Aktuelles zum Konflikt zwischen der NATO und Russland

IPPNW-Appell

Die Waffen nieder! Deeskalation jetzt!

04.03.2022 Der Angriffskrieg von Wladimir Putin und die Invasion russischer Truppen stellen eine eklatante Verletzung des Völkerrechts dar. Wir begrüßen die Resolution der UN-Vollversammlung vom 2. März 2022, die den russischen Einmarsch auf das Schärfste verurteilt und Putin zum Ende seiner Aggression aufgefordert hat. Wir brauchen jetzt einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine. Es darf keinen Abbruch diplomatischer Beziehungen geben, die Gesprächskanäle müssen offen bleiben. Wir appellieren an die Bundesregierung, auf alle Maßnahmen zu verzichten, die eskalierend wirken können.

Artikel von Prof. Dr. Norman Paech

Kiew – „offene Stadt“

Unverteidigte Städte im Ukraine-Krieg

10.03.2022 Niemand weiß, wie der Krieg weitergehen wird. Ob und wann er mit einem Friedensabkommen beendet werden kann, ist ebenso ungewiss. Bis dahin aber, und darüber gibt es keine Zweifel, werden die Kämpfe stärker, die Opfer an Menschen zahlreicher und die Zerstörungen immer furchtbarer.

Es wird zwar über die Einrichtungen humanitärer Korridore aus den Städten gesprochen, aber sie schützen nicht vor der Zerstörung der Städte. Es wird auf oberer und oberster politischer Ebene untereinander und mit Vermittlern gesprochen, aber wir wissen nicht worüber. Nur eines ist sicher. Die ökonomische und politische Konfrontation soll mit noch härteren Sanktionen verschärft werden, und der Widerstand gegen die russische militärische Übermacht, d.h. der Krieg, soll mit der Lieferung neuer und wirksamerer Waffen gestärkt und verlängert werden. Die Voraussetzungen für einen strategischen Kompromiss zwischen USA/NATO und Russland sind offensichtlich noch nicht gegeben. Die Ukraine liefert in diesem, nach dem Untergang des Ostblocks 1989/1990 neuen kalten Krieg nur das bedauerliche heiße Schlachtfeld, welches allerdings im „Großen Schachbrett“ von Zbigniew Brzezinski schon vor 25 Jahren vorausgesagt worden war.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 9. März 2022

Friedens- statt Kriegserziehung

Nein zum Einsatz von Offizier*innen an Schulen!

09.03.2022 Die Ärzt*innenorganisation IPPNW lehnt die Forderung von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, Jugendoffizier*innen der Bundeswehr an Schulen über den Krieg in der Ukraine aufklären zu lassen, entschieden ab. Die Friedensorganisation begrüßt die Idee, junge Menschen in der aktuellen Situation auch unter Einbindung außerschulischer Fachleute über Krieg und den Umgang mit Konflikten aufzuklären.

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Ukrainekrieg

Offener Brief russischer Ärzt*innen und Gesundheitsfachkräfte

Tausende von Unterzeichner*innen fordern ein Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine

05.03.2022 Mehr als 17.000 russische Ärzt*innen, Krankenpflegepersonal und Sanitäter*innen lehnen die Militäraktionen der russischen Streitkräfte auf dem Gebiet der Ukraine in diesem offenen Brief an Präsidenten Putin entschieden ab. Die Aufgabe eines Arztes oder einer Ärztin ist es, Menschenleben zu retten. Deshalb fordern sie gemäß ihrem Eid und unter Wahrung einer humanen und gleichberechtigten Behandlung aller Leben die sofortige Einstellung aller Operationen mit dem Einsatz tödlicher Waffen in der Ukraine.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 04. März 2022

Ukraine-Krieg: Kohle- und Atomenergie sind keine Alternativen zu russischem Gas

Friedens-, Antiatom- und Umweltverbänden fordern „Energieunabhängigkeit jetzt!“

04.03.2022 Ein Bündnis von über 30 internationalen, zivilgesellschaftlichen Organisationen forderte in einem Statement heute von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Atom- und Kohleausstieg. Die Atom- und Kohlegeschäfte mit Russland und weltweit müssten beendet werden – Importe von Erdgas seien ebenfalls keine Option. Stattdessen müsse der Ausbau erneuerbarer Energien mit einem massiven Sofort-Programm gefördert werden, hieß es in dem Papier.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 04. März 2022

Krieg in der Ukraine: Es droht eine nukleare Katastrophe

Friedensnobelpreisträger-Organisation sieht Entwicklungen mit großer Sorge

04.03.2022 Mit dem Beschuss von Gebäuden, die zum größten Atomkraftwerk Europas gehören, dem ukrainischen AKW Saporischschja, rückt mit den Horrorszenarien des Krieges eine nukleare Katastrophe in greifbare Nähe. Die Friedennobelpreisträger-Organisation IPPNW (Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges) hatte in der Vergangenheit eindringlich vor dieser Gefahr gewarnt. Sie forderte die russische Regierung auf, jedweden Beschuss nuklearer Anlagen zu unterlassen und die Sicherheitsstrukturen der ohnehin gefährlichen Nukleareinrichtungen nicht zu gefährden.

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IPPNW-Pressemitteilung vom 01. März 2022

Erhöhte Bereitschaft der Atomstreitkräfte gefährdet den Weltfrieden

Russland und die NATO müssen Ersteinsatz von Atomwaffen offiziell ausschließen!

01.03.2022 Die Friedensnobelpreisträger-Organisation IPPNW verurteilt die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die “strategischen Abschreckungskräfte”, darunter Atomwaffen, in erhöhte Kampfbereitschaft zu versetzen. Dieser Schritt gefährdet den Weltfrieden. In Zeiten von Krieg und geopolitischen Spannungen ist jegliche Drohung mit Atomwaffen unverantwortlich. Auch ohne Absicht kann jederzeit eine Fehleinschätzung oder technisches Versagen zu einem Atomwaffeneinsatz führen.

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Mitmachen!

Kein Krieg Nutzen Sie unsere Aktionsmaterialien zur Bestellung oder zum Ausdrucken. Bundesweite Mahnwachen und Demonstrationen finden Sie beim Netzwerk Friedenskooperative. IPPNW-Online-Vorträge zur Atomkriegsgefahr: ippnw.de/bit/atomwaffen-va

 

Reden von IPPNW-Mitgliedern:
18.04.2022 Dr. Elisabeth Heyn, Nürnberg
17.04.2022 Ernst-Ludwig Iskenius, Neuruppin
13.03.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin | Youtube | PDF
13.03.2022 Dr. Inga Blum
13.03.2022 Ralph Urban
04.03.2022 Dr. Sabine Farrouh, Offenbach
27.02.2022 Dr. Lars Pohlmeier, Berlin
26.02.2022 Ute Rippel-Lau, Hamburg

Fotos von der Kundgebung Atomkrieg verhindern in Hamburg

Hintergrundinformationen

Hyperschallkriege
Recherche von Ralph Urban zum neuen Wettrüsten mit Hyperschallwaffen (Forum 169/2022)

Risiko eines Atomkriegs aus Versehen
Mehr unter: atomkrieg-aus-versehen.de

Vertragsentwürfe zu Sicherheitsgarantien
Das russische Außenministerium hat am 17. Dezember 2021 Vertragsentwürfe für gegenseitige Sicherheitsgarantien zwischen Russland und der NATO sowie zwischen Russland und den USA vorgelegt. Das Ostinstitut Wismar hat die russischen Vertragsentwürfe in einer inoffiziellen deutschen Übersetzung veröffentlich. Die Antwort der NATO an Russland wurde bisher nicht veröffentlicht.

Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien


Krieg in der Ukraine - Frieden in Europa nur mit ziviler Konfliktbearbeitung

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