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Aktuelles

ICAN-Pressemitteilung vom 8.12.2016

Studie: Milliarden für Atomwaffen

Deutsche Banken müssen sich auf Verbot einstellen

Don´t Bank on the Bomb.08.12.2016 

Deutsche Finanzinstitute haben im Jahr 2016 erneut einen Milliardenbetrag in Atomwaffen-Hersteller investiert. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie "Dont´Bank on the Bomb", die heute von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) und der niederländischen Friedensorganisation PAX in Utrecht vorgestellt wird. Demnach haben zehn deutsche Finanzdienstleister seit Januar 2013 den Atomwaffen-Produzenten rund 9,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die betroffenen Unternehmen produzieren Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen und sind mit der Wartung dieser Systeme beauftragt.

IPPNW-Pressemitteilung vom 07.12.2016

IPPNW kritisiert Entschädigungen für Atomkonzerne

Die IPPNW dokumentierte auf der Grundlage amtlicher Unterlagen mehr als 200 Sicherheitsdefizite von Biblis B07.12.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW begrüßt die Bestätigung des Atomausstiegs (13. Novelle des Atomgesetzes) durch das Bundesverfassungsgericht. Unverständnis äußert die IPPNW allerdings an der Entscheidung, der Atomindustrie  Entschädigungszahlungen zuzubilligen. "Die abgeschalteten Atomkraftwerke stellten nachweislich eine akute Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar," so Dr. Alex Rosen, stellvertretender Vorsitzende der IPPNW. "Gravierende Sicherheitsmängel waren lange bekannt und wurden von den Betreiberfirmen stillschweigend hingenommen. Die Entscheidung der Politik zur Abschaltung der Atomkraftwerke war daher nicht nur richtig, sondern dringend notwendig, um eine Atomkatastrophe in Deutschland zu verhindern."

Pressemitteilung vom 7.12.2016

Neuer Brennelementexport von Lingen zum AKW Doel: Scharfe Kritik an Bundesumweltministerium

Anti-Atom-Initiativen fordern Rücknahme der Genehmigung

Luftaufnahme Atomkraftwerk Doel, Foto: Von Wwuyts - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=428353507.12.2016 

Ungeachtet der öffentlichen Kritik der Bundesregierung am Weiterbetrieb der Schrottreaktoren im belgischen Doel bei Antwerpen ist am 25. November 2016 erneut mit Billigung des Bundesumweltministeriums ein Brennelement-Transport von der niedersächsischen Brennelementefabrik in Lingen nach Doel gerollt. Das geht aus der aktuellen Transportliste auf der Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor (Seite 7). Schon im Juni und August waren jeweils vier Brennelementtransporte von Lingen nach Doel gerollt – laut Transportliste des BfS ist bis April 2018 noch mit rund 40 weiteren Brennelementtransporten zu rechnen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 01.12.2016

IPPNW feiert 90. Geburtstag ihres Ehrenvorstandes

Prof. Dr. Ulrich Gottstein, IPPNW-Ehrenvorstand und Chefarzt des Bürgerhospitals Frankfurt i.R.

Prof. Ulrich Gottstein, Foto: IPPNW01.12.2016 

Mit einem Festakt in Frankfurt begeht die Ärzteorganisation IPPNW am kommenden Wochenende den 90. Geburtstag ihres Ehrenvorstandes Prof. Dr. Ulrich Gottstein. Zahlreiche Ehrengäste aus der Politik, der Frankfurter Ärzteschaft, der Kirche und der IPPNW selbst werden erwartet. Die Ärzteorganisation rechnet mit etwa 100 TeilnehmerInnen. Dr. Hans-Christof Graf von Sponeck, deutscher UN-Diplomat und Autor politischer Sachbücher und Hochschullehrer, wird über die "Notwendigkeit einer vorausschauenden Friedenspolitik" referieren.

ICAN-Pressemitteilung vom 27.11.2016

UN entscheiden im Dezember über Atomwaffen-Verhandlungen

Irland stimmt bei der UN-Abstimmung im ersten Ausschuss am 27.10.2016 mit Ja, Foto: Xanthe Hall27.11.2016 

Die Vereinten Nationen werden noch dieses Jahr über Atomwaffen-Verhandlungen abstimmen. Im Dezember wollen die Staaten in der UN-Generalversammlung entscheiden, ob im kommenden Jahr ein internationaler Vertrag zum Verbot der Waffen erarbeitet wird. Xanthe Hall von ICAN Deutschland und IPPNW-Abrüstungsexpertin erklärt dazu: „Atomwaffen sind die einzigen Massenvernichtungswaffen, die noch immer nicht verboten sind. 

IPPNW-Pressemitteilung vom 17.11.2016

Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland

Offener Brief an Merkel, de Maizière, Steinmeier und von der Leyen

Flüchtlingskinder in Kabul erhalten Winterkleidung von ISAF-Mitarbeitern, Foto: NATO, U.S. Air Force Capt. John Callahan (bearbeitet)17.11.2016 

Die Ärzteorganisation IPPNW fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Minister Thomas de Maizière, Frank-Walter Steinmeier und Ursula von der Leyen in einem Offenen Brief auf, ihre Afghanistan-Flüchtlingspolitik im Sinne der Menschenrechte zu korrigieren. Wie als sicher eingestufte Regionen über Nacht zu hoch gefährlichen werden können, hätten die jüngsten todbringenden Taliban-Attacken in Masar-i-Scharif und anderen nordafghanischen Städten gezeigt. Laut Amnesty International hat sich die Zahl der Flüchtlinge innerhalb Afghanistans in den letzten drei Jahren auf über 1,2 Millionen verdoppelt. UNHCR geht davon aus, dass eine interne Schutzalternative in den vom aktiven Konflikt betroffenen Gebieten unabhängig davon, von wem die Verfolgung ausgeht, nicht gegeben ist.

Preisträger kommen aus der Türkei, Frankreich, Äthiopien, den Niederlanden und aus Südafrika

Nuclear Free Future Award

Susi Snyder, Nuclear Disarmament Programme Manager, PAX, aboard the Peace Boat in New York in October 2016, Foto: www.icanw.org16.11.2016 

Der Nuclear-Free Future Award, der mit insgesamt 30.000 US-Dollar dotiert ist und den die IPPNW unterstützt, ehrt seit 1998 Menschen auf der ganzen Welt, die sich für das Ende des Atomzeitalters engagieren und Wege aufzeigen, sowohl die militärische wie die sogenannte friedliche Nutzung der Kernenergie zu beenden. Die IPPNW hat zwei der PreisträgerInnen nominiert. Die Preisverleihung findet am 17. November 2016 in Johannesburg/Südafrika statt. Kooperationspartner ist Earthlife Africa Johannesburg.

IPPNW-Benefizkonzert für Flüchtlingskinder

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Türkei: Gescheiterter Friedensprozess, Bürgerkrieg und der Weg in die Diktatur

„Wir brauchen keine Todesstrafe, wir brauchen Demokratie“, erklärte die Vorsitzende der türkischen Menschenrechtsstiftung und Trägerin des Medical Peace Work Award, Prof. Dr. Sebnem Korur Fincanci, nur wenige Tage vor ihrem Prozess beim 13. Strafgerichtshof in Istanbul am 8. November 2016

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