Mittelbayerische, 28. Dezember 2020

Zeit für den kompletten Atomausstieg

Gastbeitrag von Dr. med. Alex Rosen, IPPNW-Vorsitzender

28.12.2020 Die derzeitige Zwischenlagerung von Atommüll ist eine anhaltende Gefahr für Umwelt und öffentliche Gesundheit.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Ende September ihren Zwischenbericht für die Atommülllagerung veröffentlicht: Mehr als die Hälfte Deutschlands wurden für prinzipiell geeignet erklärt, hoch radioaktiven Abfall dauerhaft zu lagern. Es folgte ein unerwartetes, spätes Eingeständnis: Gorleben wurde als Endlager für geologisch ungeeignet eingestuft. Bis 2031 soll der endgültige Standort festgelegt werden. 

Junge Welt, 11. Dezember 2020

»Keine Schutzvorrichtung, sondern Kriegstechnologie«

Interview mit Susanne Grabenhorst

11.12.2020 Vor Abstimmung im Haushaltsausschuss: Ärzteorganisation warnt vor bewaffneten Drohnen. Ein Gespräch mit Susanne Grabenhorst.

Im Haushaltsausschuss des Bundestags wird kommenden Mittwoch über die Vorlage des Verteidigungsministeriums zur Bewaffnung von Bundeswehr-Drohnen entschieden. Die IPPNW appelliert an die Abgeordneten, einer solchen Bewaffnung nicht zuzustimmen. Haben Sie noch Hoffnung?

Mittelbayerische, 12. November 2020

Atomwaffen endlich ächten

Gastbeitrag von Lars Pohlmeier

12.11.2020 Der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen tritt im Januar 2021 in Kraft – und schließt eine völkerrechtliche Lücke.

Honduras hat den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen ratifiziert und damit die Zahl der Beitrittsstaaten auf 50 erhöht. Damit wird das Abkommen am 22. Januar 2021 in Kraft treten und eine völkerrechtliche Lücke schließen. Denn Atomwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen, die keinem völkerrechtlich anerkanntem Verbot unterlagen.

Mittelbayerische, 08. November 2020

Verklappung muss verhindert werden

Gastbeitrag von Dr. med. Alex Rosen, IPPNW-Vorsitzender

08.11.2020 Japans Regierung plant, verstrahltes Wasser aus den Fukushima-Reaktoren ins Meer zu leiten. Dort soll es sich verdünnen.

Seit den Kernschmelzen 2011 in Fukushima müssen die havarierten Reaktoren kontinuierlich von außen gekühlt werden. Das Kühlwasser wird dabei stark radioaktiv kontaminiert und teils in große Tanks auf dem Kraftwerksgelände gepumpt. Weil der Platz für zusätzliche Tanks angeblich nicht mehr ausreicht, plant die japanische Regierung, das verstrahlte Wasser in den Pazifik zu verklappen, wo es auf „natürliche Art und Weise“ verdünnt werden soll – ein Horrorszenario.

Medical Tribune, 29. Oktober 2020

Wie Mediziner dazu beitragen, dass schwer kranke Personen abgeschoben werden

29.10.2020 Manchmal hängt es von Ärzten ab, ob Patienten aus Deutschland ausgeflogen werden. Schon formale Fehler in Attesten können dazu führen, dass gesundheitliche Abschiebehindernisse ignoriert werden. Und diese geltend zu machen, ist für Betroffene ohnehin schwer.

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Waldbrände bei Tschernobyl
Interview mit Dr. Alex Rosen (IPPNW)
RTL, 22.04.2020

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