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IPPNW-Presseinformation vom 26.4.2012

IPPNW verlangt Informationen über frühe Gesundheitsfolgen

Atomkatastrophe von Fukushima - Tschernobyl-Jahrestag

Geburtshaus Gomel, Weißrussland, Foto: Hermine Oberrück
26.04.2012

Anlässlich des heutigen Jahrestages von Tschernobyl und der Atomkatastrophe in Fukushima vor gut einem Jahr fordert die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW mehr offizielle Informationen über gesundheitliche Folgen in Japan. Die Organisation fordert die deutsche Bundesregierung auf, die japanische Regierung um die Übermittlung entsprechender Erkenntnisse zu ersuchen.

"Aufgrund der Erfahrungen von Tschernobyl ist zwar erst ab 2014/2015 eine Zunahme von Schilddrüsenkrebs und Leukämie bei Kindern zu befürchten, doch schon jetzt müssten der japanischen Regierung Erkenntnisse vorliegen, ob bestimmte Erkrankungen, Fehlbildungen und Todesfälle bei Neugeborenen gravierend zugenommen haben", betont der frühere Chefarzt der Herforder Kinderklinik, Winfrid Eisenberg.

Das langjährige Vorstandsmitglied der Ärzteorganisation IPPNW hält die Herausgabe der folgenden Gesundheitsdaten für die Zeit vor und nach Beginn der Katastrophe für notwendig, um erste Folgen durch Fukushima abschätzen zu können:

1. Neugeborene mit Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) ab 2011
2. Neugeborene mit Chromosomenaberrationen (z.B. Down-Syndrom) ab Dezember 2011
3. Angeborene Fehlbildungen ab Mitte 2011
4. Perinatale Todesfälle ab Ende 2011
5. Verschiebung der Relation der Jungen- und Mädchengeburten („verlorene Mädchen“) ab Dezember 2011

Kontakt: Dr. Winfrid Eisenberg, Tel. 05221-52 99 27; Dr. Angelika Claußen, Tel. 0521-0521-17 30 51, Henrik Paulitz, Tel. 0171-53 888 22. Angelika Wilmen (Presse), Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Email: ippnw[at]ippnw.de

Foto: Geburtshaus Gomel, Weißrussland, Foto: Hermine Oberrück

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