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Japan

von Maroun Attieh

Im Rahmen des f&e-Programm bin ich nach Hiroshima, Japan. Die zwei Monate die ich in Japan verbracht habe waren eine einzigartige Erfahrung. Ich habe sehr viel über Land und Leute gelernt, ein neues Gesundheitssystem und japanische Friedensinitativen kennengelernt und tolle Freundschaften geschlossen. Die Organisation/Vorbereitung war ziemlich unkompliziert, dank der sehr engagierten IPPNW-Mitarbeitern.

Bei mir ging es gleich los mit der Famulatur. Ich habe in der Radiologie und in der Kardiologie famuliert. Die Famulatur ist didaktisch sehr gut aufgebaut: man bekommt einen Stundenplan mit den verschiedenen Seminaren und Vorträgen die man besuchen kann und wird einem Arzt zugeteilt der sich um die Betreuung kümmert. Wie bereits in anderen Berichten erwähnt werdet ihr in der Famulatur nicht viel 'machen', dafür aber viel lernen können - es lohnt sich also, die Wahl der Abteilung daran zu orientieren. Ich habe auf jeden Fall auch medizinisch sehr viel mitgenommen. Während der Famulatur habe ich auf dem Campus gewohnt, in unmittelbarer Nähe des Uniklinikums, so dass ich auch am Campusleben teilnehmen konnte. Es gab z.B. häufig Veranstaltungen wo man mit japanischen und anderen internationalen Studenten in entspannter Atmosphäre sich austauschen konnte.

Nach der Famulatur habe ich an der Hiroshima Shiritsu Daigaku noch den Peace Course absolviert. Der Peace Course ist eine tolle Gelegenheit, mehr über Hiroshima und seine Geschichte zu lernen und sich mit der japanischen Friedensbewegung auseinanderzusetzen. Die Redner hatten diverse Hintergründe und vertraten teils unterschiedliche Meinungen, so dass der Kurs absolut nicht eintönig und intellektuell hoch stimulierend wurde. In dem Kurs lernt man außerdem viele Nichtmediziner kennen und es nehmen sowohl japanische als auch ausländische Studenten teil, so dass man verschiedene Perspektiven kennenlernt und interessante Diskussionen daraus entstehen.

Nach dem Peace Course war ich noch eine Woche in Nagasaki, eine andere japanische Stadt in der Friedensarbeit großgeschrieben wird. Ich durfte in Nagasaki die lokale IPPNW-Vertretung kennenlernen und besuchte auch eine Strahlenforschungseinrichtung. Alle waren stets bemüht mir ihre Arbeit zu erklären und Fragen zu Japan zu beantworten.

In der restlichen Zeit konnte ich mir andere Teile Japans anschauen - von kleinen ruhigen Dörfern im Chugoku bis zur pulsierenden Megalopole Tokyo. Voller tollen Eindrücke musste ich mich Anfang September von meinen neuen Freunden verabschieden und kehrte nach Europa zurück. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mir diesen Aufenthalt ermöglicht haben: sowohl die IPPNW in Deutschland als auch in Japan und die Mitarbeiter am Uniklinikum Hiroshima, ohne die ich diese einzigartige Erfahrung verpasst hätte!

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