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Artikel zum Thema Soziale Verantwortung

IPPNW-Pressemitteilung vom 14.12.2016

Abschiebungen nach Afghanistan unvereinbar mit Menschenrechten

Sammelabschiebung von 50 afghanischen Geflüchteten

IPPNW-Protest gegen den Afghanistaneinsatz, Foto: IPPNW14.12.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die für heute geplante erste Sammelabschiebung von 50 afghanischen Flüchtlingen als unvereinbar mit der Achtung der Menschenrechte. Laut Medienberichten sollen auch kranke Geflüchtete abgeschoben werden. Auf der Liste steht u.a. auch ein afghanischer Hindu aus Hamburg. Die Hindus sind eine in Afghanistan verfolgte Minderheit. Anfang Oktober 2016 hatten die EU und Deutschland im Zusammenhang mit einer Geberkonferenz mit Afghanistan eine Rücknahmevereinbarung geschlossen. Die Unterzeichnung des Abkommens durch die afghanische Regierung war Voraussetzung für neue Hilfszusagen. Dieses Abkommen widerspricht allen humanistischen und demokratischen europäischen Werten.

Pressemitteilung vom 09.12.2016

Europäische Gesundheitsorganisationen veröffentlichen Bildungsmaterialien zum Thema Gewalt und Gesundheit

Medical Peace Work

Online Case "Refugee health", www.medicalpeacework.org09.12.2016 

London - Europäische Gesundheitsorganisationen veröffentlichen heute sechs Online-Fallstudien, um Pflegekräfte, ÄrztInnen und Studierende über die gesundheitlichen Dimensionen von Krieg, Gewalt und bewaffneten Konflikten aufzuklären. Sie werden bei der Medact-Konferenz “Healthy Planet – Better World“ am 10. Dezember 2016 in London präsentiert. Die Online-Fallstudien sind Teil einer pädagogischen Reihe, die GesundheitsarbeiterInnen dabei unterstützen soll, sich für die Prävention von Gewalt einzusetzen - von der Mikro-Ebene (z.B. Häusliche Gewalt, Diskriminierung von Flüchtlingen und Folter) bis hin zur Makro-Ebene (z.B. Atomwaffen, Klimawandel, Kriege).

Der Debatte über CETA im EU Parlament breiten Raum geben

Gemeinsamer Brief von Ärztinnen und Ärzten an den Präsidenten des Europaparlamentes

IPPNW-Mitglieder fordern Aus für CETA und TTIP, Foto VdPP23.11.2016 

CETA soll im EU Parlament nun im Schnellverfahren durch gepeitscht und wichtige Fachausschüsse im Parlament  nicht mehr angehört werden. Ein fraktionsübergreifender Antrag, CETA vom EUGH auf Übereinstimmung mit EU Recht überprüfen zu lassen, wurde gerade mit Mehrheit abgelehnt. Die SPD ist dabei, Ihr Versprechen, dafür zu sorgen, dass CETA im EU Parlament umfassend beraten werden soll, zu brechen. Die IPPNW Regionalgruppe Berlin, die sich wiederholt mit Freihandelsverträgen und Gesundheit befasst hat, nimmt dies zum Anlass für einen offenen Brief an Martin Schulz, an den SPD Parteivorstand - und leicht  variiert  - an die CDU und SPD - Mitglieder der Ausschüsse für Gesundheit und für Handel des EU Parlamentes.

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.11.2016

Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland

Offener Brief an Merkel, de Maizière, Steinmeier und von der Leyen

Flüchtlingskinder in Kabul erhalten Winterkleidung von ISAF-Mitarbeitern, Foto: NATO, U.S. Air Force Capt. John Callahan (bearbeitet)17.11.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Minister Thomas de Maizière, Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen in einem Offenen Brief auf, ihre Afghanistan-Flüchtlingspolitik im Sinne der Menschenrechte zu korrigieren. Wie als sicher eingestufte Regionen über Nacht zu hoch gefährlichen werden können, hätten die jüngsten todbringenden Taliban-Attacken in Masar-i-Scharif und anderen nordafghanischen Städten gezeigt. Laut Amnesty International hat sich die Zahl der Flüchtlinge innerhalb Afghanistans in den letzten drei Jahren auf über 1,2 Millionen verdoppelt. UNHCR geht davon aus, dass eine interne Schutzalternative in den vom aktiven Konflikt betroffenen Gebieten unabhängig davon, von wem die Verfolgung ausgeht, nicht gegeben ist.

IPPNW-Pressemitteilung vom 20.10.2016

Geflüchtete kranke Menschen vor Abschiebung schützen

Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen

IPPNW-Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen, Grafik: IPPNW20.10.2016 

Anlässlich der kontinuierlichen Verschärfungen des Asyl- und Aufenthaltsrechts hat die Ärzteorganisation IPPNW eine Handreichung veröffentlicht, die Hilfe bietet, um bedürftige Geflüchtete zu schützen. Abschiebungen in Deutschland sind wieder trauriger Alltag für viele Geflüchtete aus so genannten sicheren Herkunftsländern. Aufgrund der verschärften Gesetzgebung im Asylpaket I und II werden heilberuflich Tätige zunehmend mit Abschiebungen kranker Flüchtlinge konfrontiert. Viele Ärztinnen und Ärzte, Schwestern, Pfleger und TherapeutInnen geraten in einen schwierigen Konflikt, wenn sie sich zwischen Patientenwohl und vermeintlicher Staatsräson entscheiden sollen. Es besteht große Unsicherheit und Hilflosigkeit, sich in einer solchen Situation adäquat zu verhalten.

Aktion
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Medibüros
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News und Kommentar
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Ansprechpartnerin


Maren Janotta
Tel. 030/698074 - 17
Email: janotta[at]ippnw.de

Global Health Summer

Materialien

IPPNW-Forum 150 "Sicheres Herkunftsland? Abschiebung in Kriegs- und Krisengebiete"  Lesen | Im Shop bestellen

Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen
Download (PDF)

Lesetipp | Deutsches Ärzteblatt: Asylbewerber: Ein ethisches Dilemma

Kongress-Dokumentation

Medizin & Gewissen: "Was braucht der Mensch?" 14.-15. Oktober 2016, Nürnberg

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