerikanischen Atomwaffenarsenals zu überprüfen. Diese und weitere Äußerungen hoher US-Regierungsvertreter stellen das 1992 erklärte Moratorium für einen Stopp von Atomtests in Frage. Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) vermuten, dass weniger die Überprüfung bestehender Arsenale das Ziel ist, sondern dass der Weg frei gemacht werden soll für die Entwicklung neuer Atomwaffen.

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Pressemitteilung vom 12.06.2001

Protest gegen US-Raketenabwehr

Internationaler Aufruf gegen Krieg der Sterne

12.06.2001 Vor den sicherheitspolitischen Folgen der Raketenabwehrpläne der USA warnen Mitglieder des Europaparlaments, nationaler Parlamente und Repräsentanten internationaler Friedensorganisationen. Ein heute zeitgleich in Sydney, Washington und London vorgestelltes Schreiben an zahlreiche Präsidenten und Minister fordert, die globale Sicherheit und Stabilität nicht durch ein fragwürdiges Abwehrsystem zu gefährden sondern alle noch im Alarmzustand gehaltenen Atomwaffen zu deaktivieren. Zugleich müssten der START-Prozess vorangetrieben und entschiedenere Maßnahmen gegen die Proliferation ballistischer Raketen eingeleitet werden.

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Pressemitteilung vom 14.05.2001

Nationale Raketenabwehr und Weltraumrüstung garantieren keine Sicherheit - sie sind eine Gefahr

Friedensorganisationen fordern Ablehnung US-amerikanischer Rüstungspläne

14.05.2001 Vertreter von Friedens- und Abrüstungsorganisationen haben in Berlin vor den Folgen der Raketen- und Weltraumrüstungsinitiative der USA gewarnt. Sie fordern von der Bundesregierung eine klare Haltung gegenüber den Plänen der USA. Der US-Amerikaner Bruce Gagnon vom Weltweiten Netzwerk gegen Waffen und Atomenergie im Weltraum warnte, "dass hinter der Ankündigung des us-amerikanischen Raketenabwehrschirms die Absicht steht, den Weltraum zu militarisieren, um in zukünftigen Kriegen auf der Erde und zur See in voller Kontrolle zu sein."

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Pressemitteilung vom 02.05.2001

Ärzteorganisation warnt vor Folgen für Weltfrieden - Informationsreise mit dem Amerikaner Bruce Gagnon

US-Präsident Bush skizziert neue USA-Sicherheitsstrategie

02.05.2001 Die IPPNW kritisiert entschieden den Plan des US-Präsidenten George W. Bush, eine nationale Raketenabwehr (NMD) zu entwickeln. Dies sei eine gravierende Fehlentscheidung, die einen neuen langfristigen Rüstungswettlauf auslöse, anstatt der Welt Sicherheit vor Massenvernichtungswaffen zu garantieren. Bushs gleichzeitige Ankündigung, den ABM-Vertrag als überholt abzuschaffen, drohe zudem zu einem "Dammbruch in der Einhaltung der Rüstungsskontroll-Verträge zu werden", erklärte Dr. Ute Watermann, Sprecherin der IPPNW, in Berlin.

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Ansprechpartnerin

Juliane Hauschulz

Juliane Hauschulz
Referentin für nukleare Abrüstung
Tel. 030-698074 - 23
Kontakt

Materialen

Factsheet: Auslaufen von NewSTART. Das Factsheet erklärt den New START-Vertrag und zeigt die Folgen auf, die das Auslaufen dieses Vertrags haben kann. Format DinA4.

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Briefing: Der Vertrag über das Verbot von Atom-waffen (AVV). Das Briefing (aus 2017 als der AVV bei den Vereinten Nationen angenommen wurde) gibt einen Überblick über Inhalte und Strukturen des Vertrags.

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