Pressemitteilung vom 08.11.2002

Beginnt der Irakkrieg im Dezember?

IPPNW ruft zum Widerstand auf

Berlin- Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges befürchten, dass ein Krieg gegen den Irak bereits im Dezember beginnen könnte. Sie stützen sich dabei auf Äußerungen des US-Amerikaners Scott Ritter, ehemals Leiter von Waffeninspektionen der UNSCOM im Irak, oder auf Dr. Jan Oberg, Direktor der schwedischen "Transnational Foundation for Peace and Future Research". Beide sehen den Dezember als ein wahrscheinliches Datum für den Beginn der Bombardierungen an.

Laut Umfragen ist die Bereitschaft der Bevölkerung der USA beträchtlich geringer, einen Krieg gegen Irak im Alleingang zu führen. Die EU hat sich bislang in die Kriegsverhinderung zu wenig eingemischt. Die IPPNW ruft dazu auf, sich jetzt auf allen Ebenen gegen diesen neuen Krieg zu engagieren.

Die IPPNW schlägt Maßnahmen vor, die auch ihre Mitglieder ergreifen werden:
· Demonstrationen vor US Amerikanischen Einrichtungen
· Leserbriefe und Artikel in den Medien über den drohenden Krieg und seine Konsequenzen
· Anrufe und Besuche bei den lokalen Abgeordneten, um auf die Gefahr hinzuweisen
· Lobbying des Außenministerium, um eine aktive Rolle deutscher Außenpolitik gegen den Irakkrieg in der UN, im Sicherheitsrat und der EU zu fordern.
· Engagement gegen den Krieg in anderen gesellschaftlichen Organisationen.

Die IPPNW sieht in Saddam Hussein einen brutalen Diktator, der auf eine lange Förderung durch die USA und den Westen zurückblicken kann. Der Irak-Experte der IPPNW, Prof. Ulrich Gottstein aus Frankfurt, sieht in den Rechtfertigungen der USA-Administration für einen Krieg "Scheinargumente". Statt Krieg fordert er: "Kriminelle und Terroristen müssen verfolgt werden - nicht aber unschuldige Völker!"

Die IPPNW ist ausdrücklich gegen einen Krieg, denn
· ein Angriffskrieg ist ein Verstoß gegen das Völkerrecht,
· er führt zu einer humanitären Katastrophe im gesamten Nahen Osten,
· die ungleiche Behandlung von Israel und Irak fördern den Hass arabischer Nationen,
· bereits unter Embargo und Sanktionen leidet das irakische Volk,
· es fehlen Beweise für Massenvernichtungswaffen oder Beteiligung am Terror,
· kein Problem wird durch die Zerstörung Iraks gelöst.

Für Interviews steht Ihnen die Vorsitzende der IPPNW zur Verfügung:
Dr. med. Angelika Claußen, Tel.: 0521 / 15 22 13



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Ansprechpartnerin

Angelika Wilmen

Angelika Wilmen
Referentin für Friedenspolitik
Tel. 030 / 698074 - 13
Email: wilmen[at]ippnw.de

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