Als ich die Zusage für Kenia bekam, war das zunächst eine spontane Entscheidung – und ehrlich gesagt neben der Vorfreude auch mit Unsicherheit verbunden. Ich habe vor der Abreise viel über meine Rolle nachgedacht: Was bedeutet es, als Medizinstudent aus Europa in einem Krankenhaus in Kenia zu sein? Wie erzähle ich von meinen Erlebnissen, wie verhalte ich mich vor Ort? Und was heißt eigentlich das „Engagieren“ im Namen des Programms Famulieren & Engagieren?
Das Vorbereitungstreffen der IPPNW hat mir geholfen, diese Fragen zwar nicht loszuwerden, sondern bewusster mitnehmen zu können. Ich habe dort Belkıs kennengelernt, die zweite Person mit der ich nach Kenia reisen würde – wir waren von Anfang an auf einer Wellenlänge, haben offen über unsere Unsicherheiten gesprochen und uns gegenseitig gestützt. Das Gefühl, dass sich die Entscheidung nach Kenia zu gehen „richtig“ anfühlt, kam aber bis zu meinem Abflug nie.
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