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Oktober 2026

13. Oktober 2026 in Dortmund

Krankenhaus statt Lazarett!

Was ein kriegstüchtiges Gesundheitswesen für uns alle bedeutet

Wann: Dienstag, den 13.10.2026, 19.00h
Wo: Auslandsgesellschaft, Steinstr.48 (Nordausgang Hbf.), Dortmund
Mit: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende und Susanne Hille, ver.di, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung

Unter dem Slogan „Vorbereitung auf den Ernstfall“ will die Bundesregierung unser Gesundheitswesen fit machen für kriegerische Auseinandersetzungen. Im Bündnis- oder Verteidigungsfall sollen Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken einen Großteil ihrer Infrastruktur und personellen Ressourcen für die Versorgung von verwundeten Soldaten und Soldatinnen zur Verfügung stellen.

Bereits im „Spannungsfall“ werden Notstandsgesetze in Kraft treten, die weitreichende Grundrechtseinschränkungen wie Dienstverpflichtungen im Gesundheitswesen möglich machen. Die Beschäftigten sollen verpflichtet werden, sich an diesen Vorbereitungen des Gesundheitswesens auf Krieg zu beteiligen. Aktuell bringt die Bundesregierung ein Gesundheitssicherstellungsgesetz auf den Weg, um entsprechende Zwangsmaßnahmen vorzubereiten.

Was das für die Beschäftigten und für die Versorgung der Zivilbevölkerung bedeutet, darüber wollen wir am 13.10.26 diskutieren.

Veranstaltet von attac Regionalgruppe Dortmund, ver.di Landesfachbereich C, DGB Dortmund
Unterstützt vom „Bündnis für ein gemeinwohlorientiertes Gesundheitswesen“

17. Oktober 2026 in Nörvenich

NATO-Atomkriegsmanöver 2026 stoppen!

Demonstration gegen "Steadfast Noon"

Wann: Samstag, 17. Oktober, 12:00 Uhr
Wo: Fliegerhorst Nörvenich, am Kriegsflugplatz; dann Demo zum Schlossplatz. Ein Shuttle fährt um 11 Uhr ab Düren Bahnhof nach Nörvenich und um 16 Uhr zurück.

Auftakt am Fliegerhorst Nörvenich, anschließend Demo zum Schloßpark und dort Kundgebung

Atomkrieg über Europa: Dieses Szenario übt die NATO im Herbst diesen Jahres. Die Bundeswehr will Mitte Oktober 2026 im Rahmen des NATO-Manövers „Steadfast Noon“ erneut üben, die in Büchel lagernden Atombomben an Tornado-Kampfjets zu montieren und sie auf Einsatzziele abzuwerfen. Das Manöver findet europaweit mit Beteiligung der USA, aller NATO-Staaten der „nuklearen Teilhabe“ und weiterer NATO-Staaten statt. 

Demonstrieren wir gemeinsam gegen Atomkriegsmanöver, für eine Welt ohne Atomwaffen und die Beendigung aller Kriege durch Verhandlungen und Völkerverständigung! Für Abrüstung, soziale und weltweite Gerechtigkeit! Wir setzen auf Friedensfähigkeit und widersetzen uns allen Forderungen nach Kriegstüchtigkeit!

Weitere Infos: https://www.atomwaffenfrei.de  Veranstalter: Friedensgruppe Düren, Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“, DFG-VK NRW, Netzwerk Friedenskooperative, DFG-VK Köln u.a.

17. Oktober 2026 in Düsseldorf

International Uranium Filmfestival

Das Filmfest des atomaren Zeitalters

Wann: 17. Oktober 2026, ab 13:30 Uhr
Wo: Bambi Filmstudio, Klosterstr. 78, 40211 Düsseldorf

Das Internationale Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Filmfest, das sich den atomaren Risiken und der gesamten nuklearen Kette gewidmet hat. Vom Uranbergbau bis zum Atommüll, von Hiroshima bis Fukushima. In diesem Jahr zeigen wir in Düsseldorf sieben bemerkenswerte Filme über die atomare Vernichtung von  Hiroshima und Nagasaki, über die Überlebenden der Atombombenabwürfe und zu Fukushima. Eintritt: 9 Euro / ermäßigt 7 Euro

Mehr Infos: https://uraniumfilmfestival.org/de/uranium-film-festival-in-dusseldorf-2026

21. Oktober 2026

Frauen, Gesundheit und Krieg

Fachtagung

Wann: Mittwoch, 21.10.2026, 10-16.30 Uhr
Wo: Freizeitheim Vahrenwald, Vahrenwalder Str. 92, 30165 Hannover

u.a. mit Dr. Angelika Claußen (IPPNW)

Am 21. Oktober 2026 findet im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover die Fachtagung "Frauen, Gesundheit und Krieg" statt. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von Krieg, Flucht und Sanktionen auf die Gesundheit von Frauen. Expertinnen aus Wissenschaft und Praxis berichten über Erfahrungen aus verschiedenen Kriegsgebieten, diskutieren gesundheitliche Belastungen und stellen Forderungen für gewaltfreie Konfliktlösungen vor. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch mit betroffenen Frauen und lädt alle Interessierten herzlich ein.

Anmeldung bis zum 12.10.2026 per E-Mail an angelika.voss@fmgz.de oder telefonisch unter 0511 3004546. Teilnahmebeitrag: 10–20 € (nach Selbsteinschätzung), inklusive Verpflegung.

22. Oktober 2026, online

Der Zustand der Demokratie: Israel vor den Wahlen

mit dem Soziologen und emeritierten Historiker Moshe Zuckermann

Wann:  Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr
Wo: online [Anmeldung]

Die Palästina-Israel-Reisegruppe lädt zu einem neuen Online-Vortrag ein.

In Israel ist der Wahlkampf vor den anstehenden Knesset-Wahlen im Oktober in vollem Gange. In unserer nächsten Veranstaltung werfen wir einen Blick auf die parteipolitischen Protagonisten und ihre ideologische Interessenlage, mögliche Wahlentscheidungen der Wähler*innen, sowie daraus entstehende Zukunftsszenarien. Beleuchtet werden außerdem die Funktion und Wirkung des genozidalen Krieges in Gaza und der Konfliktlage der Großregion, sowie die Rollen der israelischen Zivilgesellschaft sowie externer Akteure. Mit Blick auf den Zustand der Demokratie in Israel stellt sich dann die Frage: Was können hilfreiche Beiträge aus der deutschen Zivilgesellschaft sein?

Moshe Zuckermann wurde 1949 in Tel-Aviv geboren. Lebte zwischen 1960 und 1970 in Deutschland (Frankfurt am Main). Nach der Rückkehr nach Israel Studium der Soziologie, Politologie und Geschichte an der Universität Tel-Aviv. Lehrte seit 1990 am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas (TAU). 2000-2005 Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte (TAU). 2009-2013 akademischer Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien. Seit Oktober 2017 emeritiert. Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Philosophie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Frankfurter Schule; Ästhetische Theorie und Kunstsoziologie; der Einfluss der Shoah auf die politischen Kulturen Israels und Deutschlands.

27. Oktober 2026 in Mönchengladbach

Keine landgestützten US-Mittelstreckenraketen für Deutschland: eine Fähigkeitslücke?

Vortrag und Diskussion mit Oberst a.D. Wolfgang Richter

Wann: Dienstag, 27. Oktober 2026 18:30 – 20:00 Uhr
Wo: Citykirche Alter Markt, Kirchplatz 14, 41061 Mönchengladbach
Veranstalterin: IPPNW-Regionalgruppe Mönchengladbach-Viersen

Wolfgang Richter ist deutscher Oberst außer Dienst und Associate Fellow beim Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik. In den 1990er Jahren war er u. a. Leiter des militärischen Anteils der deutschen Delegation für die globale Rüstungskontrolle bei den Vereinten Nationen in Genf und New York. Anschließend diente er bis 2005 als Abteilungsleiter beim Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen und bis 2009 als Leiter des militärischen Anteils der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der OSZE. Schon während seiner aktiven militärischen Zeit beschäftigte sich Richter wissenschaftlich mit Sicherheitspolitik, u. a. von Ende 1989 bis Anfang 1991 bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Dort arbeitete er auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst bis Ende 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Zu seinen Forschungsfeldern gehören Rüstungskontrolle, Sicherheitskooperation, internationales Völkerrecht und Konflikte in Europa. Am 10.Jui 2024 gaben die USA und Deutschland am Rande des Nato- Gipfels bekannt, dass ab 2026 amerikanische landgestützte Raketen mittlerer Reichweite in Deutschland stationiert werden sollten. Die derzeitige US-amerikanische Regierung hat nun erklärt, dass sie diese Entscheidung der Biden-Administration zurücknimmt. Deutsche Regierungsvertreter sprechen von einer Sicherheitslücke, die es zu schließen gelte und erwägen die eigenständige Beschaffung landgestützter Mittelstreckenraketen für Deutschland. Oberst Richter beleuchtet die sicherheitspolitischen und militärtechnischen Hintergründe einer Stationierung solcher Waffen, die strategische Folgen für die Stabilität in Europa und die daraus entstehenden Risiken für Deutschland. Er fordert, dass eine solche schwerwiegende Entscheidung, die die Sicherheit der Bundesrepublik betrifft, nicht ohne vorherige ausführliche Diskussion im Deutschen Bundestag und in der Öffentlichkeit getroffen werden darf. Er sieht in einer „strategischen Autonomie“ für Europa ein lohnenswertes Ziel, welches jedoch neben Waffensystemen auch Diplomatie beinhalten sollte, und plädiert dafür, den Sicherheitsdialog mit Russland wieder zu eröffnen und auch über Rüstungskontrolle zu verhandeln.

November 2026

4. November 2026, online

Krankenhaus im Kriegsfall: Was sagt das Grundgesetz? Was bedeuten Spannungsfall und Notstandsgesetzgebung?

Online-Fortbildungsreihe „Militarisierung und Gesundheit“, jeden 1. Mittwoch im Monat

Wann: Mittwoch, 4. November 2026, 19.00–20.00 Uhr
Wo:
Online [Anmeldung]
Mit:
 Andreas Fisahn (Prof. für Öffentliches Recht)

Die sogenannte "Zeitenwende" betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages zählt eine lange Liste mit Notstands- und Sicherstellungsgesetzen und Verordnungen auf, die auf den Weg gebracht werden sollen. Welche arbeits- und verfassungsrechtlichen Konsequenzen ergeben sich aus den Gesetzen?

13. bis 15. November 2026 in Berlin

IPPNW-Studierendentreffen 2026

Wann: 13. bis 15. November 2026
Wo: Berlin
[Anmeldung]

28. November 2026 in Frankfurt (Main)

Einsatz für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen

Symposium in Erinnerung an Prof. Dr. Ulrich Gottstein an seinem 100. Geburtstag

Wann: Samstag, 28.11.2026, 11–17 Uhr
Wo: Saalbau Gutleut, Rottweiler Straße 32, 60327 Frankfurt / Main
[Anmeldung]

Am 28. November 2026 wäre Mitbegründer und Ehrenvorstandsmitglied Prof. Dr. Ulrich Gottstein 100 Jahre alt geworden. In Erinnerung an ihn und sein jahrzehntelanges unermüdliches Engagement für Frieden und die Ächtung von Atomwaffen laden wir zum Symposium "Einsatz für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen".

– Einführung: Dr. Lars Pohlmeier, IPPNW-Vorsitzender
– Neue (nukleare) Bedrohungen. Lektionen aus der Zeit des Wettrüstens im „Kalten Krieg“: Prof. Dr. Götz  Neuneck, Senior Research Fellow am IFSH
– Internationale IPPNW: Die Vision einer Welt ohne Atomwaffen
– Die „friedliche Nutzung“ der Atomenergie und die Folgen: Dr. Alex Rosen, IPPNW
– Aushungern als Kriegsstrategie: Prof. Dr. Michael Krawinkel, Universität Gießen
– Militarisierung Deutschlands: Für ein ziviles Gesundheitswesen: Dr. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

[Programm]

Dezember 2026

10. Dezember 2026

Verleihung des Friedensnobelpreises 2026

Oktober 2027

29.–31. Oktober 2027

7. Internationaler IPPNW-Kongress Medizin & Gewissen: Handlungsfähig in drängenden Zeiten

SAVE THE DATE +++ VORMERKEN +++

Schwerpunkte:

  • Militarisierung des Gesundheitswesens
  • KI im Gesundheitswesen
  • Wissenschaftsfeindlichkeit und neue Eugenik
  • Handlungsfähigkeit

Kontakt

Sekretariat
Tel 030 698074-16
E-Mail
kontakt[at]ippnw.de

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