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Pressemitteilung vom 15.06.2000

Ärzte kritisieren Atom-Vereinbarung

Bestandsgarantie statt Ausstieg

Berlin-   Mit scharfer Kritik reagiert die Ärzte-Organisation «Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges» (IPPNW) auf die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und der Atomindustrie zur Nutzung der Atomenergie: «Mit der Vereinbarung wird das untragbare Gesundheitsrisiko der Atomenergie auf lange Jahre konserviert», so IPPNW-Sprecher Lars Pohlmeier. «Die Vereinbarungen sind unangemessen in der Sache und gesellschaftlich nicht durchsetzbar.»

Lars Pohlmeier erklärte in Berlin weiter: «Die zentralen Probleme um die Atomenergie bleiben ungelöst: Es gibt weltweit kein Konzept für eine sichere Endlagerung des Atommülls. Diskutiert werden statt dessen Verschiebelösungen, zum Beispiel Müllexport nach Russland. Im Umkreis von Atomanlagen sind schon bei «unfallfreiem» Normalbetrieb erhöhte Krebsraten festzustellen. Diese Entscheidung wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen. Weder ist das Privat-Vermögen im Falle eine Evakuierung nach einem Unfall auch nur annähernd ausreichend versichert, noch ist eine medizinische Katastrophenversorgung mit Jod-Medikamenten in Deutschland vorhanden. Die IPPNW fordert derzeit in einer bundesweiten Kampagne die vollständige Haftpflichtversicherung für deutsche Atomkraftwerke.»

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:
Lars Pohlmeier, 030 / 693 02 44 oder 0171 / 416 01 39

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Materialen

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