IPPNW-Pressemitteilung vom 5. Dezember 2023

Schutz und Asyl für Kriegsdienstverweiger*innen aus Russland, Belarus und der Ukraine

Aktionswoche vom 5.-10. Dezember 2023

Ab morgen führen über 40 Friedensgruppen aus ganz Europa bis zum „Internationalen Tag der Menschenrechte“ am 10. Dezember 2023 Veranstaltungen und Aktionen durch: Sie fordern Aufnahme und Schutz für alle, die sich dem Krieg in der Ukraine entziehen.

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 haben mehr als 250.000 Militärdienstpflichtige Russland verlassen – sie wollen nicht im Krieg gegen die Ukraine kämpfen. Aus der Ukraine sind seit Kriegsbeginn mindestens 300.000 Militärdienstpflichtige vor der Einberufung geflohen – teilweise nach Deutschland, wo ihnen aktuell nur bis März 2025 Schutz gewährt wird. Auch in Belarus gibt es tausende Militärdienstentzieher.

Um ein Ende der Verfolgung von Kriegsdienstverweiger*innen und Deserteur*innen in ihren Herkunftsstaaten zu fordern und den Druck auf die Bundesregierung und die EU zu erhöhen, Militärdienstpflichtige aufzunehmen, wird es in der Woche vor dem „Internationalen Tag der Menschenrechte“ – vom 5. bis zum 10. Dezember 2023 – in mehr als 20 europäischen Städten zahlreiche Veranstaltungen und Protestaktionen geben, unter anderem in Frankfurt am Main, Bremen, Tampere, Düsseldorf, Bonn, London, Köln, Berlin, Athen und Hamburg.

Alle Termine finden Sie hier.


Kontakt:

Rudi Friedrich: office[at]connection-ev.org, +49 69 8237 5534
Michael Schulze von Glaßer: svg[at]dfg-vk.de, +49 176 2357 5236
Frederic Jage-Bowler: jagebowler[at]ippnw.de, 030 698 074 15


Weitere Informationen:


Grußwort von Yurii Sheliazhenko, Geschäftsführer der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung

Grußwort von Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Friedensbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Petition an den Bundestag „Unterstützung von Pazifist*innen und Kriegsdienstverweigerer*innen aus Russland, Belarus und in der Ukraine“

zurück

Online-Veranstaltungsreihe zu Friedensthemen 2024

ippnw blog

UN-Zukunftsgipfel 2024: Die Rolle der Zivilgesellschaft für Frieden, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit

Die Zivilgesellschaft hat die Macht, die Welt zu gestalten. Das betrifft vor allem die bedrohliche nukleare Wiederaufrüstung. Gedanken zum UN-Zukunftsgipfel 2024. Im September 2024 findet am Sitz der Vereinten Nationen in New York der “Zukunftsgipfel 2024” statt. Mit der Vorbereitung

Mehr...

Navigation