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Aktuelles

IPPNW-Pressemitteilung vom 23.03.2017

NATO-Staaten unter Druck, Atomwaffenverbot mitzuverhandeln

UN-Verhandlungen in New York

Mahnwache für ein Atomwaffenverbot vor dem Auswärtigen Amt am 23.3.2017, Foto: IPPNW23.03.2017 

In vier europäischen NATO-Staaten demonstrieren AktivistInnen diese Woche vor Atomwaffenlagern und in den Hauptstädten. Sie fordern ihre jeweiligen Regierungen auf, die US-Atomwaffen abzuziehen und sich der Forderung nach einem Atomwaffenverbot anzuschließen. In Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Italien demonstrieren ICAN-AktivistInnen mit dem Spruch „Time to Go – Ban Nuclear Weapons“. Damit machen sie auf die Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot aufmerksam, die am nächsten Montag in den Vereinten Nationen beginnen.

Pressemitteilung vom 23. März 2017

Urananreicherung und Brennelementefertigung umgehend beenden

Urananreicherung und Uranexporte heute Themen im Bundestag

Urananreicherungsanlage Gronau, Foto: Urenco Deutschland GmbH23.03.2017 

Gronau/Münster/Berlin  Die Urananreicherung im westfälischen Gronau sowie ein Stopp der Exporte von angereichertem Uran aus Gronau sowie von Brennelementen aus dem emsländischen Lingen für marode und gefährlich störanfällige Atomkraftwerke in Belgien und Frankreich – wie z. B. Doel, Fessenheim und Cattenom – stehen heute auf der Tagesordnung des Bundestages. Beraten werden ausstiegsorientierte Anträge der Bundestagsfraktionen der Linken und Grünen. Im Rahmen der ebenfalls heute stattfindenden Beratungen zum Endlagersuchgesetz geht es auch um die Einbindung des massenhaften Gronauer Uranmülls bei der Auswahl eines möglichen Standortes.

Pressemitteilung vom 21.03.2017

NGOs fordern: Deutschland soll an UN-Verhandlungen teilnehmen

Atomwaffenverbot

Auf der Welt gibt es noch fast 15.000 Atomwaffen, von denen etwa 1.800 ständig einsatzbereit sind und innerhalb weniger Minuten abgefeuert werden können. Grafik: IPPNW21.03.2017 

Die Bundesregierung soll sich an den UN-Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot beteiligen, das fordert die Ärzteorganisation IPPNW gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen in einem offenen Brief an Außenminister Sigmar Gabriel. Ab 27. März 2017 werden Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen in New York über einen Verbotsvertrag verhandeln. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass Deutschland diesen Verhandlungen fernbleibt.

Pressemitteilung vom 15.03.2017

Prozessbeobachtung in der Türkei: Alle Zeugen widerrufen unter Folter gemachte Aussagen

Dr. Serdar Küni mit Terrorismusvorwurf weiter in Haft

Der Arzt Dr. Serdar Küni ist Vertreter der türkische Menschenrechtsstiftung in Cizre. Foto: Yeni Özgür Politika15.03.2017 

Bezirk Şırnak  Der türkische Arzt und Menschenrechtler Dr. Serdar Küni befindet sich seit Oktober 2016  in Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, während des jüngsten Krieges im Südosten der Türkei "mutmaßlich Militante behandelt zu haben" und Mitglied der PKK zu sein. Gestern wurde sein Fall vor dem Bezirksgericht in Şırnak verhandelt. Obwohl alle von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Zeugen ihre Aussagen widerriefen, wurde Künis Untersuchungshaft bis zum nächsten Verhandlungstermin, dem 24. April 2017, verlängert.

Pressemitteilung vom 10.03.2017

„Kein Treibstoff für den Syrienkrieg“

Kampagne fordert Kehrtwende in deutscher Syrienpolitik

Protestaktion der Kampagne  „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“ vor dem Bundestag 2016.10.03.2017 

Unter dem Titel „Treibstoff für den Syrienkrieg“ haben Journalisten von ZEIT ONLINE enthüllt, wie intensiv die Bundeswehr Bombardements in Syrien unterstützt. Daten des Bundesverteidigungsministeriums und der Radaraufzeichnung zeigen, dass deutsche Tankflugzeuge fast täglich Treibstoff für Kampfjets der Anti-IS-Allianz liefern. Die Kampagne „MACHT FRIEDEN. Zivile Lösungen für Syrien“, ein Zusammenschluss von 25 Friedensorganisationen, fordert die Bundesregierung auf, stattdessen den Friedensprozess unter UN-Verantwortung zu stärken und auf zivile Lösungen zu setzen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 9.03.2017

Rigide Abschiebepolitik verschärft Situation in Afghanistan

Abschiebungen nach Afghanistan

Afghanistan ist nicht sicher. IPPNW-ÄrztInnen übergeben Unterschriften gegen Abschiebungen nach Afghanistan an die Bundesregierung. Foto: IPPNW09.03.2017 

Laut aktuellem UNHCR-Bericht gibt es in Afghanistan keine sicheren Regionen. Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Inneren dagegen verteidigen in ihrem „Lagebericht der Bundesregierung über die Situation in Afghanistan“ die gewaltsamen Abschiebungen in ein Kriegsgebiet. Dem widerspricht die Ärzteorganisation IPPNW in ihrer Entgegnung vehement. Dass im vergangenen Jahr 127.892 afghanische Staatsangehörige einen Asylantrag in Deutschland gestellt haben - gegenüber 574 im Jahr 2007 und 32.000 im Jahr 2015  - zeige bereits, wie bedrohlich die Situation in Afghanistan sei.

IPPNW-Pressemitteilung vom 07.03.2017

Die Atomkatastrophe besteht fort

6 Jahre Super-GAU von Fukushima

Der japanische Wirtschaftsminister Yosuke Takagi überprüft den gefrorenen Erdwall zum Schutz des Grundwassers. Foto: Tepco, 21.11.201607.03.2017 

Sechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit deren verheerenden Folgen. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des 6. Jahrestages hin. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch dort nach wenigen Minuten sterben würde. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

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