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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

IPPNW-Presseinfo vom 19. September 2008

Vertuschte Explosion in chinesischem Atomkraftwerk Tianwan

Siemens war an Bau beteiligt / Kraftwerk ging 2006 ans Netz

19.09.2008 Wie erst jetzt bekannt wurde, explodierte am 26. August im neu errichteten chinesischen Atomkraftwerk Tianwan-1 ein Transformator. Der Reaktor musste daraufhin schlagartig abgeschaltet werden. Nach Angaben des österreichischen Nachrichtendienstes new.com dauerte es offenbar 5 Stunden, bis die brennenden Transformatoren des Kraftwerks gelöscht werden konnten. Auch die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete den Vorfall. Eine Person soll verletzt worden sein. Die Transformatoren stammen aus ukrainischer Fertigung.

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Türkische und deutsche Ärzte warnen vor AKW-Bau in der Türkei

Effizienzsteigerung und Solarenergie könnten Atomkraft problemlos ersetzen

16.09.2008 Kurz vor Ende der Ausschreibung für den Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks will die türkische Ärztekammer am 17. September in Istanbul mit einer Pressekonferenz über die gesundheitlichen Folgen der Atomenergie aufklären. Unterstützt wird sie dabei von dem deutschen Physiker Dr. Alfred Körblein, der die Ergebnisse der Studie über Kinderkrebs um deutsche Atomkraftwerke (KIKK-Studie) vorstellen wird.

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IPPNW-Presseinfo vom 9. September 2008

Biblis-Region übt für die Atomkatastrophe

Schlaue Tipps von RWE: Verlassen Sie die Wohnung, aber bleiben Sie zu Hause

09.09.2008 Behörden und der Biblis-Atomkraftwerksbetreiber RWE üben den Ernstfall: Am 12. und 13. September findet in der Region um das hessische Atomkraftwerk Biblis die Katastrophenschutzübung "Biblis ′08" statt. Medien und Öffentlichkeit sollen möglichst wenig davon mitbekommen, wenn in aller Frühe acht mobile Strahlenspürtrupps in Schutzanzügen im Landkreis Bergstraße auf den Feldern ihre Messinstrumente erproben oder wenn in der Lampertheimer Hans-Pfeiffer-Halle eine Notfallstation eingerichtet wird. Die Betriebsmannschaft von RWE trainiert zudem einen „Schichtwechsel“. Zuletzt fand 2001 eine vergleichbare Katastrophenschutzübung in der Region statt.

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[Atomaufsicht bestätigt veraltete Sicherheitstechni] [Biblis ist aus rechtlichen Gründen stillzulegen] [IPPNW klagt auf Stilllegung von Biblis B]
IPPNW-Presseinfo vom 14. Juli 2008

Hessische Atomaufsicht bestätigt veraltete Sicherheitstechnik

Klage zur Stilllegung von Biblis B

14.07.2008 Eine aktuelle Akteneinsicht vom Juni 2008 zeigt, dass das Atomkraftwerk Biblis nach Bewertung des Hessischen Umweltministeriums sicherheitstechnisch veraltet ist. In einem "Vermerk" des Ministeriums heißt es wörtlich: "… denn die Anlage entspricht selbstverständlich nicht dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik …". Damit bestätigt das Ministerium den von der IPPNW seit Jahren praktisch wortgleich erhobenen Vorwurf, dass das Atomkraftwerk Biblis B nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entspricht und sicherheitstechnisch völlig veraltet ist.

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Forderung nach Weiterbetrieb angeblich sicherer AKWs absurd

Atomkraftwerk Biblis B hat mehr als 150 schwere Sicherheitsmängel

10.07.2008 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW widerspricht der Aussage von Unionspolitikern, Deutschland habe die sichersten Atomkraftwerke der Welt, weswegen ein Weiterbetrieb sinnvoll sei. „Diese Behauptung ist absurd“, meint IPPNW-Atomexperte Henrik Paulitz. „Manche Politiker sollten sich mal wirklich ein wenig mit dem Sicherheitsstandard der deutschen Atomkraftwerke auseinandersetzen.“ Ein internationaler OECD-Vergleich – gewissermaßen eine „Pisa-Studie für Kernkraftwerke“ – habe gezeigt, dass die Kernschmelzfestigkeit von Biblis B und vergleichbarer deutscher Atomkraftwerke katastrophal schlecht sei.

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Materialen

IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
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