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Die IPPNW ruft zum Protest gegen die Münchner Sicherheitskonferenz 2014 auf

09.01.2014 Die IPPNW ist Teil einer weltweiten Bewegung: für eine Zukunft ohne Rüstung und Krieg, ohne Ausbeutung von Menschen und Zerstörung der Natur. Ärztinnen und Ärzte der friedenspolitischen Organisation IPPNW wissen um die Zerstörung von Leben und Gesundheit, die mit jedem bewaffneten Konflikt und Krieg verbunden ist. Umwelt und Infrastruktur wie z.B. das Gesundheitssystem werden zerstört, Menschen müssen fliehen. Bereits das militärische Rüsten bedeutet, dass dringend benötigte Mittel bei Bildung, Gesundheit und Entwicklung fehlen. Wir fordern daher eine präventive Friedenspolitik.

Es gibt keinen militärischen Weg zu Frieden und zur Durchsetzung von Menschenrechten!

Die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung, warnen eindringlich vor einer Politik, die unter dem Deckmantel eines „erweiterten Sicherheitsbegriffes" auch westliche Industrie- und Rohstoffinteressen mit gewaltsamen Mitteln verfolgt.

Der Vorrang des Militärischen bedeutet: Weitere Aufrüstung, neue Waffensysteme, Waffenexporte, Nichtbeachtung staatlicher Souveränität durch militärische Unterstützung Aufständischer, durch Militärinterventionen auf fremdem Territorium mit Luftangriffen, Kriege um Rohstoffe und Nahrungsmittelressourcen.

Die Lehren aus zwei Weltkriegen, wie sie in der UN Charta zum Ausdruck kommen, werden von der NATO eklatant missachtet:
Auf Krieg als Mittel zur Lösung internationaler Streitfälle ein für allemal zu verzichten, die souveräne Gleichheit (UN Charta Art. 2, Abs. 2) und territoriale Integrität (UN Charta Art. 2, Abs. 4) der Staaten zu garantieren, sowie das Prinzip der Nichteinmischung in die Angelegenheiten fremder Staaten zu wahren (UN Charta Art. 2, Abs. 7).

Die IPPNW ermuntert ihre Mitglieder, ihren Friedenswillen auf der Demonstration in München am 1.Februar und bei den anderen Veranstaltungen gegen die „Sicherheitskonferenz“, z.B. die Münchner Friedenskonferenz, engagiert zum Ausdruck zu bringen. Die etwa 1 Million Euro Steuergelder, die die „Sicherheitskonferenz“ kosten wird, sollten für die Vorbereitung des Friedens und nicht für die Vorbereitung des Krieges eingesetzt werden.

Der Vorstand der deutschen Sektion der internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)

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