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Artikel zum Thema Soziale Verantwortung

IPPNW-Pressemitteilung vom 18.10.2016

Im Zweifel für den minderjährigen Flüchtling

IPPNW begrüßt Stellungnahme der Ethikkommission der Bundesärztekammer zur medizinischen Altersdiagnostik

Es ist ethisch sehr problematisch, junge Flüchtlinge ohne ärztliche Indikation Röntgenstrahlen und einer Untersuchung des Intimbereichs auszusetzen. Foto: © SpeedKingz/Shutterstock18.10.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die kürzlich veröffentlichte Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer „Medizinische Altersschätzung bei unbegleiteten jungen Flüchtlingen“. Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass Röntgen- und Genitaluntersuchungen zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen beim derzeitigen Stand der Wissenschaft die Frage der Volljährigkeit nicht klären können und darüber hinaus ethisch nicht zu rechtfertigen sind. Sie folgt damit weitgehend der Argumentation der IPPNW und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin DAKJ.

Medizin, Macht und Moral

5. Internationaler IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen“, 14. und 15. Oktober 2016

Verleihung des medzinischen Friedenspreises an Dr. Giorgos Vichas auf dem Kongress, Foto: IPPNW16.10.2016 

70 Jahre nach Beginn des Nürnberger Ärzteprozesses, aktuellen Diskussionen um die Sterbehilfe und die filmische Aufarbeitung der Euthanasie im Nationalsozialismus kam der 5. Internationale IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen – Was braucht der Mensch?“ genau zum richtigen Zeitpunkt. 400 TeilnehmerInnen und 40 ReferentInnen beschäftigten sich in Nürnberg mit der Rolle von ÄrztInnen und insbesondere Psychiatern im Nationalsozialismus, ethischen Fragen im Medizinalltag und der Rolle von Menschen im Gesundheitswesen als Friedensstifter.

Griechischer Arzt erhält Preis für medizinische Friedensarbeit

Kritiker der Sparpolitik im griechischen Gesundheitswesen geehrt

"Austerity Kills" - Foto: Metropolitan Community Clinic at Helliniko / www.facebook.com/GreekAusterityHealthCrisis14.10.2016 

Der griechische Arzt und Gründer der griechischen Solidaritätsklinik Metropolitan Community Clinic Helliniko in Athen, Dr. Giorgos Vichas, erhält einen internationalen Preis für medizinische Friedensarbeit. Der Preis wird am 14. Oktober 2016 im Rahmen des 5. Internationalen IPPNW-Kongresses „Medizin und Gewissen“ verliehen und ist mit 3.000 Euro dotiert. Stifter des International Medical Peace Awards sind die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) und das Europäische Netzwerk „Medical Peace Work“. Den zweiten nicht-dotierten Preis teilen sich Fikr Shalltoot, Krankenschwester und Programmdirektorin von Medical Aid for Palestinians in Gaza und die Ärzteorganisation Physicians for Human Rights Israel zu gleichen Teilen.

Laudatio von Dr. Nadja Rakowitz (Vdää)

Medical Peace Work Award für Dr. Giorgos Vichas

Gesundheitskollektive in Griechenland: Solidarisch gegen die "Krise"

Foto: Metropolitan Community Clinic at Helliniko / http://www.mkiellinikou.org14.10.2016 

Es ist mir persönlich ein Herzensanliegen und als Geschäftsführerin des Vereins demokratischer Ärztinnen und Ärzte Freude und Genugtuung, heute anlässlich der Verleihung des Medical Peace Work Awards die Laudatio für Dr. Giorgos Vichas halten zu dürfen. Friedenspreise werden verliehen, weil Krieg herrscht. Wahrscheinlich denken wir alle hier im Raum bei dem Wort Krieg an die schrecklichen Bilder aus Syrien. Bilder, die so übermächtig sind, dass sie andere Probleme in den Hintergrund treten lassen. Wir wollen heute abend aber nicht über den Krieg Syrien sprechen, sondern über strukturelle Gewalt in Europa. Giorgos Vichas arbeitet nämlich nicht in Homs, in Damaskus oder Aleppo. Er arbeitet in Athen, im Herzen Europas.

Einladung zu einer Pressekonferenz am 14.10.

Was braucht der Mensch? Medizingeschichte – Medizin & Frieden – Medizinethik

5. Internationaler IPPNW-Kongress „Medizin und Gewissen“, 14. und 15. Oktober 2016

Am 14. und 15. Oktober 2016 findet in Nürnberg der 5. Internationale IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen" statt.06.10.2016 

Vor 70 Jahren begann der Nürnberger Ärzteprozess. Die Auseinandersetzung mit der Medizin im Nationalsozialismus und ihren Auswirkungen prägte von Anfang an das Selbstverständnis der Kongressreihe "Medizin und Gewissen". Am 14. und 15. Oktober 2016 findet in Nürnberg der 5. Internationale IPPNW-Kongress "Medizin und Gewissen" statt. 40 ReferentInnen und über 350 TeilnehmerInnen berichten und diskutieren. Wir laden Sie herzlich zu einer Pressekonferenz ein am Freitag, 14. Oktober 2016 um 11 Uhr, auf der wir Sie über den Kongress informieren möchten. Zudem besteht die Möglichkeit den Schirmherr des Kongresses, Prof. Dr. Klaus Dörner, zu interviewen.

Aktion
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Basisinfos
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Medibüros
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News und Kommentar
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Ansprechpartnerin


Maren Janotta
Tel. 030/698074 - 17
Email: janotta[at]ippnw.de

Global Health Summer

Materialien

IPPNW-Forum 150 "Sicheres Herkunftsland? Abschiebung in Kriegs- und Krisengebiete"  Lesen | Im Shop bestellen

Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen
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Lesetipp | Deutsches Ärzteblatt: Asylbewerber: Ein ethisches Dilemma

Kongress-Dokumentation

Medizin & Gewissen: "Was braucht der Mensch?" 14.-15. Oktober 2016, Nürnberg

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