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IPPNW-Pressemitteilung vom 25.09.2020

Klimaschutz ist präventive Sicherheitspolitik

Globaler Klimastreik

25.09.2020 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung anlässlich des heutigen Globalen Klimastreiks auf, den Militärhaushalt zugunsten der Bekämpfung der Klimakatastrophe und der Förderung der Klimaresilienz deutlich zu reduzieren. Die Haushaltsausgaben für das Militär übersteigen die Ausgaben für das Umweltministerium enorm. In Deutschland stellt der Haushalt 12,4% der Ressourcen (45 Mrd. Euro) im Jahr 2020 für das Verteidigungsministerium bereit. Dem Umweltministerium stehen hingegen nur 0,8% (3 Mrd. Euro) zur Verfügung.

Die Klimakatastrophe wird die Anpassungsfähigkeit vieler Staaten überfordern und führt bereits jetzt zu Verteilungskonflikten um Wasser und Land. Dadurch zunehmende Migration verschärft die Auseinandersetzungen zwischen Verursachern und Betroffenen der Klimakatastrophe. Und Krieg führt wiederum zu steigenden CO²-Emissionen, Zerstörung der Natur sowie zu einer Erhöhung des Verbrauchs limitierter Ressourcen, z.B. durch den notwendigen Wiederaufbau.

2019 betrugen die weltweiten Militärausgaben 1,92 Billionen Euro. Die Weltgemeinschaft müsste weniger als die Hälfte der derzeitigen Militärausgaben, ungefähr 0,84 Billionen Euro, aufwenden, damit die Klimakrise effektiv gestoppt werden könnte. Zusätzlich wären nur 300 Mrd. Euro notwendig um die Globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

„Die gegenwärtige Verteilung der Ressourcen in der Welt zugunsten des Militärs führt einerseits zu einer Verstärkung der Klimakatastrophe und verhindert andererseits ihre effektive Bekämpfung“, erklärt der IPPNW-Vorsitzende Alex Rosen. „Die Beschaffungskosten für den Kauf von atomwaffenfähigen Kampfjets in Höhe zwischen 7,7 und 8,8 Milliarden Euro zum Beispiel wären deutlich besser investiert in friedenssichernde Maßnahmen sowie den Schutz des Klimas und der Gesundheit der Bevölkerung", so Rosen abschließend.

Kontakt:
IPPNW: Angelika Wilmen, wilmen@ippnw.de, Mobil 0162 2057943

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