Suche
Spenden
Menü

Atomenergie

Ursprünglich war die Produktion von Atomstrom ein Nebenprodukt der Atomwaffenprogramme. Die zivile und militärische Nutzung sind bis heute eng verwoben. Eine langfristig effektive nukleare Abrüstung erfordert daher auch den Ausstieg aus der Atomstromproduktion. Zudem sind AKW mit den erneuerbaren Energien schwer zu kombinieren und das Gegenteil von nachhaltig: Nur wenige Jahrzehnte Stromproduktion erzeugen für Jahrtausende radioaktive Abfälle und radiotoxische Altlasten entlang der gesamten Produktionskette. Die IPPNW befasst sich mit den gesundheitlichen Folgen radioaktiver Strahlung, setzt sich für eine Vollendung des deutschen Atomausstiegs, für ein Ende aller Atomanlagen weltweit und für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung ein. 

Mehr über unsere Themen und Projekte

Samstag, 7. März 2026 in Stuttgart

15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl

Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals – heute – morgen

Am vergangenen Wochenende fand die Tagung "15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl " statt. Sie widmete sich den bis heute anhaltenden, teils verheerenden Folgen der beiden größten Atomunfälle der Geschichte und warf einen kritischen Blick auf Gegenwarts- und Zukunftsthemen der Atomenergie. Mit Stimmen und Eindrücken aus den von den Reaktorkatastrophen betroffenen Regionen sowie internationalen Expert*innen und Engagierten. 

Dokumentation der Tagung 

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

IPPNW-Pressemitteilung vom 11. März 2026

Fukushima-Jahrestag

Atomenergie ist unsicher, teuer und verursacht Krebs

11.03.2026 Die atomkritische Organisation IPPNW kritisiert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für ihre Abkehr vom Atomausstieg. „Von der Leyens Behauptung einer Renaissance der Atomenergie widerspricht den Tatsachen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW. „2025 wurden laut World Nuclear Industry Status Report 2025 weltweit nur vier neue Reaktoren ans Netz angeschlossen: zwei in China sowie je einer in Indien und Russland, zugleich wurden sieben Reaktoren stillgelegt. Der Bericht zeigt, dass die globalen Kapazitäten erneuerbarer Energien deutlich schneller wachsen als die der Atomenergie. Während Solar- und Windenergie einen Zuwachs um 460 GW erlebten, nahm die Atomenergie außerhalb Chinas, dem einzigen Land mit signifikant hohen Zuwächsen, weltweit um 1 GW ab. Atomstrom ist teuer, unsicher und löst unsere Abhängigkeit von Energieimporten nicht.”

lesen

Aus Forum 185/2026

Vertuscht und verharmlost

Die systematische Unterdrückung der Forschung verschleiert die wahren Folgen der Super-GAUs

06.03.2026 Die Namen Tschernobyl und Fukushima stehen für die beiden größten und verheerendsten zivilen Atomunfälle. Die radioaktive Wolke zog um die ganze Erde und machte Millionen von Menschen über Nacht zu Opfern. Was wissen wir über die gesundheitlichen Folgen, insbesondere der sogenannten „Niedrigstrahlung“? Welche Lehren lassen sich für die zivile und militärische Nutzung ableiten?

lesen

03.03.2026 München / Berlin / Hamburg. Anlässlich des 15. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März und des 40. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl warnen die Herausgeber*innen des Uranatlas 2026 vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. „Nicht nur modernisieren alle Atomwaffenstaaten ihre Arsenale und Trägersysteme. Es besteht darüber hinaus die große Gefahr, dass weitere Staaten Atomwaffen herstellen“, erklären die Herausgeber*innen und appellieren gemeinsam an die Bundesregierung, sich für nukleare Rüstungskontrolle, einen erneuten New-Start-Vertrag und Abrüstung einzusetzen.

lesen

Von Dr. Alex Rosen

Eine Reise durch Fukushima

Zwischen Dekontamination und Verdrängung: Ein Bericht über die Situation vor Ort

12.02.2026 Vom Werkstor des havarierten AKW Fukushima Dai-ichi durch geisterhafte Ortschaften bis zur Präfekturhauptstadt im Westen, wo ich der medizinischen Hochschule einen Besuch abstattete: Auf der Suche nach Fakten und Erkenntnissen zu den Folgen der Atomkatastrophe fuhr ich im September 2025 für einige Tage durch die Präfektur Fukushima. Dies ist mein Reisebericht:

Auf der Autobahn von Tokio nach Norden entlang der Küste sehe ich die übliche japanische Mischung aus Tradition, Moderne und spektakulärer Natur, die ich schon von meinen früheren Reisen ins Land kenne: rechts das Meer, links die bewaldeten Berge und in der Ebene dazwischen Reisfelder und kleine Dörfer.

lesen

Interview mit Niels Henrik Hooge (NOAH, dänische Sektion von Friends of the Earth)

Don't Nuke Greenland!

Über den aktuellen geopolitischen Druck sowie die Rolle der Uranvorkommen und anderer Bodenschätze

11.02.2026 Obwohl Grönland derzeit in aller Munde ist, erfährt man nur wenig über die Insel selbst, ihre Bewohner*innen oder die arktische Ökologie. Stattdessen liegt der Fokus auf den geopolitischen Bestrebungen anderer, sowohl imaginären als auch realen. Ihr setzt Euch seit langem gegen Bergbau und Bergbaupläne in Grönland ein und habt in diesem Bereich bedeutende politische Erfolge erzielt. Könnt Ihr uns etwas darüber erzählen?

lesen

Ansprechpartner


Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

Neu erschienen

Uranatlas
aktualisierten Auflage 2026
Bestellen | PDF-Download

Materialen

IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
auf ISSUU lesen  |  im Shop bestellen

Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
pdf-Datei  |  im Shop bestellen

IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

Öffentliches Fachgespräch im Bundestag zum Thema „Austausch über die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima sowie die aktuelle Situation in Saporischschja“ vom 15. März 2023

Statement von Dr. Angelika Claußen "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie – zivil wie militärisch"

Navigation