Pressemitteilung vom 07.04.1999

IPPNW-Ärzte verurteilen die Verwendung radioaktiver Munition

NATO-Krieg in Jugoslawien

Berlin-  Laut Informationen aus den USA und Großbritannien verwenden die NATO-Streitkräfte in Jugoslawien Waffensysteme mit abgereichertem Uran. A-10 "Warthog"-Bomber beschießen mit 30mm starker radioaktiver Munition ihre Ziele. Die deutsche Sektion der IPPNW verurteilt den Einsatz von Waffen mit radioaktivem Inhalt und erinnert daran, dass die UN solche Waffen als Massenvernichtungswaffen klassifiziert.

Die Wirkung dieser Waffen ist aus dem Golfkrieg von 1991 bekannt. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Treffer Uranoxid freisetzen und dies und die Munitionsreste im Irak verantwortlich für vermehrte Todgeburten, Krebs und andere Krankheiten sind. Zudem wird der Verdacht geäußert, dass Urangeschosse mitverantwortlich für das Golfkriegssyndrom sein könnten, eine Krankheit, unter der US- und britische Veteranen aus dem Golfkrieg leiden. Durch die Verwendung dieser Waffensysteme werden die Menschen im Kosovo und Serbien einer Radioaktivitätsbelastung ausgesetzt, die zu Strahlungskrankheiten führen kann.

Zudem wird der Boden verseucht, so dass die Zukunft der Menschen dort gefährdet wird. "Damit verschlimmert sich die humanitäre Katastrophe noch weiter, und die NATO verursacht zusätzlich eine Umweltkatastrophe," erklärte Xanthe Hall, Kampagnenleiterin der deutschen IPPNW.

Kontakt bitte über die Geschäftsstelle, Tel.: 030 / 693 02 44

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