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Bündnis-Presseinformation vom 15.3.2010

Bündnis fordert industrie-unabhängige Gesundheitsinformation

Pharmaindustrie ist keine vertrauenswürdige Quelle für Patienteninformation

15.03.2010

Ein breites Bündnis von gesundheitspolitischen Organisationen kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur Patienteninformation. Ein EU-Gesetzesvorstoß soll es der Pharmaindustrie ermöglichen, Verbraucher direkt über Gesundheit, Krankheit und Arzneimittel zu informieren. Die Gesetzesinitiative wurde bereits im Dezember 2008 vorgelegt, Mitte März werden die Beratungen im Europäischen Parlament fortgesetzt.

"Die gegenwärtigen Vorschläge der Kommission erfüllen nicht die Bedürfnisse der Patienten nach relevanter, unabhängiger und vergleichender Gesundheitsinformationen, speziell ausgerichtet für Nutzer", heißt es in der gemeinsamen Erklärung vom 15. März 2010. Die Pharmaindustrie könne nicht als vertrauenswürdige Quelle für unverfälschte Informationen betrachtet werden, da sie einem offensichtlichen und unvermeidbaren Interessenskonflikt unterliege.

Die Organisationen fordern den Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz John Dalli auf, dafür zu sorgen, dass die offiziell geprüfte Packungsbeilage nützlicher und für Patienten verständlicher wird. Pharmaunternehmen müssten ihren Pflichten in Bezug auf die Medikamentenverpackung und Packungsbeilage nachkommen. Zudem sollten die nationalen Arzneimittel-Zulassungsstellen initiativ werden und selbst transparente Informationen anbieten. Auch sollte der Kommissar dafür sorgen, dass existierende Quellen zu vergleichenden, unverfälschten Informationen über Behandlungsmöglichkeiten entwickelt bzw. gestärkt werden. Rollenkonfusion zwischen Pharmaunternehmen und anderen Akteuren im Gesundheitswesen müsste beendet werden.

Dem Bündnis gehören neben der IPPNW – Ärzte in sozialer Verantwortung Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (Akdae) sowie der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte an (VDÄÄ).

Die Erklärung in englischer Sprache finden Sie unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Soziale_Verantwortung/PressReleaseInfo_20100315.pdf

Eine deutsche Übersetzung finden Sie unter http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Soziale_Verantwortung/PM_PatInformation_150310.pdf

Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Tel. 030 – 69 80 74 15, Email: wilmen[at]ippnw.de

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Dr. Jens-Peter
Steffen
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