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Projektberichte 2018

Israel

von Ricarda Münch

Es ist interessant zu beobachten, wie vertraut Orte einem schon vorkommen können, selbst wenn man erst einmal an ihnen war. Der Flughafen in Tel Aviv rief Erinnerungen an meinen letzten Aufenthalt in Israel wach. Ich erinnerte mich genau an die Passkontrollschalter, an das lange und etwas nervöse Warten auf die Befragung zu den eigenen Reiseabsichten. Ich wollte dieses Land, das ich vor drei Jahren schon einmal bereist hatte, besser kennenlernen, mehr über das Leben der Menschen vor Ort lernen, über jüdische Alltagskultur und die Lage in diesem angespannten Flecken der Welt. 

Kenia

von Laura Mewes

Die Entscheidung Kenia wirklich als meinen Erstwunsch für f&e anzugeben, habe ich beim Auswahltermin getroffen. Als am Tag darauf die Mail mit der Zusage kam, war klar, dass mir ein ereignisreicher und intensiver Sommer bevorstand. 10 Wochen in Kenia, unzählige Erinnerungen, neue Sichtweisen und liebgewonnene Freund*innen und Bekannte später, sitze ich wieder in Leipzig und blicke schon jetzt ungläubig zurück auf diese Zeit.

Mazedonien

von Alexander Prum

Der Anflug auf Skopje ist spektakulär. Es sind Berge rechts und links aus den Flugzeugfenstern zu sehen, die Sonne steht tief und taucht die Stadt in ein schönes Licht. Warm ist es auch. Meine Freundin und unsere Tochter begleiten mich auf diesem Abenteurer der nächsten zwei Monate. Am ersten Tag habe ich die Klinik nicht von innen zu Gesicht bekommen, stattdessen gab es aufgekochten Kaffee mit Sead (der mazedonische IPPNW Präsident) im Krankenhauscafé „Hippokratischer Eid“. Dabei haben wir den Ablauf meiner Famulatur geplant und uns Gedanken über das anschließende Sozialprojekt gemacht, das beim Roten Kreuz angesiedelt werden sollte.

Palästina

von Darius Paydar

Für den Platz in Palästina bin ich nachgerückt. Es blieb nicht viel Zeit zum Organisieren und nachdem mir das letzte Krankenhaus in Bethlehem eine Absage erteilte (man wolle sich mehr auf die Ausbildung lokaler Helfer konzentrieren – gut so!), schrieb ich die Al Quds Universität an, um mich für eines der angegliederten Lehrkrankenhäuser zu bewerben. Überraschend schnell erhielt ich die Zusage vom Chefarzt der Pädiatrischen Onkologie im Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Ost-Jerusalem. Freude. Und andererseits: Inwieweit ist Jerusalem eigentlich Palästina?

Nepal

von Fenna Brunken

In diesem Sommer hatte ich die Chance, mit f&e nach Nepal zu gehen und dort meine Famulatur und zwei Projekte zu absolvieren. Als ich die Zusage für Nepal erhalten habe, habe ich mich sehr gefreut und war gespannt, wie die zwei Monate dort werden würden. Anfang August bin ich nach Kathmandu gereist und wurde dort von einem jungen Arzt, der vor drei Jahren im Rahmen dieses Austausches in Deutschland gewesen war, vom Flughafen abgeholt. Mit ihm bin ich dann zu der Familie meines Austauschpartners in den Norden Kathmandus gefahren. 

Rumänien

von Theresa Noll

Zweimal Rumänien und zurück. Dass ich gerne f&e machen wollte, stand für mich schon lange fest. Dass es mich nach Rumänien bringen sollte, stand für mich eigentlich auch relativ lange fest: In ein Land, das uns im deutschen Gesundheitssystem doch sehr häufig begegnet, sei es aufgrund von Pfleger*Innen, Ärzt*Innen oder Patient*Innen – und leider auch außerhalb vom Gesundheitssystem in Form von nicht versicherten EU-Bürger*Innen. Mich beschäftigte Rumänien somit schon eine Weile und ich wollte dieses Land sehen, von dem die Leute Tränen in den Augen haben, wenn es um die Schönheit der Wälder, Berge und Flüsse geht, und Tränen in den Augen haben, wenn es um Korruption, Armut und Chancenungleichheit geht. 

Serbien

von Anna Sarachi

Da ich mich bei f&e hauptsächlich aus Interesse am Programm, als an einem bestimmten Land, beworben habe, war ich sehr gespannt, als ich eine Mail mit der Zusage bekam. „Serbien“ stand da in großen Buchstaben. Meine Vorbereitung bestand folglich darin Serbisch zu lernen und mir Dokumentationen über den Jugoslawienkrieg anzusehen, um meine mangelnden Kenntnisse über die Vergangenheit des Landes etwas auszubessern. Kurze Zeit später wurde mir der Kontakt zu Dragan vermittelt, einem ippnw-Arzt. Er betreut die Austauschstudenten des Programms schon jahrelang, für ihn hat das gewissermaßen Tradition.

Bosnien und Herzegowina

von Luise Claaß

Mein erster Blick auf Sarajevo geschah vom Taxi aus, das gerade den letzten Hügel vor dem Tal erklomm, in welchem die Stadt liegt. Schwere Gewitterwolken gaben der Szenerie etwas Unwirkliches, die Luft war von Feuchtigkeit getränkt. Ich staunte über die steilen Gassen, die das Auto hinab manövrierte, der Taxifahrer erklärte derweil dem indisch-britischen Paar auf dem Rücksitz den Weg zur besten Buregdzinica (Lokal, in dem Burek, also gefüllte Teigfladen, verkauft werden) und dass Sarajevo inzwischen sehr sicher sei, keine Scharfschützen mehr zu fürchten, viele Touristen seien da noch besorgt. 

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