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IPPNW-Pressemitteilung vom 16.1.2025

Für einen dauerhaften Waffenstillstand, einen Friedensprozess und ein Ende der Besatzung

Abkommen zwischen Israel und der Hamas

„Wir sind erleichtert, dass das Töten im Gazastreifen jetzt hoffentlich endlich endet. Nun müssen auch die vielen zu Unrecht inhaftierten Palästinenser*innen freigelassen werden. Dies gilt insbesondere für Ärzt*innen und Angehörige des Gesundheitswesens. Mit vielen anderen Mediziner*innen fordern wir unter anderem die Freilassung von Hussam Abu Safia, Kinderarzt und Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses, der bei einem Angriff der israelischen Armee auf das Krankenhaus am 27. Dezember 2024 gefangen genommen und verschleppt wurde“, erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.

Seit dem 7. Oktober 2023 wurden über 45.000 Menschen in Gaza, über 800 im Westjordanland und über 1.200 Menschen in Israel getötet. Mindestens 109.000 Palästinenser*innen wurden verwundet und Zehntausende werden vermisst. Nahezu die gesamte Bevölkerung Gazas, 1,9 der 2,1 Millionen Bewohner*innen, ist bereits mehrfach innerhalb ihres Landes vertrieben worden.

Eine Forschungsgruppe veröffentlichte am 9. Januar 2025 im Medizin-Fachjournal „The Lancet“ einen Forschungsbericht, wonach die Opferzahlen in Gaza zwischen 7. Oktober 2023 und 30. Juni 2024 um 41% höher liegen würden, als in den offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens angegeben. Dabei entfielen auf Frauen, Kinder und ältere Menschen knapp 60 % der Todesfälle.

Die Zerstörung der Einrichtungen des Gesundheitswesens in Gaza ist katastrophal. Vom 7. Oktober 2023 bis zum 18. September 2024 verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation 512 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in Gaza. Nach Angaben des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte Volker Türk wurden nach den aktuellsten Erkenntnissen 1.057 Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens getötet und weitere Hunderte verhaftet.

Auch nach einem Waffenstillstand ist völlig unklar, wie die weitere medizinische Versorgung der Bevölkerung gelingen kann Die IPPNW fordert internationale Anstrengungen und finanzielle Unterstützung, um auch nach den kriegerischen Auseinandersetzungen den Neuaufbau des Gesundheitswesens zu ermöglichen und eine drohende medizinische Katastrophe zu verhindern.

Petition an das Außenministerium zur Freilassung von Hussam Abu Safia

Kontakt:
Angelika Wilmen, IPPNW-Friedensreferentin, Tel. 030 69807413

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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

Materialien

Flyer "Gaza: Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht!"

Bestellen | Herunterladen

Aktion

Petitionen und Aufrufe, die die IPPNW Deutschland unterstützt

GAZA: Starvation or Gunfire -  This is Not a Humanitarian Response
Aufruf CeasefireNow

Für einen gerechten Frieden in Gaza. Waffenexporte stoppen & Hilfsblockade beenden!
gerechter-frieden.org/petition

UNRWA funding cuts threaten Palestinian lives in Gaza and region, say NGOs
Aufruf auf der Homepage des Norwegian Refugee Councils

Waffenlieferungen an Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen stoppen!
Aufruf von humanitären und Menschenrechtsorganisationen
Aufruf (deutsch) auf der Homepage von amnesty international
Aufruf auf Englisch

Petition "Ceasefire Now!"
Für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel
Petition auf Change.org unterzeichnen

Health Care and Public Health Professionals’ Call to Immediate Action to Address the Violence in Israel and Gaza and Its Health Consequences
Aufruf von Gesundheitsberufler*innen unterstützen

Friedensappell: Für ein Ende der Gewalt in Israel und Palästina
Petition des Netzwerk Friedenskooperative

Reden & Berichte

Nein zum Angriff auf das humanitäre Völkerrecht
5.06.2025 Rede Franca Brüggen und Angelika Wilmen (PDF)

Für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel
11.01.2025 Rede Dr. Nadia Bieler (PDF)

„Das Unmögliche denken und schaffen“ – Gerechter Frieden Palästina und Israel
16.11.2024 Rede Dr. med. Lars Pohlmeier (PDF)

Terroristische Angriffe lassen sich nicht durch Krieg und Bombenteppiche bekämpfen!
28.10.2023  Rede Dr. Angelika Claußen (PDF)

Vernunft, kluge Diplomatie und Abschied von der Gewalt
12.11.2023 Rede Matthias Jochheim (PDF)

Beide Seiten sehen und zuhören: Mit f&e in Israel und der Westbank
Bericht famulieren & engagieren 2023 (IPPNW-Blog)

There’s no such thing as the voiceless: Bericht aus dem besetzten Westjordanland
Bericht famulieren & engagieren 2023 (IPPNW-Blog)

Statements von Organisationen in Israel/Palästina

Seit Jahren arbeitet die IPPNW im Rahmen der Begegnungsreisen nach Israel/Palästina mit Menschenrechtsorganisationen vor Ort zusammen. Im Folgenden veröffentlichen wir einige Statements von Organisationen aus Israel und Palästina, mit denen wir im regelmäßigen Austausch stehen.

Inmitten des Schreckens liegt eine Chance für den Frieden
Erklärung des Palestine-Israel Journal
englisch/deutsch

Der Brief, der uns empört
Dutzende israelische Ärzt*innen unterzeichneten einen Brief, der das Militär auffordert, "Hornissennester und die sie schützenden Krankenhäuser" im Gazastreifen zu zerstören. Eine Antwort von Physicians for Human Rights Israel
englisch/deutsch auf der Seite von medico

Palestinian CSO Send a Letter to the UN High Commissioner Calling for Ceasefire, and Stress on the Root Causes
Brief des Palestinian Centre for Human Rights, Al Mezan Center for Human Rights und Al-Haq an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte Völker Türk
englisch

Materialien

IPPNW-Information: "Von der Nakba zum ABC der Besatzung" – Israel-Palästina-Reise der IPPNW 2022. PDF

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