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Aktuelles zum Thema "Energiewende"

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.3.2011

Atomstrom ist überflüssig

IPPNW regt "Nationales Aktionsprogramm Dezentrale Energiewende" an

17.03.2011 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW weist darauf hin, dass der Strom aus den 17 deutschen Atomkraftwerken für die Deckung des Strombedarfs in Deutschland nicht benötigt wird. Die Atomkritiker fordern vor diesem Hintergrund, aus Sicherheitsgründen den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie zu vollziehen.

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[Energiewende als Friedenspolitik - Für eine kriegs]
IPPNW-Pressemitteilung vom 15.3.3011

Auch Philippsburg-1, Biblis und Unterweser müssen endgültig vom Netz

IPPNW: "Scherheitstechnisch nicht nachvollziehbar"

15.03.2011 Nach der Ankündigung, mit Brunsbüttel, Krümmel, Isar-1 drei Siedewasserreaktoren der Baureihe 69 aus Sicherheitsgründen endgültig stillzulegen, stellt sich die Frage, warum das baden-württembergische Atomkraftwerk Philippsburg-1 derselben Baureihe nur für drei Monate vom Netz genommen werden soll.  Wenn mit Neckarwestheim-1 ein Druckwasserreaktor der zweiten Generation (2. DWR-Generation) endgültig stillgelegt wird: Warum sollen dann die hessischen Atomkraftwerksblöcke Biblis A und Biblis B sowie Unterweser in Niedersachsen nur für drei Monate vom Netz gehen und dann möglicherweise weiterbetrieben werden?

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IPPNW-Pressemitteilung vom 14.3.2011

IPPNW warnt vor Wählertäuschung

Atompolitik

14.03.2011 Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW befürchtet, dass Union und FDP die Wählerinnen und Wähler mit dem für heute erwarteten Beschluss zur Atompolitik massiv täuschen wollen. Entscheidend ist nach Auffassung der Organisation allein die Frage, ob es vor den bevorstehenden Wahlen einen Beschluss gibt, Atomkraftwerke in Deutschland endgültig stillzulegen. Die IPPNW warnt auch ausdrücklich vor nur vorübergehenden Anlagenstillständen, wenn es allein darum geht, Wahlen nicht zu verlieren.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 12.3.2011

IPPNW fordert weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke

Nuklearkatastrophe in Japan

12.03.2011 25 Jahre nach Tschernobyl und am Tag der Nuklearkatastrophe in Fukushima fordert die Ärzteorganisation IPPNW die weltweite Abschaltung aller Atomkraftwerke. Die Risiken sind auch bei den angeblich sicheren Atomkraftwerken der westlichen Welt nicht beherrschbar. Die IPPNW weist darauf hin, dass die Bevölkerungsdichte in Japan rund 15fach höher ist als in der Tschernobyl-Region (Japan: 337 Einwohner/Quadratkilometer). Je nach Windrichtung und Wetterlage können die gesundheitlichen Auswirkungen in Japan dramatisch sein.

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Beschluss der IPPNW-Mitgliederversammlung

Energiewende als Friedenspolitik

Für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft

12.03.2011 Die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) engagiert sich für eine ökologisch nachhaltige und kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft. Aus ökologischen, friedenspolitischen, sozialen und wirtschaftlichen Gründen sollte die Energieversorgung schnellstmöglich und weitgehend auf heimische erneuerbare Energien "in Bürgerhand" umgestellt werden. Die Abhängigkeit von Energieimporten und von konzern-eigenen Großkraftwerksstrukturen sollte aus den folgenden Gründen minimiert werden:

1. Die IPPNW tritt ein für eine kriegs-präventive dezentrale Energiewirtschaft. Durch die Nutzung heimischer erneuerbarer Energien werden Energieimporte praktisch überflüssig. Länder, die auf Energieautonomie setzen, werden sich in Zukunft wohl nicht mehr an Energie-Kriegen beteiligen. Eine dezentrale Energiewirtschaft ist daher ein ganz entscheidender Schlüssel für die Überwindung neokolonialer Strukturen und für die Verhütung von Kriegen.

2. Die propagierte "Energie-Außenpolitik" mit dem Bezug von Energie in großem Stil aus entfernten Weltregionen gefährdet den Frieden, ohne die Energieprobleme zu lösen. Die Realität der Großimporte von Öl und Gas zeigt, dass die Erschließung und Absicherung von konzerneigenen Produktionsstätten und Transportwegen (Pipelines, Schifffahrtswege) zu Militarisierung und Kriegen führt, nicht aber zu einer stabilen Energieversorgung. Ebenso wäre eine sensible Infrastruktur mit solarthermischen Großkraftwerken und wenigen Stromtrassen nach Europa in Verbindung mit zahlreichen staatlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren ein ständiger Quell von Konflikten – mit der Gefahr von Terroranschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen.

3. Eine dezentrale Energiewirtschaft "in Bürgerhand" stärkt die wirtschaftliche Potenz von Bürgern und Kommunen, fördert die Demokratie, sorgt für mehr Verteilungsgerechtigkeit, reduziert die Gefahr der Energie-Armut, fördert regionale Wirtschaftskreisläufe, sorgt für Arbeitsplätze in der Region und fördert somit indirekt die Gesundheit der Menschen. Die atomkritische Friedensorganisation IPPNW fordert daher die Realisierung der erwiesenermaßen möglichen 100%-igen regenerativen Energieerzeugung "in Bürgerhand" durch die intensivierte Fortführung des bereits höchst erfolgreichen Ausbaus dieser Energieformen. Das für Nordafrika geplante DESERTEC-Projekt macht deshalb auch allenfalls als regionale Versorgung einen Sinn, aber nicht als "Wüstenstrom-Import" nach Europa.

4. Eines der wichtigsten Prinzipien zukunftsfähigen Wirtschaftens ist die Begrenzung des Wachstums in einer begrenzten Welt. Stromerzeugungs-Großanlagen halten hingegen den Glauben an die Unbegrenztheit der Wachstumsmöglichkeiten aufrecht und behindern die Entwicklung einer Kultur der Ressourcen-Einsparung mit einer Post-Wachstumsökonomie.

Da die Erreichung dieser Ziele insbesondere zusammen mit systematischer Energie-Einsparung sehr viel schneller möglich ist, als von der Atom- und Öl-Lobby behauptet, fordert die IPPNW zugleich die Rücknahme der hoch-gefährlichen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie.  

Beschlossen von der IPPNW-Mitgliederversammlung am 12.3.2011 in Frankfurt am Main.

Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Tarifportal der Umweltverbände

Materialen

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