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Überblick über die deutschen Atomkraftwerke

Von Brokdorf bis Philippsburg

01.12.2011 In Deutschland werden derzeit neun kommerzielle Atomkraftwerke betrieben. Alle Anlagen wurden von Siemens/KWU gebaut. Das Geschäftsfeld von Siemens wurde zuletzt in den französischen Atomkonzern AREVA integriert, der auch in Deutschland im Nuklearservice sowie als Brennelement-Lieferant tätig ist. Betrieben werden die deutschen Atomkraftwerke im wesentlichen von vier großen Energiekonzernen: E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall. Die Standorte der in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke lauten: Brokdorf, Emsland (Lingen), Grafenrheinfeld, Grohnde, Gundremmingen, Isar, Neckar (Neckarwestheim) und Philippsburg.

Bei der folgenden Aufstellung stellen die Kilometer-Angaben in Klammern Zirka-Entfernungen der Kraftwerksstandorte von den genannten Städten dar.

 

Kernkraftwerk Brokdorf

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1370 Megawatt elektrische Leistung
Inbetriebnahme: 1986
Hersteller: Siemens
Betreiber: E.ON Kernkraft
Gesellschafter: E.ON Kernkraft (80%), Vattenfall Europe (20%)
Standort: Unterelbe (Schleswig-Holstein)Nähe zu Hamburg (50 km) und Bremerhaven (55 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der dritten deutschen Generation (sog. Vor-Konvoi-Anlagen). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

Kernkraftwerk Emsland (Lingen)

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1330 Megawatt elektrische Leistung
Inbetriebnahme: 1988
Hersteller: Siemens
Betreiber: Kernkraftwerke Lippe-Ems GmbH
Gesellschafter: RWE Power (87,5%), E.ON Kernkraft (12,5%)
Standort: Lingen (Niedersachsen, an der Ems)Nähe zu Enschede (45 km), Osnabrück (55 km) und Münster (70 km)Zwischenlager: seit Dez. 2002 in Betrieb

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der vierten deutschen Generation; so genannte "Konvoianlage" (neben den Atomkraftwerken Isar-2 und Neckarwestheim-2). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

Kernkraftwerk Grafenrheinfeld

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1275 Megawatt elektrische Leistung (netto)
Inbetriebnahme: 1981
Hersteller: Siemens
Betreiber: E.ON Kernkraft 
Gesellschafter: E.ON Kernkraft (100%)
Standort: Grafenrheinfeld (Unterfranken)Nähe zu Schweinfurt (10 km) und Würzburg (30 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der dritten deutschen Generation (sog. Vor-Konvoi-Anlagen). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

Kernkraftwerk Grohnde

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1360 Megawatt elektrische Leistung
Inbetriebnahme: 1985
Hersteller: Siemens
Betreiber: E.ON Kernkraft
Gesellschafter: E.ON Kernkraft (83,3%), Stadtwerke Bielefeld (16,7%)
Standort: Grohnde (Niedersachsen, an der Weser)Nähe zu Hannover (45 km), Hildesheim (40 km), Hameln (10 km) und Minden (45 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der dritten deutschen Generation (sog. Vor-Konvoi-Anlagen). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

Kernkraftwerk Gundremmingen B

Siedewasserreaktor (SWR), ca. 1280 Megawatt elektrische Leistung
Inbetriebnahme: 1984
Hersteller: Siemens 
Betreiber: Kernkraftwerke Gundremmingen Betriebsgesellschaft mbHGesellschafter: RWE Power (75%), E.ON Kernkraft (25%)
Standort: Gundremmingen (Bayern, an der Donau) Nähe zu Ulm (35 km) und Augsburg (40 km)

Anmerkung: 
Siedewasserreaktor der Baulinie 72. Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzen Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet. Das Atomkraftwerk Gundremmingen mit seinen beiden Blöcken B und C ist Deutschlands größte Atomreaktoranlage.

 

Kernkraftwerk Gundremmingen C

Siedewasserreaktor (SWR), ca. 1290 Megawatt elektrische Leistung
Inbetriebnahme: 1984
Hersteller: Siemens
Betreiber: Kernkraftwerke Gundremmingen Betriebsgesellschaft mbH
Gesellschafter: RWE Power (75%), E.ON Kernkraft (25%)
Standort: Gundremmingen (Bayern, an der Donau) Nähe zu Ulm (35 km) und Augsburg (40 km)

Anmerkung:
Siedewasserreaktor der Baulinie 72. Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzen Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet. Das Atomkraftwerk Gundremmingen mit seinen beiden Blöcken B und C ist Deutschlands größte Atomreaktoranlage.

 

Kernkraftwerk Isar-2

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1400 Megawatt elektrische Leistung (netto)
Inbetriebnahme: 1988
Hersteller: Siemens
Betreiber: E.ON Kernkraft GmbH
Gesellschafter: E.ON Kernkraft (80%), Stadtwerke München (25%)
Standort: Essenbach bei Landshut (Bayern, an der Isar) Nähe zu Landshut (10 km), Regensburg (45 km) und München (70 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der vierten deutschen Generation; so genannte "Konvoianlage" (neben den Atomkraftwerken Emsland und Neckarwestheim-2). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

  

Kernkraftwerk Neckar-2 (Neckarwestheim-2)

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1360 Megawatt elektrische Leistung (netto)
Inbetriebnahme: 1989
Hersteller: Siemens
Betreiber: Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH
Gesellschafter: Neckarwerke Stuttgart AG (70%), Deutsche Bahn AG (18,18%), EnBW Kraftwerke (9,09%), u.a.
Standort: Neckarwestheim (Baden-Württemberg, am Neckar) Nähe zu Stuttgart (25 km) und Heilbronn (10 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der vierten deutschen Generation; so genannte "Konvoianlage" (neben den Atomkraftwerken Emsland und Isar-2). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

Kernkraftwerk Philippsburg-2

Druckwasserreaktor (DWR), ca. 1390 Megawatt elektrische Leistung (netto)
Inbetriebnahme: 1984
Hersteller: Siemens
Betreiber: EnBW Kraftwerke AG
Standort: Philippsburg (Baden-Württemberg, am Rhein) Nähe zu Speyer (10 km), Karlsruhe (30 km), Ludwigshafen (30 km), Mannheim (30 km) und Heidelberg (25 km)

Anmerkung:
Druckwasserreaktor der dritten deutschen Generation (sog. Vor-Konvoi-Anlagen). Das Basisdesign stammt aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts, d.h. die Anlage ist sicherheitstechnisch veraltet.

 

 

 

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