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Atomenergie

Ursprünglich war die Produktion von Atomstrom ein Nebenprodukt der Atomwaffenprogramme. Die zivile und militärische Nutzung sind bis heute eng verwoben. Eine langfristig effektive nukleare Abrüstung erfordert daher auch den Ausstieg aus der Atomstromproduktion. Zudem sind AKW mit den erneuerbaren Energien schwer zu kombinieren und das Gegenteil von nachhaltig: Nur wenige Jahrzehnte Stromproduktion erzeugen für Jahrtausende radioaktive Abfälle und radiotoxische Altlasten entlang der gesamten Produktionskette. Die IPPNW befasst sich mit den gesundheitlichen Folgen radioaktiver Strahlung, setzt sich für eine Vollendung des deutschen Atomausstiegs, für ein Ende aller Atomanlagen weltweit und für eine gesunde, klima- und zukunftsverträgliche Energieversorgung ein. 

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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Aus Forum 187 / 2026

Harvard-Studie bestätigt erhöhtes Krebsrisiko

Deutlich erhöhte Krebssterblichkeit in der Umgebung von US-Atomkraftwerken

01.09.2026 Die USA sind der größte Produzent von Atomenergie – zum 1. August 2023 waren dort 93 kommerzielle Kernreaktoren in 54 AKW in Betrieb – das Durchschnittsalter der Reaktoren liegt bei 42 Jahren. Eine neue Studie der Harvard Medical School belegt: Wer in der Nähe von AKW lebt, hat ein messbar höheres Krebsrisiko. Die Ergebnisse bestätigen die deutsche KiKK-Studie von 2007. Die landesweite Studie von Alwadi et al. hat die Krebssterblichkeit im Umkreis von bis zu 200 Kilometern um alle 93 aktuell betriebenen Atomkraftwerke in den USA für die Jahre 2000 bis 2018 untersucht. 

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Aus Forum 186/2026

Schulden, Verzögerungen, Abhängigkeiten

Kein Geld für Atomkraft! Über 30 NGOs lehnen Pläne der Weltbank ab

26.05.2026
In einem neuen Report mit dem Titel „Debt, Delays, Dependencies“ kritisieren die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen Urgewald und Ecodefense die Entscheidung der Weltbankgruppe und der Asiatischen Entwicklungsbank, künftig in Atomenergieprojekte zu investieren. Über ein halbes Jahrhundert waren derartige Investitionen seitens der Weltbank ausgeschlossen. 

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IPPNW-Pressemitteilung vom 23. April 2026

IPPNW warnt vor Atomgefahren aus der Schweiz und stellt Forderungen an die künftige Landesregierung in Baden-Württemberg

Grün-schwarze Koalitionsverhandlungen in Stuttgart

23.04.2026 Wenige Tage vor dem 40. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl weisen die atomkritischen Ärzt*innen und Gesundheitsfachkräfte der IPPNW in einem Brief an Cem Özdemir und Manuel Hagel und deren Verhandlungsteams auf die drohenden Atomgefahren aus der Schweiz für Baden-Württemberg hin.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 11. März 2026

Fukushima-Jahrestag

Atomenergie ist unsicher, teuer und verursacht Krebs

11.03.2026 Die atomkritische Organisation IPPNW kritisiert EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für ihre Abkehr vom Atomausstieg. „Von der Leyens Behauptung einer Renaissance der Atomenergie widerspricht den Tatsachen“, so Dr. med. Angelika Claußen, Co-Vorsitzende der IPPNW. „2025 wurden laut World Nuclear Industry Status Report 2025 weltweit nur vier neue Reaktoren ans Netz angeschlossen: zwei in China sowie je einer in Indien und Russland, zugleich wurden sieben Reaktoren stillgelegt. Der Bericht zeigt, dass die globalen Kapazitäten erneuerbarer Energien deutlich schneller wachsen als die der Atomenergie. Während Solar- und Windenergie einen Zuwachs um 460 GW erlebten, nahm die Atomenergie außerhalb Chinas, dem einzigen Land mit signifikant hohen Zuwächsen, weltweit um 1 GW ab. Atomstrom ist teuer, unsicher und löst unsere Abhängigkeit von Energieimporten nicht.”

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Aus Forum 185/2026

Vertuscht und verharmlost

Die systematische Unterdrückung der Forschung verschleiert die wahren Folgen der Super-GAUs

06.03.2026 Die Namen Tschernobyl und Fukushima stehen für die beiden größten und verheerendsten zivilen Atomunfälle. Die radioaktive Wolke zog um die ganze Erde und machte Millionen von Menschen über Nacht zu Opfern. Was wissen wir über die gesundheitlichen Folgen, insbesondere der sogenannten „Niedrigstrahlung“? Welche Lehren lassen sich für die zivile und militärische Nutzung ableiten?

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Ansprechpartner

Patrick Schukalla
Patrick Schukalla
Referent Atomausstieg, Energiewende und Klima
Email: schukalla[at]ippnw.de

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Materialen

IPPNW-Thema "Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen"
IPPNW-Thema: „Zivil-militärische Verknüpfungen: Atomausstieg und Abrüstung gehören zusammen“, September 2025
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Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergie
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IPPNW-Information: Radioaktive „Niedrigstrahlung“. Ein Blick auf die Fakten (PDF)

Öffentliches Fachgespräch im Bundestag zum Thema „Austausch über die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima sowie die aktuelle Situation in Saporischschja“ vom 15. März 2023

Statement von Dr. Angelika Claußen "Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie – zivil wie militärisch"

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