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IPPNW-Pressemitteilung vom 21.1.2010

Profit hat Vorrang vor Patienten

Geplante Ablösung von Dr. Peter Sawicki

21.01.2010

Die laut Medienberichten geplante Ablösung von Peter Sawicki wäre nach Ansicht der Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) fatal für eine an wissenschaftlichen Kriterien und am Patientenwohl ausgerichtete Arzneimittelbewertung. „Schwarz-Gelb betreibt erneut Klientelpolitik auf Kosten des Allgemeinwohls. Die Interessen von Patienten, Ärzten und Solidargemeinschaft werden auf dem Altar der Pharmaindustrie geopfert“, so Dr. med. Dieter Lehmkuhl, Vorstandsmitglied der IPPNW.

Die IPPNW befürchtet, dass der Einfluss der Pharmaindustrie mit dieser Entscheidung weiter wachsen wird und Prüfstandards aufgeweicht werden. Sie sieht die Unabhängigkeit der Medizin und die Integrität des ärztlichen Berufsstandes bedroht. Mit der geplanten industriefreundlicheren Ausrichtung des Institutes wird das hohe Ansehen und die Unabhängigkeit des Institutes gefährdet. Die gravierenden Defizite in der Finanzierung der Gesundheitsversorgung werde die Regierung damit nicht in den Griff bekommen, im Gegenteil. Der Anstieg der Ausgaben für wenig oder zweifelhaft wirksame Arzneimittel ohne Zusatznutzen sei die Folge. „Eine Aufweichung der Prüfstandards setzt zudem falsche Anreize für die Arzneimittelforschung, in dem sie die Entwicklung von Scheininnovationen zu Lasten echter Innovationen begünstigt“, so Lehmkuhl.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen hat sich unter Sawicki seit seiner Gründung im Jahre 2004 einen hervorragenden Ruf erarbeitet und ist mit dem renommierten britischen Vorbild „National Institut of Health and Clinical Excellence“ (NICE) vergleichbar. Es ist eine der wenigen wirklich unabhängigen Institutionen der Bewertung von Arzneimitteln. Die IPPNW fordert die schwarz-gelbe Bundesregierung auf, die Unabhängigkeit des Institutes nicht aufs Spiel zu setzen. Die Bewertung von Arzneimitteln muss auch weiterhin nach streng wissenschaftlichen Kriterien erfolgen und darf nicht Wirtschaftsinteressen untergeordnet werden. Dafür ist Peter Sawicki ein Garant.

Pressekontakt:
Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Tel. 030 – 69 80 74 15, Email: wilmen[at]ippnw.de

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Dr. Jens-Peter
Steffen
Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising
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