Artikel zum Thema Soziale Verantwortung

Pressemitteilung vom 8. Oktober 2020

Die gesundheitlichen Folgen von Abschiebung

Ärzt*innenorganisation IPPNW veröffentlicht Report

08.10.2020 Einen stärkeren Schutz besonders schutzbedürftiger Geflüchteter wie Kinder und Schwangere forderte die Ärzt*innenorganisation IPPNW heute anlässlich der Veröffentlichung eines IPPNW-Reports zu den gesundheitlichen und humanitären Folgen von Abschiebung. Schwere psychische Erkrankungen wie Posttraumatische Belastungsstörungen und Traumafolgestörungen müssten in jedem Verfahren berücksichtigt werden und jederzeit ins Verfahren eingebracht werden können. Bei Verdacht auf eine psychische Erkrankung müssten die beteiligten Behörden Atteste von behandelnden Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen zur Grundlage von Entscheidungen machen. Abschiebungen von Kindern und Jugendlichen müssten ganz abgeschafft werden, da sie Kindeswohl, Entwicklung und Gesundheit massiv gefährdeten.

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Ein Empfehlungskatalog der Deutschen Plattform für globale Gesundheit

Über Corona hinausdenken

01.10.2020 Am 30. Januar 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Gesundheitsnotstand. Die vielfältigen Folgen der Pandemie-Krise sind weltweit deutlich spürbar. So wichtig eine wirksame Prävention und Therapie von COVID-19 auch sind, rein medizinische und technologische Ansätze greifen zu kurz. Denn der Corona-Ausbruch ist zwar eine neue Herausforderung, zugleich aber auch Ausdruck einer lang bestehenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise. Der Empfehlungskatalog der Deutschen Plattform für globale Gesundheit zeigt verschiedene Dimensionen der Corona-Krise auf und benennt Forderungen, die aus Sicht der Plattform bei ihrer Überwindung unbedingt beachtet werden sollten, will man im Sinne einer Achtung der umfassenden Menschenrechte sowie der Verwirklichung einer bestmöglichen globalen Gesundheit handeln.

IPPNW-Pressemitteilung vom 25.09.2020

Klimaschutz ist präventive Sicherheitspolitik

Globaler Klimastreik

25.09.2020 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung anlässlich des heutigen Globalen Klimastreiks auf, den Militärhaushalt zugunsten der Bekämpfung der Klimakatastrophe und der Förderung der Klimaresilienz deutlich zu reduzieren. Die Haushaltsausgaben für das Militär übersteigen die Ausgaben für das Umweltministerium enorm. In Deutschland stellt der Haushalt 12,4% der Ressourcen (45 Mrd. Euro) im Jahr 2020 für das Verteidigungsministerium bereit. Dem Umweltministerium stehen hingegen nur 0,8% (3 Mrd. Euro) zur Verfügung.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 10. September 2020

Menschen aus Moria endlich Schutz und Ruhe gewähren

Brand im Geflüchtetenlager

09.09.2020 Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung und die Innenminister der Länder auf, endlich die zugesagten Menschen aus dem Geflüchtetenlager Moria aufzunehmen. Seit Monaten unterstützen deutsche Nicht-Regierungsorganisationen und Kommunen die Forderung, Geflüchtete aus den Lagern in Deutschland und anderen EU-Ländern aufzunehmen. Viele Kommunen und Bundesländer haben immer wieder betont, dass sie dazu bereit sind. Die Bundesregierung muss sich innerhalb der Europäischen Union dafür einsetzen, für alle Geflüchteten eine menschenwürdige Unterbringung zu schaffen, die es den Bewohner*innen des nun abgebrannten Lagers ermöglicht, Schutz vor faschistischen Angriffen und Ruhe zu finden.

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Unteilbar-Demonstration

Für ein Menschenrecht auf Gesundheit

16.06.2020 Unter dem Slogan "Menschenrechte sind unteilbar" war auch die ärztliche Friedensorganisation IPPNW an der bundesweiten Unteilbar-Demonstration am 14. Juni 2020 beteiligt. Zusammen mit dem Bündnis zur Vorbereitung eines Menschenrechtstribunals (Migrant PPT) gestaltete die IPPNW den Demonstrations-Abschnitt zum Thema Menschenrecht auf Gesundheit. Mehr als 20.000 Menschen nahmen in Berlin an dem ca. 9 Kilometer langem Band der Solidarität teil.

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News und Kommentar
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THEMEN

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Ansprechpartnerinnen

 

Anne Jurema
Referentin "Soziale Verantwortung"
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de



Laura Wunder
Projektmitarbeiterin Soziale Verantwortung, Frieden und Klima
Tel. 030 / 698074 - 19
Email: wunder[at]ippnw.de

Menschenrechtstribunal

Materialien

IPPNW-Report: Gesundheitliche Folgen von Abschiebungen
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IPPNW-Forum 164: Mitwirkung bei Abschiebungen: Ärzt*innen zwischen Gesetzen und Ethik
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Empfehlungen für heilberuflich Tätige in Abschiebesituationen
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Lesetipp | Deutsches Ärzteblatt: Asylbewerber: Ein ethisches Dilemma

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