Zivile Konfliktbearbeitung

Die IPPNW will nicht bei der Symptombehandlung stehen bleiben, sondern vorbeugend tätig werden. Dazu gehört, Krieg und Gewalt als politische Mittel zu ächten und Ressourcen für eine gewaltfreie sowie klimasensible Konflikttransformation bereit zu stellen. Wir beobachten die zunehmenden Militarisierung der Außenpolitik und die Erhöhung der Militärausgaben, während die Daseinsvorsorge eingeschränkt wird. In unseren Projekten stärken wir Austausch und Demokratisierung und bilden uns zu medizinischer Friedensarbeit weiter. Wir weisen auf Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und Kriminalisierung von Engagement für Frieden hin und bauen politischen Druck auf Entscheidungsträger*innen auf.

Aktuelles zum Thema

Pressemitteilung vom 02. November 2021

„Mädchen und Jungen dürfen keine Soldatinnen und Soldaten sein!“

Kampagne fordert Anhebung des Rekrutierungsalters bei der Bundeswehr

02.11.2021 Friedensinitiativen, Kirchen, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen der Kampagne „Unter 18 nie! Keine Minderjährigen in der Bundeswehr“ fordern die Parteien auf, bei den Koalitionsverhandlungen sicherzustellen, dass künftig nur noch Volljährige ihren Dienst als Soldat oder Soldatin der Bundeswehr antreten dürfen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 01. November 2021

20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan – eine vorläufige Bilanz

Konferenz der Friedensbewegung

01.11.2021 Militärinterventionen dürfen kein Mittel deutscher Außenpolitik sein. Sie verletzten das Völkerrecht, sind inhuman und lösen kein politisches Problem. Die Friedensbewegung zog auf der Konferenz „20 Jahre NATO-Krieg in Afghanistan – eine vorläufige Bilanz“ mit knapp 200 Teilnehmer*innen am 31. Oktober Resümee: „Kriege (wie auch der in Afghanistan) werden um geostrategische, handelspolitische Interessen, um Ressourcen und politischen Einfluss geführt. Alle Auslandseinsätze der Bundeswehr sind deshalb umgehend zu beenden. Stattdessen ist ein Paradigmenwechsel zu einer zivilen Sicherheits- und Friedenspolitik notwendig.“

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Appell der Friedensorganisationen

Friedensorganisationen fordern Rüstungsexportkontrollgesetz

Rüstungsexportpolitik in den Koalitionsvertrag

14.10.2021 Deutschland gehört zu den fünf größten Waffenexporteuren der Welt. In der vergangenen Legislaturperiode genehmigte die Bundesregierung milliardenschwere Rüstungsexporte an menschenrechtsverletzende Staaten und an Länder, die an Kriegen und bewaffneten Konflikten der Gegenwart beteiligt sind. Die IPPNW appellieren daher am 14. Oktober 2021 zusammen mit anderen Friedensorganisationen an die Koalitionsparteien ein restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz in den Koalitionsvertrag aufzunehmen und im Bundestag zu verabschieden.

IPPNW-Pressemitteilung vom 13. Oktober 2021

Friedensaktivist*innen fordern Auslandseinsätze zu beenden

„Großer Zapfenstreich“ der Bundeswehr zum Afghanistan-Einsatz

13.10.2021 Parallel zum Abschlussappell der Bundeswehr zum 20-jährigen Afghanistan-Einsatz demonstrierten heute mehrere Friedensorganisationen vor dem Brandenburger Tor gegen Auslandseinsätze und für eine zivile Sicherheitspolitik. Der Afghanistan-Einsatz habe gezeigt, dass militärische Interventionen weder Stabilität, noch Frieden brächten. Die Friedensorganisation IPPNW verweist in diesem Zusammenhang auch auf die katastrophale gesundheitliche Lage im Land seit dem Abzug der NATO-Truppen. Eine Zeremonie der höchsten militärischen Ehrung sei angesichts dessen absolut unangemessen.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 06. Oktober 2021

IPPNW fordert Paradigmenwechsel zu ziviler Sicherheits- und Friedenspolitik

20 Jahre Afghanistankrieg – Aufarbeitung des Afghanistaneinsatzes: Bilanzdebatte

06.10.2021 Die NATO-Militärintervention in Afghanistan hat zur Erosion völker- und menschenrechtlicher Normen beigetragen, mehrere hunderttausend afghanische Zivilist*innen das Leben gekostet und hinterlässt eine humanitäre Katastrophe von gigantischem Ausmaß. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die neue Bundesregierung anlässlich der morgigen Bilanzdebatte zu einem generellen Umdenken auf - von einer militärischen Sicherheitspolitik zu einer zivilen Friedenspolitik. Zudem müsse es einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan sowie eine unabhängige Kommission zur Zukunft deutscher Friedensmissionen geben.

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

Klimakatastrophe und Aufrüstung: Plädoyer für eine neue, zivile Sicherheitspolitik
Klimakatastrophe und Aufrüstung:
Plädoyer für eine neue, zivile Sicherheitspolitik

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IPPNW-Thema „Gegen die Militarisierung der EU – Europa als Friedensprojekt gestalten“
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IPPNW-Forum 143/Sept 2015
"Die Waffen nieder! Zivilie Konfliktbearbeitung"
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IPPNW-Studie: Peace through Health

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