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Erklärung des International Council der IPPNW

Gewalt gegen medizinisches Fachpersonal in Konfliktgebieten ist inakzeptabel

Abschluss des 24. Weltkongresses in Nagasaki, Japan

05.10.2025 Die IPPNW ist tief besorgt angesichts des extremen Leids, das durch die derzeitige großflächige Zerstörung des Gesundheitswesens und anderer wichtiger ziviler Einrichtungen sowohl im Gazastreifen als auch im Sudan verursacht wird.

Die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen ist mit einer von Menschen verursachten Katastrophe konfrontiert, die durch Hunger, Entbehrungen, wiederholte Zwangsumsiedlungen, die vollständige Unterbrechung wichtiger Versorgungsleistungen, schwerwiegende Gesundheitsrisiken und extreme Gewalt durch das israelische Militär und die israelische Regierung gekennzeichnet ist. Die Zahl der Angriffe auf das Gesundheitswesen in Gaza, die Zahlen getöteter UN-Mitarbeiter*innen und Journalist*innen sind höher als in jedem anderen aktuellen Konflikt weltweit.

Unerbittliche Bombardierungen, die gezielte Tötung von Gesundheitskräften und humanitären Helfer*innen, Massenmorde an Zivilist*innen und kollektive Bestrafungen, die Blockade von Lebensmitteln und anderen dringend benötigten Dienstleistungen und Gütern sowie die vorsätzliche Zerstörung von Wohnhäusern, Krankenhäusern, Schulen und lebenswichtiger Infrastruktur haben Gaza an den Rand der Vernichtung gebracht. Die Situation ist die eines Völkermordes.

Medizinische Fachkräfte haben die kollektive Verpflichtung, sich für den Schutz von Kolleg*innen und Gesundheitseinrichtungen einzusetzen, wo immer diese angegriffen werden – und für die Schaffung von Bedingungen, die Gesundheit ermöglichen. Die Versuche vieler Staaten, medizinisches Personal, das sich für den Schutz der Gesundheit und der medizinischen Versorgung in Gaza einsetzt, zum Schweigen zu bringen und einzuschüchtern, sind absolut inakzeptabel, und die Verantwortlichen müssen für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden.

Die IPPNW verurteilt auch die massiven Angriffe auf das Gesundheitswesen und die zivile Grundversorgung, die im Sudan von Militärs wie den Rapid Support Forces und den sudanesischen Streitkräften verübt werden. Die anhaltende Gewalt, Massenvertreibungen, kollabierende Gesundheitssysteme und schlechte Bedingungen in Flüchtlingslagern zerstören das Leben von Millionen Menschen.

Jede militärische und nachrichtendienstliche Unterstützung, einschließlich Waffenlieferungen, die dazu beiträgt, dass diese von Menschen verursachten Katastrophen weiter andauern, muss eingestellt werden, und es muss eine Rechenschaftspflicht für alle begangenen Verbrechen geben, einschließlich Völkermord, ethnischer Säuberungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Hier finden Sie die Originalerklärung.

 

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

Flyer "Gaza: Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht!"

Bestellen | Herunterladen

Aktion

Petitionen und Aufrufe, die die IPPNW Deutschland unterstützt

GAZA: Starvation or Gunfire -  This is Not a Humanitarian Response
Aufruf CeasefireNow

Für einen gerechten Frieden in Gaza. Waffenexporte stoppen & Hilfsblockade beenden!
gerechter-frieden.org/petition

UNRWA funding cuts threaten Palestinian lives in Gaza and region, say NGOs
Aufruf auf der Homepage des Norwegian Refugee Councils

Waffenlieferungen an Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen stoppen!
Aufruf von humanitären und Menschenrechtsorganisationen
Aufruf (deutsch) auf der Homepage von amnesty international
Aufruf auf Englisch

Petition "Ceasefire Now!"
Für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel
Petition auf Change.org unterzeichnen

Health Care and Public Health Professionals’ Call to Immediate Action to Address the Violence in Israel and Gaza and Its Health Consequences
Aufruf von Gesundheitsberufler*innen unterstützen

Friedensappell: Für ein Ende der Gewalt in Israel und Palästina
Petition des Netzwerk Friedenskooperative

Reden & Berichte

Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht
5.06.2025 Rede Franca Brüggen und Angelika Wilmen (PDF)

Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel
11.01.2025 Rede Dr. Nadia Bieler (PDF)

„Das Unmögliche denken und schaffen“ – Gerechter Frieden Palästina und Israel
16.11.2024 Rede Dr. med. Lars Pohlmeier (PDF)

Terroristische Angriffe lassen sich nicht durch Krieg und Bombenteppiche bekämpfen!
28.10.2023  Rede Dr. Angelika Claußen (PDF)

Vernunft, kluge Diplomatie und Abschied von der Gewalt
12.11.2023 Rede Matthias Jochheim (PDF)

Beide Seiten sehen und zuhören: Mit f&e in Israel und der Westbank
Bericht famulieren & engagieren 2023 (IPPNW-Blog)

There’s no such thing as the voiceless: Bericht aus dem besetzten Westjordanland
Bericht famulieren & engagieren 2023 (IPPNW-Blog)

Statements von Organisationen in Israel/Palästina

Seit Jahren arbeitet die IPPNW im Rahmen der Begegnungsreisen nach Israel/Palästina mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort zusammen. Im Folgenden veröffentlichen wir einige Statements von Organisationen aus Israel und Palästina, mit denen wir im regelmäßigen Austausch stehen.

Inmitten des Schreckens liegt eine Chance für den Frieden
Erklärung des Palestine-Israel Journal
englisch/deutsch

Der Brief, der uns empört
Dutzende israelische Ärzt*innen unterzeichneten einen Brief, der das Militär auffordert, "Hornissennester und die sie schützenden Krankenhäuser" im Gazastreifen zu zerstören. Eine Antwort von Physicians for Human Rights Israel
englisch/deutsch auf der Seite von medico

Palestinian CSO Send a Letter to the UN High Commissioner Calling for Ceasefire, and Stress on the Root Causes
Brief des Palestinian Centre for Human Rights, Al Mezan Center for Human Rights und Al-Haq an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte Völker Türk
englisch

Materialien

IPPNW-Information: "Von der Nakba zum ABC der Besatzung" – Israel-Palästina-Reise der IPPNW 2022. PDF

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