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ICAN-Pressemitteilung vom 20.10.2017

„Kein Geld für Atomwaffen!“

Nobelpreis-Stiftung soll ethisch saubere Investitionen sicherstellen

20.10.2017

Der 2017 Friedensnobelpreisträger ICAN will mit der Nobelpreis-Stiftung arbeiten, um sicherzustellen, dass ihr Vermögen nicht mehr in Atomwaffen-Hersteller investiert wird. Nach aktuellen Recherchen der NGO „Facing Finance“ sowie des ZDF fließt Geld der Stiftung über Indexfonds auch an viele Unternehmen, die Atomwaffen produzieren. Die Nobel-Stiftung hat gegenüber ZDF und FAZ.NET erklärt, dass sie bereits begonnen habe, nachhaltigere Alternativen zu finden.

Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland, erklärt dazu: „Wir erwarten von der Nobelpreis-Stiftung, dass auch bei der Anlage des Geldes darauf geachtet wird, dass sie dem Frieden und der Abrüstung dient. Es darf deshalb nicht in Atomwaffen investiert werden. Diese Massenvernichtungswaffen bedrohen die Menschheit, der Einsatz würde katastrophales Leid verursachen.“

Die Debatte um das Preisgeld zeigt, wie wichtig eine völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen ist. „Sobald der internationale Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft tritt, ist den beteiligten Staaten verboten, die Herstellung von Nuklearwaffen zu unterstützen“, erläutert Hach. „Daher sollten die Staaten rechtzeitig Gesetze erlassen, um den Banken in ihren Ländern entsprechende Investitionen zu verbieten.“

ICAN setzt sich mit der Unterkampagne „Don‘t Bank on the Bomb“ (zu dt. „Atomwaffen – ein Bombengeschäft“) seit Jahren für ethisch saubere Investitionen ein und hat regelmäßig auch Studien vorgestellt, welche Banken in die Herstellung von Atomwaffen investieren [1]. Sogenanntes Divestment, also der bewusste Verzicht auf solche Investitionen, kann die Rüstungsfirmen unter Druck setzen, aus dem Geschäft mit den Massenvernichtungswaffen auszusteigen. Die Kampagne hat sich bei den diesjährigen Verhandlungen zum Atomwaffenverbot auch insbesondere für ein Verbot jeglicher Unterstützung der Herstellung eingesetzt.

Hinsichtlich der Verwendung des Preisgeldes erläutert Xanthe Hall, Mitglied des ICAN-Vorstands in Deutschland: „Es nützt niemandem, wenn ICAN auf das Preisgeld verzichten würde. Im Gegenteil, das Preisgeld sollte in die Arbeit für das Atomwaffenverbot und dessen Umsetzung fließen und damit auch dem Engagement für das Ende der Finanzierung von Atomwaffen zugutekommen. Die Atombombenopfer (Hibakusha) sind ein wichtiger Partner in der Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen und nehmen an ihren Aktivitäten, Entscheidungen und Erfolgen aktiv teil.“

ICAN kämpft seit 10 Jahren für ein internationales Atomwaffenverbot und wird für diese Bemühungen in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Im Juli wurde bei den Vereinten Nationen ein Verbotsvertrag beschlossen, seit September liegt er zur Unterzeichnung aus. Wenn 50 Staaten ratifiziert haben, tritt er 90 Tage später in Kraft.

Mehr Informationen zum Atomwaffenverbot: www.nuclearban.de

[1] atombombengeschäft.de und dontbankonthebomb.com

Kontakt für die Presse:
Felix Werdermann 01522 231 4476, Xanthe Hall 01714358404, presse@ican.berlin

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Start der Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“

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Ansprechpartnerinnen


Xanthe Hall

Abrüstungsreferentin
Expertin in Fragen zu Atomwaffen
Tel. 030 / 698074 - 12
Mobil 0171 / 435 84 04
Kontakt

Inga Blum, IPPNW-Vorstand. Foto: Inga Blum

Dr. Inga Blum
Zuständig für Atomwaffenfragen im Vorstand
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