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GRS-Studie

Fehlende Kernschmelzfestigkeit von Philippsburg-1, Isar-1 und Brunsbüttel

30.11.2006

Die Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) sieht bei den älteren deutschen Siedewasserreaktoren der Baulinie 69 (900 Megawatt-Klasse) erhebliche Sicherheitsprobleme. Referenzanlage einer Untersuchung war das Atomkraftwerk Philippsburg-1. Das Kraftwerk ist mit einer Kondensationskammer und - wie die meisten anderen deutschen Anlagen - mit einem sicherheitstechnisch nachteiligen Sicherheitsbehälter (Containment) aus Stahl ausgestattet.

Die Gutachterorganisation führte eine so genannte Level 2-Studie durch, bei der es um die Frage geht, ob es bei einer Kernschmelze zur massiven Freisetzung von Radioaktivität kommt.

Ergebnis: In mehr als 50 Prozent der Kernschmelz-Fälle ist mit einer sehr großen und frühzeitigen Freisetzung von Radioaktivität zu rechnen.

Das liegt daran, dass der Reaktordruckbehälter mit großer Wahrscheinlichkeit versagt und es daraufhin praktisch gesichert ist, dass auch das Stahl-Containment im Bereich der Steuerstabantriebe versagt.

Zur Baulinie 69 gehören weiterhin die Siedewasserreaktoren Isar-1, Brunsbüttel (geringere Leistung als Philippsburg-1) und Krümmel (höhere Leistung).

 

Quelle: GRS: Methods and Results of a PSA Level 2 for a German BWR of the 900 MWe Class. Von Horst Löffler u. Dr. Martin Sonnenkalb. Nov. 2006

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