IPPNW-Pressemitteilung vom 24. November 2023

Ärzt*innenorganisation begrüßt Waffenruhe und Geiselfreilassung

Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW begrüßt das geplante Abkommen zwischen der israelischen Regierung und der Hamas zur Waffenruhe und Freilassung von 50 Geiseln unter Vermittlung von Katar, Ägypten und den USA. Zudem sollen palästinensische Frauen und Jugendliche aus den israelischen Gefängnissen entlassen werden. Das kann ein erster Schritt sein zu einem dauerhaften Waffenstillstand und dem  Beginn eines politischen Prozesses mit dem Ziel eines nachhaltigen Friedens in der Region.

„Wir sind sehr erleichtert, dass die Kinder und Frauen endlich freikommen und zu ihren Familien zurückkehren können", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. Nun müsse mit Nachdruck über die Freilassung der weiteren fast 200 Geiseln verhandelt werden. „Ebenso erleichtert sind wir über den Stopp der Bombardierungen von zivilen Einrichtungen im Gazastreifen, die Tausende Menschen im Gazastreifen – darunter 4.600 Kinder – getötet und viele Tausende mehr verletzt haben. Die Waffenruhe muss nun genutzt werden, um die verbliebenen Patient*innen im Schifa-Krankenhaus und anderen Krankenhäusern im Gazastreifen zu versorgen", so Claußen.

Die IPPNW fordert erneut den Schutz von medizinischen Einrichtungen, Personal und Patient*innen. Angriffe auf medizinische Einrichtungen stellen einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar ebenso wie der Einsatz von Zivilist*innen als menschliche Schutzschilde. Der Entzug von Strom, Wasser, Treibstoff und anderen Gütern, die die Gesundheitsdienste für ihre Arbeit benötigen um zu arbeiten, ist ebenfalls ein Kriegsverbrechen.

Die IPPNW fordert nun ungehinderten und dauerhaften Zugang für die Lieferung humanitärer Hilfe an die Zivilbevölkerung in Gaza, die unter den schrecklichen und inakzeptablen Folgen des Krieges leidet. Israel muss die Versorgung mit Strom, Wasser und vor allem mit Treibstoff wiederherstellen. Beide Seiten müssen ihren Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht nachkommen.


Kontakt:
Frederic Jage-Bowler (Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), jagebowler[at]ippnw.de, +49 30 69807415

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