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Demonstration: 13. Dezember 2014, 13 Uhr, Berlin

Friedensbewegung protestiert erstmalig vor dem Bundespräsidialamt

"Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation"

Friedenswinter, Foto: Arbeiterfotografie

Die Friedensbewegung demonstriert im Rahmen des "Friedenswinters 2014/2015" am 13. Dezember 2014 erstmalig vor dem Bundespräsidialamt in Berlin. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Hauptbahnhof, die Abschlusskundgebung wird um ca. 14.30 Uhr vor dem Schloss Bellevue stattfinden. Redner sind der Theologe Eugen Drewermann und der Pfarrer Siegfried Menthel, der im Sommer gemeinsam mit weiteren ostdeutschen Pfarrern den Bundespräsidenten in einem Offenen Brief für seine Haltung zum Militär kritisiert hatte. Ebenfalls auftreten werden der Kabarettist Reiner Kröhnert und die Musiker Kilez More und Morgaine.

Wir sind besorgt und empört über die wiederholten und sich verstärkenden Äußerungen des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, deutsche Verantwortung heiße mehr Truppen, Ausbau der Rüstungsproduktion, weltweiter Waffenexport und Politik der Konfrontation gegen Russland.

Die Friedensbewegung versteht unter "verantwortungsvollem Handeln" Lehren aus den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts zu ziehen, an die vielen Millionen Toten und das fast völlig zerstörte Europa zu erinnern und alles dafür zu tun, dass von deutschem Boden  kein Krieg mehr ausgeht. In der Ablehnung von Kriegen wissen wir uns mit zwei Dritteln der deutschen  Bevölkerung einig. Wir fordern das Ende aller Interventionskriege, die Auflösung der NATO, Abrüstung und friedliche Konfliktlösungen.

Redner:                             
Siegfried Menthel, Pfarrer                      
Eugen Drewermann, Theologe                  
Reiner Kröhnert, Kabarettist

Musik:
Morgaine
Kilez More

Stimmen von Unterstützerinnen und Unterstützern der Demonstration:

Susanne Grabenhorst, Vorsitzende der deutschen IPPNW-Sektion:
100 Jahre nach dem Beginn eines schrecklichen Weltkrieges erleben wir besorgniserregende außenpolitische Entwicklungen, die einen Krieg in Europa mit Beteiligung von Atommächten wieder denkbar machen. Die Angst vor einem Krieg und der Wunsch nach zivilen Lösungen bewegt Menschen quer durch alle Schichten und Strömungen, wie Umfragen in der Bevölkerung zeigen oder zuletzt der Aufruf "Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!" von führenden Persönlichkeiten, die bei weitem nicht alle PazifistInnen oder AntimilitaristInnen sind. Wir alle wissen, dass ein friedliches Zusammenleben mit allen Menschen auf dieser Welt und eine gerechte Verteilung von Gütern zwischen Armen und Reichen nicht leicht zu haben sind. Doch sie sind notwendige Voraussetzungen, wenn wir die Zukunft der Menschheit und des Planeten Erde sichern wollen. Ich erwarte vom "Friedenswinter", dass unser vielfältiges Engagement für Frieden sichtbar wird.

Wiltrud Rösch-Metzler, pax christi Bundesvorsitzende:
Den Forderungen des Friedenswinters wie „Kooperation statt Konfrontation! Wir treten ein für eine Politik der Gemeinsamen Sicherheit, die auch Russland mit einbeziehen muss“ oder „ Keine militärischen Interventionen! Stattdessen humanitäre Hilfe und offene Grenzen für die Flüchtlinge“ müssen wir mehr Nachdruck verleihen. Dafür gehen wir auf die Straße. Am Samstag, 13. Dezember werde ich demonstrieren! Geht mit!

Pressekontakt: Jens-Peter Steffen (IPPNW), 030 - 698 074 13 / 0160 - 941 629 73

Foto: Friedenswinter, Foto: Arbeiterfotografie

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