Heise, 02. Mai 2022

Im Sturm den Friedenskurs halten

Hamburger Erklärung zur Gefahr eines Atomkrieges, Friedensdebatten in Kriegszeiten und Solidarität mit Opfern von Kriegen

02.05.2022 Die deutsche Sektion der "Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges" (IPPNW) haben die Bundesregierung am Wochenende bei ihrem Jahreskongress in Hamburg dazu aufgefordert, die Anstrengungen für eine Waffenruhe in der Ukraine ins Zentrum des politischen Handelns zu stellen. Anstatt Waffen zu liefern und aufzurüsten, müssten diplomatische Wege für einen Waffenstillstand, Friedensverhandlungen und perspektivisch eine neue pan-europäische Sicherheitsarchitektur geschaffen werden.

Neues Deutschland, 02. Mai 2022

Die Gefahr eines Atomkrieges wächst

Gastkommentar von Ralph Urban, Vorstandsmitglied der IPPNW

02.05.2022 Die Bundesregierung und besonders der Bundeskanzler Olaf Scholz stehen unter massivem Druck, schwere Waffen in die Ukraine zu liefern. Der Angriffskrieg Russlands und die schrecklichen Bilder unsäglichen Leids von Zehntausenden Menschen in der Ukraine lösen heftig Empörung aus. Immer lauter wird der Ruf nach Gegenwehr, nach Waffen und nach schweren Waffen. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen, die mit diesen Waffenlieferungen verbunden sind, werden ausgeblendet.

Frankfurter Rundschau, 29. April 2022

Ukraine-Krieg: Dient nukleare Abschreckung der Sicherheit?

Gastkommentar von Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

29.04.2022 Bis 1994 waren sowjetische Atomwaffen in der Ukraine stationiert – heute wird argumentiert, Russland hätte die Ukraine nicht angegriffen, wären diese noch immer im Land. Schaut man sich die Fakten an, wird schnell klar: Diese Argumentation kann schon alleine deshalb nicht stimmen, weil die Ukraine zu keinem Zeitpunkt Zugang zu den sowjetischen Atomwaffen hatte. Sie waren lediglich auf ukrainischem Territorium stationiert. Trotzdem stellt sich die Frage: Welche Rolle spielt die nukleare Abschreckung?

MDR, 29. April 2022

Ärzte kritisieren Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine

Interview mit Dr. med. Angelika Claußen, IPPNW-Vorsitzende

29.04.2022 Die Ärzt*innen-Organisation IPPNW spricht sich deutlich gegen die Lieferung von schwerer Waffen aus, da diese die Eskalationsspirale im Ukrainekrieg weiter befeuern. Stattdessen sollte sich die Bundesregierung dafür einsetzen, dass die USA und Russland einen Verzicht auf den Ersteinsatz von Atomwaffen erklären, sagt Angelika Claußen. Zudem macht sie deutlich, dass man auf einen Atomkrieg nicht vorbereitet sein kann. Dieser lässt sich nur verhüten.

Süddeutsche, 29. April 2022

Friedensorganisation: Waffen lösen Ukraine-Konflikt nicht

Direkt aus dem dpa-Newskanal

29.04.2022 Die Organisation Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) hat vor einer Eskalation des Ukraine-Krieges gewarnt. "Die Drohung von Russlands Präsident (Wladimir) Putin mit Atomwaffen führt die Menschheit an den Rand eines Atomkrieges - die Gefahr ist so hoch wie während der Kubakrise (1962)", teilte die Vereinigung vor ihrem Jahreskongress an diesem Wochenende in Hamburg mit.

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Video

"Hamburger Deklaration": Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs warnen vor Eskalation in der Ukraine
euronews.deutsch, 23.01.2023  euronews.englisch, 23.01.2023

 


Waldbrände bei Tschernobyl
Interview mit Dr. Alex Rosen (IPPNW)
RTL, 22.04.2020

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