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Aktuelles zum Thema "Atomenergie und Sicherheit"

Presseinformation vom 28.03.04

"Harrisburg" in deutschen Atomkraftwerken könnte schlimmere Folgen haben

25 Jahre Atomunfall in Harrisburg

28.03.2004 Nach Einschätzung der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW könnte ein Unfall ähnlich dem in Harrisburg in einem deutschen Atomkraftwerk zur Katastrophe führen. Vor 25 Jahren ereignete sich in Block 2 des Atomkraftwerks Harrisburg (Three Miles Island) im US-Bundesstaat Pennsylvania der schwerste Atomunfall des Westens. Aufgrund des Kühlwasserverlustes schmolz am 28. März 1979 die Hälfte des Reaktorkerns. Zudem wurde die Atomindustrie von einem sehr gefährlichen, zuvor unbekannten Phänomen unvorbereitet überrascht: es kam zu einer schweren Wasserstoffexplosion. Ein defektes Ventil, eine unzureichende Leittechnik und grob fehlerhafte "Handmaßnahmen" des Bedienungspersonals führten zu der Kernschmelze und der Wasserstoffexplosion.

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Terrorrisiko Zwischenlager

Videoanimation bietet plastischen Eindruck

10.12.2003 Die erstellten Gutachten über die Sicherheit der standortnahen Zwischenlager für Atommüll bei einem gezielten Terroranschlag mit einem Grossflugzeug werden von den zuständigen Behörden und Ministerien immer noch unter Verschluss gehalten. Dabei ist es mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass allein durch die Grösse und das Gewicht Grossflugzeuge ungebremst durch die dünnen Wände und Decken der Lagerhallen für Atommüll hindurch fliegen würden. Auch ohne eine Veröffentlichung der Gutachten ist es offensichtlich, dass die aufrecht gelagerten Castoren abgeräumt werden würden, wie Kegel. Die Flügel könnten mit ihrer Spannweite dabei alle eingelagerten Castoren erfassen. Trotzdem versuchen Politik, Betreiber und Genehmigungsbehörden unisono den Eindruck entstehen zu lassen, dass bei einem solchen Anschlag alle Catoren einwandfrei und unversehrt bleiben und dicht halten würden.

01.12.2003 An allen deutschen Atomkraftwerken sind Zwischenlager geplant, in denen der zukünftig anfallende radioaktive Abfall für mindestens 40 Jahre gelagert werden soll. Ein Endlager ist nicht in Sicht. Bereits die Bundeskanzler Helmut Schmidt und nach ihm Helmut Kohl haben zu Beginn ihrer jeweiligen Regierungszeit erklärt, daß die Endlagerfrage schnell geklärt werde. Bis heute ist aber noch immer vollkommen unklar, was mit dem radioaktiven Müll geschehen soll. In jedem Castor ist diesselbe Menge an Radioaktivität eingeschlossen, wie bei dem GAU in Tschernobyl freigesetzt wurde. Für die Sicherheit der Zwischenlager sind allein die Castoren maßgeblich. Die Gebäude dienen nur dem Wetterschutz. Ein zweites Sicherheitssystem existiert nicht!

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Pressemitteilung vom 03.09.2003

Start der neuen Homepage www.atom-secur.de

Die neue Homepage zum Thema Atomenergie und Sicherheit

03.09.2003 Die erstellten Gutachten über die Sicherheit der standortnahen Zwischenlager für Atommüll bei einem gezielten Terroranschlag mit einem Großflugzeug werden von den zuständigen Behörden und Ministerien immer noch unter Verschluss gehalten. Dabei ist es mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass allein durch die Größe und das Gewicht Großflugzeuge ungebremst durch die dünnen Wände und Decken der Lagerhallen für Atommüll hindurch fliegen würden. Einen plastischen Eindruck darüber vermittelt eine Videoanimation auf der neuen Homepage www.atom-secur.de/video-text.htm

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IPPNW-Pressemitteilung vom 20. Mai 2003

IPPNW fordert Schutz der Bevölkerung

Ungesicherte Atomanlagen im Irak

20.05.2003 Meldungen aus dem Irak über Plünderungen in Atomanlagen und Fälle akuter Strahlenkrankheit beunruhigen die IPPNW. Die Ärzteorganisation IPPNW fordert deswegen von der deutschen Regierung, sich für den Schutz der Menschen im Irak vor radioaktiven Materialen einzusetzen. Nötigenfalls sollte Deutschland eine UNO-Resolution für die sofortige Wiederaufnahme der Nuklear-Inspektionen und die internationale Sicherung aller irakischen Atomanlagen initiieren, um die offensichtlichen Gefährdungen für Mensch und Umwelt zu beenden und fehlende radioaktive Materialien aufzufinden und zu sichern.

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Materialen

IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
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