IPPNW-Presseeinladung vom 07. Oktober 2021

Krieg ist keine Lösung: Alle Auslandseinsätze beenden!

Fotoaktion am Brandenburger Tor am 13. Oktober 2021 um 11 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 13. Oktober 2021 findet der Abschlussappell der Bundeswehr zum Afghanistan-Einsatz statt. Die zurückgekehrten Soldat*innen sollen in Berlin mit einem Großen Zapfenstreich geehrt werden. Friedensaktivist*innen planen am selben Tag eine bildstarke Gegenaktion vor dem Bundestag in Berlin, um darauf aufmerksam zu machen, wie falsch der Militäreinsatz in Afghanistan von Anfang an war. Die NATO-Militärintervention hat völker- und menschenrechtliche Normen verletzt, mehreren hunderttausend afghanischen Zivilist*innen das Leben gekostet und hinterlässt eine humanitäre Katastrophe von gigantischem Ausmaß.

Ein großes Transparent mit der Aufschrift „Afghanistan zeigt: Krieg ist keine Lösung. Auslandseinsätze beenden!“ und andere inhaltliche Schilder präzisieren die Botschaft, während sieben Aktivist*innen in die Rollen der sieben Verteidigungsminister*innen, die den Einsatz mit zu verantworten haben, schlüpfen. Mit Masken der Politiker*innen und passender Kleidung werden sie die Eskalation des Einsatzes seit 2001 mit Schildern immer weiterer Militärfahrzeuge zeigen. Zudem wird es ein großes Emblem des ISAF-Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan geben, welches die Verteidigungsminister*innen u.a. mit in blut-ähnelnder Fingerfarbe getränkten Händen halten.

Wann: Mittwoch, 13. Oktober 2021, 11:00 Uhr


Wo: Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor


Schätzungen des „Costs of War“-Projekt an der Boston University gehen von mindestens 243.000 Todesopfern in Afghanistan und Pakistan aus – weit überwiegend unter der Zivilbevölkerung. Die Zahl der indirekten Opfer liegt nach ihrer Einschätzung um ein Vielfaches höher. Millionen von Menschen wurden zu Flüchtlingen. Im Land haben laut UNICEF 41 Prozent der Kinder unter fünf Jahren nicht genug zu essen, sauberes Trinkwasser steht im Schnitt weniger als 40 Prozent der Menschen zur Verfügung.

Die Fotoaktion unterstreicht: Auslandseinsätze bringen keine Sicherheit und keinen Frieden - im Gegenteil, sie bringen unendliches Leid für die Zivilbevölkerung. Deshalb fordern wir: "Auslandseinsätze beenden!"

Wir laden Sie ein die Aktion fotografisch zu begleiten und zur medialen Aufmerksamkeit beizutragen!


Die Aktion wird unter den zum Zeitpunkt der Aktion geltenden Hygienemaßnahmen durchgeführt und organisiert von der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, der IPPNW, dem Netzwerk Friedenskooperative und den Naturfreunden Berlin.


Kontakt:
Lara-Marie Krauße (IPPNW), Tel. 030 / 69 80 74 15, Email: krausse@ippnw.de

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Lara-Marie Krauße

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Regine Ratke
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