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Aktuelles zum Thema "Syrien"

IPPNW-Pressemitteilung vom 24.2.2016

IPPNW fordert Einhaltung der Genfer Konventionen und begrüßt die angekündigte Waffenruhe

Krieg in Syrien

Freiwillige des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds (SARC) helfen Kranken und Bedürftigen, die in einem Teil Aleppos leben, der unter Kontrolle bewaffneter Gruppen steht. Foto: Bashoura24.02.2016 

Anlässlich des jüngsten Berichts der UN-Kommission für Syrien fordert die ärztliche Friedensorganisation IPPNW von allen Kriegsbeteiligten die Einhaltung der Genfer Konvention. Der Bericht konkretisiert die Leiden der Zivilbevölkerung unter dem nunmehr über fünf Jahre wütenden Krieg. Er spricht von einer zielgerichteten Zerstörung der Infrastruktur der syrischen Gesundheitsversorgung, was die Zahl der Toten und der Menschen mit permanenten Behinderungen zusätzlich in die Höhe treibe. Dies liege in der Verantwortung aller beteiligten Kriegsparteien, wobei die Kommission, die keinen Zugang zu den Orten des Geschehens hat, vorsichtig ist, welches Ereignis welchen Kriegskräften zugeordnet werden kann.

Blogbeitrag von Matthias Jochheim

Niemand flieht aus freien Stücken

Die syrische Geflüchtete Asmaa drückt ihr sechs Monate altes Baby an sich.© UNHCR/Ivor Prickett07.01.2016 

Es ist gut und ein ermutigendes Zeichen, dass so viele Menschen, gerade auch Ärztinnen und Ärzte sich bereitwillig und spontan an Hilfsaktionen für die Hunderttausenden von Menschen beteiligen, die vor Zerstörung und Not in ihrer Heimat nach Europa und zu uns nach Deutschland geflohen sind. „Hilfsbereitschaft", gelebte Humanität sind vielleicht die besseren Begriffe hierfür, als die etwas seltsam anmutende „Willkommenskultur", die ja regierungsamtlich möglicherweise schon recht bald wieder von einer Abschiebungs-Unkultur abgelöst werden wird – Gesetzesverschärfungen sind bereits auf den Weg gebracht, und der Menschlichkeit sollen in Deutschland rigide Obergrenzen gesetzt werden.

FR-Gastbeitrag vom 7.12.2015

Krieg und Terror überwinden

Der "Islamische Staat" ist militärisch nicht zu besiegen

IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst, Foto: IPPNW07.12.2015 

Seit den Anschlägen in New York vor 14 Jahren hat sich international der Glaube durchgesetzt, Terror durch Krieg bekämpfen zu können. Seitdem gibt es jedoch immer mehr Beweise, dass dies eine schlechte Strategie ist. Warum wird der Irrweg weiterverfolgt? Es ist höchste Zeit, den richtigen Schluss zu ziehen: Der Einsatz von kriegerischer Gewalt bringt keine Sicherheit – weder in den kriegsführenden noch in den angegriffenen Ländern.

Nein zu deutschem Militär in Syrien! Ja zur politischen Lösung

Friedensdemonstrationen überall in Deutschland

Mahnwache und Protest-Kundgebung gegen die die Beteiigung der Bundeswehr am Syrien-Krieg in Bielefeld, Foto: IPPNW06.12.2015 

Im Eiltempo hat die Bundesregierung das Mandat für den Syrien-Einsatz der Bundeswehr am vergangenen Freitag durch das Parlament gepeitscht. In 24 deutschen Städten sind Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien und für Frieden zu demonstrieren. Einem Aufruf des Aktionsbündnisses "Kein Bundeswehr-Einsatz in Syrien" waren allein in Berlin etwa 3.000 Menschen gefolgt. Sie trafen sich auf der Kundgebung der Friedensbewegung am Brandenburger Tor, um unüberhörbar Nein zu sagen. In München gingen am Donnerstag 500 Menschen auf die Straße, in Aachen waren es 120 Menschen. In Tübingen demonstrierten am Samstag 200 Menschen gegen die deutsche Beteiligung am Krieg.

IPPNW-Pressemitteilung vom 27.11.2015

Keine weitere deutsche Beteiligung am "Krieg gegen den Terror"

Zunehmende internationale Einmischung in Syrien-Krieg

Techniker überprüfen eine Ch-25 an einer Su-24 im Syrischen Bürgerkrieg im Oktober 2015, Foto (bearbeitet): Wikipedia http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/27.11.2015 

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert den Bundestag auf, keine deutschen Militäreinsätze in Syrien zu genehmigen. Der von der Bundesregierung angekündigte Einsatz von Tornado-Jets sowie die Bereitstellung einer Fregatte würde Deutschland noch tiefer in einen nicht gewinnbaren Krieg ziehen und ist zudem völkerrechtswidrig. „Der Terror, der nicht zuletzt durch westliche Militärinterventionen entstanden ist, wird nicht durch denselben einzudämmen sein. Eine Bewegung wie der sogenannte Islamische Staat lässt sich nicht militärisch `besiegen´ wie unsere Verteidigungsministerin mutmaßt. Die Erfahrungen des letzten Jahrzehnts haben gezeigt, dass militärische Interventionen den Extremismus gestärkt statt geschwächt haben," erklärt die IPPNW-Vorsitzende Susanne Grabenhorst.

Ansprechpartner


Dr. Jens-Peter Steffen

Referent für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 -13
Email: steffen[at]ippnw.de

Nein zum Bundeswehreinsatz in Syrien!

Materialien

Nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden fördern
Forderungspapier der Kampagne "Macht Frieden"

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