Kenia

von Maria Elisa Prieto

Als eine von zwei Studentinnen hatte ich dieses Jahr das Glück, mit f&e nach Kenia zu reisen. Zurückblickend sehe ich, dass diese Zeit mich neu geprägt, verändert und bereichert hat.
In diesem Bericht werde ich mich auf den äußeren Rahmen und Ablauf fokussieren.
Dass es Kenia werden sollte, stellte sich für mich erst auf dem Auswahltag in Berlin heraus, wo ich mit den TeamerInnen über die verschiedenen Länder sprechen konnte und letztlich eher spontan entschied.
Lea (die andere f&e-Studentin) und ich lernten uns auf dem Vorbereitungswochenende, also erst nachdem feststand, dass wir zusammen reisen würden, kennen. Wir sind gemeinsam gereist und haben beide Monate durchgehend zusammen verbracht, was für mich eine Bereicherung war und mir viel Sicherheit gab.
In Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt hatten wir Kontakt zu einigen Studenten der kenianischen studentischen IPPNW-Sektion (MSSR, medical students in social responsibility). Mit diesen klärten wir unseren Reisezeitraum und das Organisatorische rund um die Famulatur und das anschließende Austauschprogramm in Nairobi per Email.

Nach wenigen Ankuftstagen in Nairobi, in denen wir von MSSR- Studierenden wärmstens empfangen und umsorgt wurden, reisten wir weiter, um in der Küstenstadt Kilifi unsere Famulatur zu absolvieren.
Wir hatten das Glück, ein MSSR-Mitglied als Ansprechperson direkt vor Ort im Krankenhaus arbeitend zu haben. Er empfing uns ausgesprochen gastfreundlich und die ersten Tage wohnten wir bei ihm. Über ihn lernten wir zwei PJ-ler kennen, die sich eine Wohnung in direkter Krankenhausnähe teilten. Bei ihnen konnten wir uns für die restliche Famulaturzeit im Wohnzimmer einquartieren und genossen große Teile unserer Freizeit gemeinsam.

Das Kilifi County Hospital ist das staatliche Krankenhaus der höchsten Versorgungsstufe im Verwaltungsbezirk Kilifi, sodass hier PatientInnen aus einem großen Umkreis versorgt werden.
Unsere Ansprechperson stand in persönlichem Kontakt mit dem ärztlichen Leiter des Krankenhauses und hatte unser Kommen abgesprochen. Zwar hatten wir im Vorhinein hierzu wenige Informationen erhalten und keinen direkten Kontakt mit dem Krankenhaus gehabt, dennoch war es problemlos möglich (nachdem wir auf besagten ärztlichen Leiter fast zwei Tage gewartet hatten), unsere Gebühr (je 50USD) zu entrichten und rasch in die Famulatur zu starten.

Ich famulierte in der Notaufnahme und ursprünglich plante ich, nach zwei Wochen dort für die verbleibenden zwei Wochen in die Geburtshilfe zu rotieren. Letztendlich entschloss ich mich dazu, die gesamten vier Wochen in der Notaufnahme zu verbringen. Der wichtigste Grund für diese Entscheidung war, dass ich sehr froh über die dort herrschende, positive Lern- und Arbeitsatmosphäre war.
Die Sprache der ÄrztInnen, Pflege und sonstiger medizinischer Fachangestellten untereinander sowie in allen Akten und Berichten war größtenteils Englisch, sodass ich nur im Kontakt mit PatientInnen sprachlich eingeschränkt war. Dabei standen mir MitarbeiterInnen oder Angehörige auf Anfrage immer wieder bereitwillig und unkompliziert für Übersetzungen zur Seite.
In unserer Freizeit unternahmen Lea und ich einige Ausflüge entlang der Küste und lernten so ein wenig die Umgebung und kenianische Strände kennen.

Nach Ende der Famulatur und einem kurzen Zwischenstopp in Mombasa kehrten wir zurück nach Nairobi. Hier wartete auf uns das Programm der MSSR-Studierenden zum Thema „Mental Health“. Über zwei Wochen hinweg trafen wir Menschen, die in diesem Bereich tätig sind. Wir lernten Orte der öffentlichen wie privaten psychischen Gesundheitsversorgung kennen, diskutierten mit anderen Studierenden und nahmen am ersten Moral Injury Symposium der Kenyatta University teil.
Unsere verbleibenden Tage nutzten wir für weiteres Kennenlernen der Metropole Nairobi sowie Ausflüge in das Rift Valley und an den Victoria-See.

Die Erfahrungen während der Famulatur und in der kenianischen Gesellschaft sind (leider) viel zu vielfältig um meinem Anspruch auf Vollständigkeit in diesem Bericht gerecht zu werden. Deshalb habe ich einige Inhalte ausgeklammert und unterhalte ich mich tiefergehend gerne persönlich auf dem Auswahltag darüber.

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Ansprechpartnerin

Susanne Dyhr, IPPNW-Referentin für Soziale Verantwortung
Susanne Dyhr
Referentin für Soziale Verantwortung
Tel. 030/698074 - 17
Email: dyhr@ippnw.de

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