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IPPNW-Pressemitteilung vom 16. August 2019

IPPNW fordert ein Ende der Sperrungen in Jammu und Kaschmir

Notwendige Gesundheitsversorgung ist nicht gewährleistet

16.08.2019 Die deutsche Sektion der IPPNW unterstützt die Forderung ihrer Schwesterorganisation in Indien, Indian Doctors for Peace and Development (IDPD), die von der indischen Regierung aufgelegten Kommunikations- und Ausgangssperren in Jammu und Kaschmir vollständig aufzuheben. Die Bundesregierung solle sich dafür einsetzen, dass die Konfliktparteien, auf jegliche Militäraktionen verzichten und die Situation deeskalieren.

Das Risiko einer neuen militärischen Auseinandersetzung zwischen Indien und Pakistan wächst täglich, solange diese Sperrungen weiter bestehen. Ein bewaffneter Konflikt in der Region würde die Menschen dort ernsthaft gefährden und birgt das Risiko einer nuklearen Eskalation.

Dr. Shakeel Ur Rahman, Generalsekretär, und Dr. Arun Mitra, Vizepräsident der IDPD, erklärten: „Die Erfahrung ist, dass die Gesundheit in solchen Situationen das Hauptopfer ist. Die Eingrenzung von Mobilität und der Mangel an Medikamenten bedeutet, dass die Menschen dort ernsthaft Probleme bekommen, an die notwendige Gesundheitsversorgung zu gelangen. Deswegen ist es wichtig, dass die Sperrungen aufgehoben werden.“

Dr. Lars Pohlmeier, Vorstandsmitglied der deutschen IPPNW, warnt eindrücklich vor einer nuklearen Eskalation: „Nach Erkenntnissen von Klimatologen und der IPPNW hätte auch ein „begrenzter“ Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan verheerende globale Folgen. Aufgrund der Klimaveränderungen käme es zu ausbleibender Ernten und bis zu 2 Milliarden Menschen wären vom Hunger bedroht.“

Die deutsche IPPNW fordert von der Bundesregierung, mit gutem Beispiel voranzugehen und den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten. „Wie sollen wir von Indien und Pakistan fordern, auf Atomwaffen zu verzichten, wenn wir das selber nicht tun?“, so Dr. Pohlmeier.

Die IPPNW hat eine Studie zum Thema veröffentlicht, die diese Folgen näher erläutert "Nuclear Famine: Two Billion People at risk"

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