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IPPNW-Presseinformation vom 8.5.2012

Westerwelle soll sich für Ende der Haftbedingungen einsetzen

Hungerstreik von palästinensischen Gefangenen

Bilal Diab und Thaér Halahleh, Foto: PHR
08.05.2012

Die deutsche Sektion der IPPNW hat sich heute in einem Brief an Guido Westerwelle äußerst besorgt über die Lage der etwa 2.000 hungerstreikenden palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen geäußert. Der deutsche Außenminister solle sich für ein Ende der unzumutbaren Haftbedingungen einsetzen und auf ein Ende der inhumanen Praxis der Verwaltungshaft drängen, fordert der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim.

Sechs palästinensische Gefangene befinden sich nach Angaben der Physicians for Human Rights Israel (PHR)  inzwischen in derart schlechter gesundheitlicher Verfassung, dass sie in das Gefängniskrankenhaus von Ramleh verlegt werden mussten. Keiner der sechs hungerstreikenden Häftlinge habe bislang Zugang zu unabhängigen Ärzten erhalten.

Die zwei Gefangenen Tha'er Halahleh und Bilal Diab verweigern bereits seit dem 29. Februar 2012 aus Protest gegen ihre Verwaltungshaft die Nahrungsaufnahme. Ihre Gesundheit ist laut Physicians for Human Rights Israel inzwischen schwer angegriffen. Sie litten unter anderem an starkem Gewichtsverlust, Nervenschwäche, Dehydration und niedrigem Blutdruck. Abgesehen von einer Ausnahme, als am 9. April 2012 ein Mediziner von PHR die zwei Gefangenen aufsuchen konnte, blieben Tha'er Halahleh und Bilal Diab ohne Betreuung durch einen unabhängigen Arzt. Die Physicians for Human Rights Israel haben eindringlich an die israelischen Behörden appelliert, beide Gefangene in ein ziviles Krankenhaus zu verlegen, damit sie dort fachärztlich behandelt werden können.

Der Oberste Gerichtshof Israel hat die Haftentlastung der hungerstreikenden Palästinenser gestern abgelehnt.

Den Brief der deutschen Sektion an Außenminister Guido Westerwelle finden Sie unter www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/brief_westerwelle_hungerstreik_palaestina_2012.pdf

Pressekontakt:
Angelika Wilmen, Tel. 030 – 698 074 15, Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges,  Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de

Foto: Bilal Diab und Thaér Halahleh, Foto: PHR

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