Online-Veranstaltungsreihe zum Ukrainekrieg 2023

IPPNW-Academy

Die IPPNW veranstaltet alle zwei Wochen am Mittwoch um 19 Uhr eine Online-Veranstaltung zu Themen rund um den Ukrainekrieg, in denen Basiswissen vermittelt werden soll. Die Vorträge dauern ca. 30 Minuten. Anschließend besteht die Möglichkeit für Fragen bzw. zur Diskussion. Vorwissen ist nicht erforderlich. Alle Vorträge sind kostenfrei. Die Termine werden hier im Folgenden fortlaufend aktualisiert.


8. Februar 2023, 19-20 Uhr
Atomanlagen im Ukrainekrieg
Referentin: Ute Rippel-Lau, IPPNW-Vorstandsmitglied

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine sind Atomkraftwerke in beispielloser Weise in einen Krieg einbezogen worden. Das Kraftwerk Saporischschja wurde am 3. März 2022 von russischen Truppen eingenommen. Krieg in einem Land mit laufenden Atomreaktoren ist ein Novum. Welche Gefahren gehen von einem Atomkraftwerk im Krieg aus? Welche Szenarien sind möglich? Was sagt das Völkerrecht dazu? Welche Rolle spielt die Atomenergie in der Energieversorgung der Ukraine?
Auf all diese Fragen wollen wir in der Online-Veranstaltung nach Antworten suchen.

Moderation: Lara Krausse, Pressesprecherin IPPNW

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22. Februar 2023, 19-20 Uhr
Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg
Michael von der Schulenburg, ehemaliger Beigeordneter Generalsekretär UNO-Generalsekretär und UN-Diplomat

Das neue Jahr hat begonnen, ohne dass ein Ende des Ukrainekrieges in Sicht ist, der täglich Tod, unfassbares Leid und Zerstörung verursacht. Mit jedem Tag entfesselt sich auch die Logik der Gewalt weiter. Auch außerhalb der Friedensbewegung mehren sich die Stimmen, die die Konfliktparteien zu Friedensverhandlungen aufrufen.

Wir brauchen realistische Ansätze für Verhandlungslösungen im Ukrainekrieg. Auf der Online-Veranstaltung geht Michael von Schulenburg der Frage nach, wie die Chancen für Verhandlungen stehen, wer als Vermittler in Frage käme und wie die Konturen eines Verhandlungsfriedens bzw. eine europäische Nachkriegsordnung aussehen könnten.

Michael von Schulenburg ist ehemaliger Beigeordneter Generalsekretär UNO-Generalsekretär und UN-Diplomat.

Moderation: Angelika Wilmen (IPPNW)

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24. Februar 2023, 19.30 Uhr, online und Präsenz
Jahrestag russischer Angriffskrieg: Friedensinitiativen vor Ort"

Zum Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine lädt die IPPNW am 24. Februar 2023 um 19.30 Uhr zu einer öffentlichen Abendveranstaltung in Berlin (Jugendherberge Wannsee) mit Streaming ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen IPPNW Peace Academy statt, die sich vor allem an Studierende und junge Menschen richtet. Auf der Veranstaltung wollen wir uns über lokale Friedensarbeit von Frauen unter Kriegsbedingungen informieren.

Referentin ist Inga Luther von der Mobilen Akademie für Geschlechterdemokratie und Friedensförderung (OWEN e.V.)

Weitere Informationen und Anmeldung


8. März 2023, 19-20 Uhr
Das Risiko eines Atomwaffeneinsatzes
Referentin: Dr. Inga Blum, internationales IPPNW-Vorstandsmitglied

Je länger der Krieg in der Ukraine andauert und je größer die Angst der russischen Regierung vor einer militärischen Niederlage ist, desto höher ist das Risiko des Einsatzes von Atomwaffen mit katastrophalen humanitären Folgen, die ganz Europa und sogar die ganze Welt betreffen könnten. Auch das Risiko für einen Atomwaffen-Einsatz in Folge eines Missverständnisses steigt mit den wachsenden Spannungen. Etwa 1.800 Atomwaffen stehen zwischen Russland und den USA auf höchster Alarmstufe und sind innerhalb von Minuten abfeuerbereit. Es gibt zahlreiche Beispiele für Fehlalarme in den Frühwarnsystemen, nicht nur aus dem Kalten Krieg, sondern auch aus den letzten Jahren. Wenn aufgrund der politischen Situation mit einem Angriff gerechnet wird, besteht die Gefahr, dass ein Fehlalarm als echt bewertet wird und ein Gegenschlag ausgelöst wird.
Auch wenn es im Ukrainekrieg nicht zur atomaren Eskalation kommt, ist die Gefahr nicht gebannt: Ein neues atomares Wettrüsten hat längst begonnen. Alle Atomwaffenstaaten rüsten auf. In Deutschland werden aktuell neue US-Atombomben vom Typ B61-12 stationiert und Belarus plant, ggf. russische Atomwaffen zu stationieren.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes in Europa, über mögliche Eskalationsspiralen, Beispiele für Fehlalarme und Missverständnisse und über den gefährlichen Mythos der atomaren Abschreckung.

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22. März 2023, 19-20 Uhr
Klimakiller Krieg
Referentin: Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

Die Klimakrise ist neben der  Atomkriegsgefahr die größte Bedrohung im 21. Jahrhundert für unseren Planeten. Doch bisher ist noch keine Politk sichtbar, die auf der Einhaltung der planetaren Grenzen (der ökologischen Belastungsgrenzen unserer Erde) beruht. Weder im zivilen Bereich noch im militärischen Bereich. Im Gegenteil: Der CO-2 Fußabdruck von Krieg und Rüstungsindustrie bleiben selbst beim UN-Klimasekretariat und den jährlichen Klimakonferenzen vollkommen ausgespart. Im angesicht des Ukrainekrieges haben geopolitisches Denken und der Ressourcenhunger des Militärs nach fossilen Energien und Rohstoffen die Oberhand gewonnen.
Wir wollen uns damit auseinandersetzen, dass und wie der militärische Sektor und die dazugehörigen nationalen Sicherheitsstrategien die planetaren Grenzen unseres Erdsystems systematisch aussparen. Dagegen setzen wir unsere Leitidee: Ein Paradigmenwechsel, der den Vorrang für Gesundheit, Ökologie und Klimagerechtigkeit in allen Politikfeldern einfordert.

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5. April 2023, 19-20 Uhr
Humanitäre Folgen des Ukrainekrieges
Referent*innen: Ralph Urban, IPPNW-Vorstandsmitglied und Susanne Grabenhorst, IPPNW-Mönchengladbach

Moderation: Carlotta Conrad (IPPNW-Vorstandsmitglied)

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19. April 2023, 19-20 Uhr
Braucht die Friedensbewegung in Kriegszeiten neues Empowerment?
Referent: Ernst-Ludwig Iskenius

In Kriegs- und zugespitzen Krisenzeiten wie diesen wird die Friedensbewegung häufg von vielen Seiten angegriffen, als naiv und realitätsfern bezeichnet, als passiv und hilflos angeklagt. Viele wenden sich von ihren friedenspolitischen Überzeugungen ab und übernehmen die Argumente von Militärs und politischen Eliten. Ist der Pazifismus nur eine Ideologie für "glückliche" Friedenszeiten oder stellt er auch in Kriegszeiten eine tatsächliche und reale Alternative zum Militärischen dar? Oder noch zugespitzter: Kann man überhaupt heute noch pazifistische Ideen und Überzeugungen vertreten? Was macht uns als Friedensbewegung so stark? Diesen Fragen gehe ich in der Online-Veranstaltung nach.

Ernst-Ludwig Iskenius beschäftigte sich schon in den 70iger Jahren mit sozialer Verteidigung und engagiert sich seit den 80iger Jahren aktiv in der IPPNW. Einer seiner Schwerpunkte ist Ziviler Ungehorsam gegen Atomwaffen und militärische Aufrüstung. Er wird von seinen Erfahrungen als Pazifist während des Jugoslawien-Krieges Anfang der 90iger berichten.

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17. Mai 2023, 19-20 Uhr
Zivile Verteidigung
Referent: Stefan Brües, Bund für soziale Verteidigung


Die militärische Verteidigung ist eine Form der Verteidigung, die nicht hinterfragt wird. Dabei führt sie zu großem Leid, gerade auch bei jenen, die verteidigt werden sollen. In der Kampagne "Wehrhaft ohne Waffen“ haben sich führende Expert*innen des Konzepts der Sozialen Verteidigung mit jüngeren Leuten zusammengetan, um Alternativen nicht nur zu propagieren, sondern in Modellregionen wie dem Wendland, dem Oberrhein oder in Großstädten wie Köln oder Berlin einzuüben. Stephan Brües gehört zum Initiativkreis der Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ und arbeitet seit dem 01. Januar 2023 für den Verein Friedenswege e.V. in Offenburg. Er unterstützt sie dabei, die Kraft der Gewaltfreiheit für die Schaffung von Sicherheit für die Bevölkerung von unten nach oben einzuführen.Stephan Brües erklärt das Konzept der Sozialen Verteidigung und berichtet über die Arbeit in den Modellregionen.

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19. Juli 2023, 19-20 Uhr
Büchel und die atomare Aufrüstung
Referent: Daniel Becker, IPPNW-Vorstandsmitglied

Deutschland hat zwar 1975 den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert, dennoch sind auf dem Bundeswehrstützpunkt Büchel in der Rheinland-Pfalz ca. 15 US-Atombomben stationiert. Im Kriegsfall sollen deutsche Pilot*innen diese Waffen einsetzen.

An diesem Abend wird Daniel Becker (IPPNW) einen Überblick über die aktuelle Debatte zu diesen B61 Atombomben geben: Was ist die politische/militärische Funktion der Bomben, was sind Einsatzszenarien? Wie weit ist die geplante Aufrüstung, der Umbau des Stützpunktes, die Stationierung des neuen Modells B61-12 und die Anschaffung der neuen F35 Atombomber? Außerdem soll es um den politischen Protest gegen die nukleare Teilhabe gehen - zunächst als Bericht, anschließend als offene Diskussion, Ideenaustausch und Vernetzung.

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2. August 2023, 19-20 Uhr

Der Atomwaffenverbotsvertrag und der Atomwaffensperrvertrag
Referent*in: ICAN (N.N.)

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