14. Oktober 2021, 19 Uhr

Einladung zum Diskussionsabend

Online und in Präsenz an der VHS Braunschweig
In der Türkei stehen Opposition und Zivilgesellschaft unter massiver Repression der Erdogan-Regierung. Die Ärztin Christa Blum (IPPNW Mainz), berichtet am Beispiel der Provinzstadt Cizre vom Ausmaß dieser Gewalt, die in deutschen Medien und Außenpolitik kaum Beachtung fi ndet. Im Gespräch mit Gästen aus Diyarbakir soll anschließend der Frage nachgegangen werden, was passiert mit den Menschen unter jahrzehntelanger Gewalterfahrung, was passiert mit den Kindern? Wie sehen ihre Vorstellungen von einer anderen Gesellschaft, von einem anderen Zusammenleben aus? Was kann internationale Hilfe und Solidarität leisten?
Moderation:
Ercan Carikci  Download Flyer (PDF)  Anmeldung unter: www.vhs-bs.de/TAW21
Die Veranstaltung findet hybrid und auf Türkisch/Deutsch statt. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Wir bitten um Ihre Unterstützung!

Seit über 20 Jahren stehen wir im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Organisationen aus der Türkei, die wir jährlich besuchen. In diesem Jahr wird erstmalig eine Gruppe unserer Partner verschiedene Städte und Initiativen in Deutschland besuchen. Diese Reise kostet Geld. Wir sind auf Spenden angewiesen. Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, nutzen Sie unser Direktspendentool oder spenden Sie auf das IPPNW-Konto bei der GLS-Bank, IBAN: DE23430609671159325101 – Stichwort: Türkei

Ziviler Widerstand in Krisenzeiten

Austausch mit Initiativen aus dem Südosten der Türkei

26.08.2021 Unsere diesjährige Türkeireise musste virtuell stattfinden. Im März und April konnten wir online mit vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen sprechen, die wir sonst besucht hätten – unterstützt durch unsere Dolmetscherin Serra in Diyarbakir. Die Gespräche waren sehr intensiv. Die Gesprächspartner*innen hatten einen großen Mitteilungsbedarf. Sie ersticken unter staatlichen Repressionen, die sie mehr belasten als die Pandemiebeschränkungen. Es gibt nur wenig Kontakte ins europäische Ausland. Delegationen kommen nicht. Die Haltung der europäischen Regierungen, besonders der deutschen, enttäuscht sie sehr. Sie fühlen sich isoliert und im Stich gelassen. Trotzdem vermitteln sie ungebrochenen Mut und Resilienz, die uns immer wieder beeindrucken.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 15. Juni 2021

Bundesregierung muss sich konsequent für eine Friedenslösung im Kurdenkonflikt einsetzen

Militäreinsätze der Türkei im Nordirak

15.06.2021 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW verurteilt die völkerrechtswidrigen türkischen Militäreinsätze im Nordirak sowie die Festsetzung und Behinderung von Mitgliedern der „Internationalen Delegation für Frieden und Freiheit in Kurdistan“. Die IPPNW fordert Außenminister Heiko Maas auf, dafür zu sorgen, dass  deutsche Behörden die Delegationsreise nicht weiter behindern. Außerdem solle er sich gegenüber seinem türkischen Amtskollegen dafür einsetzen, dass die Delegationsteilnehmer*innen ihre Reise ungehindert fortsetzen können.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 13. April 2021

Nazdar Ecevit darf nicht in die Türkei abgeschoben werden!

Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt: Verfolgte Politikerin bleibt in Haft

13.04.2021 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert, die geplante Abschiebung der HDP-Politikerin Nazdar Ecevit in die Türkei zu stoppen. Das Amtsgericht Frankfurt hat gestern entschieden, dass Nazdar Ecevit in Darmstadt in der Abschiebehaft verbleibt. Ihr Asylantrag wurde abgelehnt, obwohl sie bereits mehrere Jahre in türkischer Haft war und auch zukünftig massiver politischer Verfolgung durch den türkischen Staat ausgesetzt sein wird und ihr dort viele Jahre Gefängnis drohen. Aktuell wird von der vom Generalstaatsanwalt des Obersten Gerichtshofs der Türkei versucht, die HDP verbieten zu lassen

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Urgent Call: Freiheit für Dr. Serdar Küni!

Prozesse gegen Menschenrechtler*innen in der Türkei

21.01.2021 Weil er Menschen unterschiedslos behandelte, wie es ärztliche Pflicht ist, ist Dr. Serdar Küni aus Cizre am 16. November 2020 zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Küni arbeitete während der Ausgangssperre 2015-16 in Cizre als Arzt im lokalen Gesundheitszentrum und versorgte Verwundete, ohne ihre Namen an die militärischen Stellen weiterzuleiten. Das wird ihm als „Unterstützung von Terroristen“ vorgeworfen. Im Oktober 2016 war er deshalb erstmalig verhaftet worden.
Die Verfahren in verschiedenen Instanzen wurde seit 2017 von Prozessbeobachter*innen verfolgt – auch IPPNW-Mitglieder aus Deutschland waren beim ersten Prozess zugegen. Sie vermuten, dass Küni der Regierung ein Dorn im Auge ist, weil er sich in der „Türkischen Menschenrechtsstiftung“ (TIHV) engagiert.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 03.02.2016

Türkei verwehrt ÄrztInnen den Zugang zu Schwerverletzten

Deutsche Sektion der IPPNW fordert sofortiges Ende der Blockade von Cizre und Versorgung der eingeschlossenen Menschen

03.02.2016 Ein Ortsteil der kurdischen Stadt Cizre im Südosten der Türkei ist seit dem 14. Dezember 2015 mit einer durchgängigen Ausgangssperre belegt. Die BewohnerInnen sind von der Versorgung mit Wasser und Strom abgeschnitten. Nach übereinstimmenden Aussagen mehrerer Menschenrechtsgruppen, unter anderem der "Türkischen Menschenrechtsstiftung" und "Amnesty International", befinden sich seit dem 23. Januar 2016 mehr als zwanzig zum Teil schwer verletzte Personen und einige Tote in einem Keller in der Stadt Cizre. Wegen des schweren Granatbeschusses der türkischen Sicherheitskräfte können sie nicht geborgen und ins Krankenhaus gebracht werden.

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Deutschlandreise

Unsere Gesprächspartner aus der Türkei sind vom 9. bis zum 29. Oktober 2021 in Deutschland! Sie werden sich mit deutschen Gruppen über medizinische, psychologische und friedenspädagogische Arbeit austauschen und Netzwerke knüpfen.

IPPNW-Akzente Türkei 2021

Online-Reise in den Südosten der Türkei vom 19.03. bis 23.04.2021 |  Auf issuu lesen |
PDF-Download | Zu bestellen unter: shop.ippnw.de (Kosten: 2,- Euro plus Versand)

Berichte auf dem Blog

Unsere ausführlichen Reiseberichte finden Sie auf dem IPPNW-Blog: blog.ippnw.de/tag/turkei

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