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Projektberichte 2015

Türkei

von Conrad Matthes

01.12.2015 Mit f&e in die Türkei zu gehen, bedeutete für mich nach meinem Auslandssemester in Istanbul, noch mehr in die türkische Kultur einzutauchen, die Sprachkenntnisse zu vertiefen, mehr vom Land zu sehen, neue Freundschaften zu schließen und alte zu festigen und die aktuellen Probleme vor Ort besser zu erkunden.

Vor dem Beginn meiner Reise kam es zum Anschlag in Suruç durch den IS, unweit der von Kurden kontrollierten Gebieten um Rojava im Norden von Syrien. Dabei starben 33 junge Menschen, die sich am Aufbau der Stadt Kobanî beteiligen wollten.

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Palästina

von Sonja Siegel

01.12.2015 Zum Abschied sagte mir mein Freund Khaldun, Palästina werdemich ebenso vermissen wie ich Palästina, weil Palästina mich ebenso sehr liebewie ich das Land. - Ein bisschen pathetisch sind sie ja, die Palästinenser.Aber Recht hatte Khaldun natürlich: Palästina und die Palästinenser sind mir inden acht Wochen, die ich in Bethlehem verbrachte, sehr ans Herz gewachsen.

Die ersten dreißig Tage famulierte ich im Caritas Baby Hospital, einem Kinderkrankenhaus schweizerischer Trägerschaft, dessen Ärzteteam allerdings nur aus Palästinensern besteht.

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Japan

von Patrick Schmidt

01.12.2015 Schon seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit Japan und dessen Kultur, weshalb mir die Wahl meines Wunschlandes nicht schwer fiel. Doch letztendlich habe ich mich bei IPPNW vor allem deshalb beworben, weil das Projekt „famulieren & engagieren“ allgemein nicht nur das Kennenlernen eines fremden Gesundheitssystems bedeutet, sondern das gleichzeitige Eintauchen in eine fremde Kultur, neue Freundschaften zu schließen und seinen Blick auf die Welt vielleicht zu verändern.

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Rumänien

von Maria Schnepper

01.12.2015 Als ich Ende April eine Zusage für Rumänien erhielt war ich zunächst nicht sicher, ob ich mich freuen oder das Ganze als Schnapsidee abtun sollte. Das einzige Bild, welches ich vor meiner Abreise zu diesem Land im Kopf hatte, waren die Abenteuerfotos meiner Eltern von ihrer Wanderung im Fagarasgebirge, als noch nicht einmal Karten für diese Region existierten. Rumänien, ein Land so nah und gleichzeitig irgendwie sehr weit weg von uns gelegen. Es kribbelte mir also in den Fingerspitzen und ich war wahnsinnig neugierig. Mit dem Flugzeug Richtung Bukarest, einem CD-Sprachkurs und vielen gut gemeinten und teilweise sehr witzigen Ratschlägen im Gepäck ging es Anfang August los. Familie und Freunde waren vorher nicht müde geworden mich vor den angeblich zahlreichen Kriminellen und natürlich…vor den Vampiren zu warnen.

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Kenia

von Felix Lempp

01.12.2015 Die Entscheidung, für f&e nach Kenia zu gehen, kam bei mir ziemlich spontan auf dem Auswahltreffen. Ich hatte mich schon seit einiger Zeit für Afrika interessiert, war aber nie dort gewesen. Die Erzählungen von Nicole (meiner Vorgängerin) klangen beim Auswahltreffen dann so spannend, dass ich Kenia als erste Präferenz angegeben habe. Ganz den Erwartungen entsprechend hatte ich dann eine wunderbare Zeit, in der ich sehr tolle Menschen kennen gelernt und ebenso medizinisch viel gelernt habe, mit Themen konfrontiert wurde, die mich sehr bewegt haben und ne Menge Spaß hatte.

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Kenia

von Sarah Weidemann

01.12.2015 In diesem Jahr bekam ich die Möglichkeit, mir einen Herzenswunsch zu erfüllen und acht Wochen in Kenia zu verbringen. Im August hieß es für mich bye bye Hamburg- Karibu Kenia. Nach meinem Flug über Amsterdam kam ich in Nairobi an. Der Eingangsbereich am Flughafen war überfüllt mit wartenden Menschen, so dass ich Barbara nicht gleich finden konnte. Nachdem mir eine hilfsbereite Kenianerin mit ihrem Handy ausgeholfen hatte (natürlich konnte ich mir an dem Abend keine SIM Karte besorgen - Laden geschlossen) fanden wir uns und machten uns auf den Weg zum Haus von Barbaras Tante.

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Indien

von Raphael Seufert

01.12.2015 Famulieren und engagieren: In ersten Linie verband ich das ganze Projekt im März des letzten Jahres schon länger mit der IPPNW. Die Projektberichte der letzten Jahre hatte ich ausführlich durchstöbert und immer wieder darüber nachgedacht, mich zu bewerben. Schlussendlich tat ich es dann aber doch erst 2015. Und es war eine unglaubliche Erfahrung! Auf der Suche nach einer Möglichkeit, eine Famulatur auch mit einem guten Stück eigenem Engagement zu verbinden, fand ich das Konzept von Famulieren & Engagieren in der IPPNW sehr durchdacht: Eine persönliche Auswahl, ein bunter Ländermix und Vor- sowie Nachbereitungswochenenden klangen nach einem ausgezeichneten Plan – und sind es auch!

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Israel

von Henriette Schierholz

01.12.2015 Als ich wieder in Deutschland lande, ist es Mitte Oktober, sehr bewölkt, trüb und vor allem kalt. Nach fast acht Wochen durchgängiger Hitze freue ich mich sogar darüber – die Wärme aus Israel sitzt mir noch tief in den Knochen und daher macht mir auch meine fehlende Winterkleidung nichts aus. Trotzdem ist es ein seltsam ungewohntes Gefühl bei meiner Ankunft in Hamburg. Am Hauptbahnhof warte ich eine Stunde auf meinen Zug und beobachte meine Mitmenschen. Deutschland kommt mir verändert vor. Ich sehe sehr viele Flüchtlinge oder „Asylum Seekers“ – wie mir Ido Luries Verbesserung im Kopf nachhallt. Ich höre so viele fremde Sprachen und gleichzeitig ist es mir auch befremdlich wieder Menschen Deutsch sprechen zu hören.

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Bosnien und Herzegowina

von Lena Hiegel

01.12.2015 Als ich von f&e erfuhr, war ich sofort von dem Projekt begeistert und las mit Spannung alle Berichte aus den vielen verschieden Ländern durch. Dass es mich auf den Balkan verschlägt, hätte ich nicht gedacht, aber im Nachhinein denke ich, dass Sarajevo die beste und bereicherndste Erfahrung war, die ich in diesem Sommer hätte machen können. (Foto privat: f&e Studentinnen in Sarajevo)

Als ich erfuhr, dass ich nach Sarajevo in Bosnien gehen durfte, fiel mir erst einmal nicht viel zu diesem Land ein. Klar hatte ich in Erinnerung, dass es dort einen schlimmen Krieg in den Neunzigern gegeben hatte und ich konnte mich auch noch gut an die Flüchtlingskinder erinnern, die mit mir zu Schule gingen, aber wie es heute dort aussah, war mir schleierhaft. Nachdem ich jedoch erst einmal Bilder der Stadt gegoogelt hatte und mich erinnerte, dass mir einige Freunde, die durch den Balkan gereist waren vorgeschwärmt hatten, wie schön diese Stadt sei, wurde meine Vorfreude von Tag zu Tag immer größer und ich konnte es kaum erwarten, in dieses junge und unbekannte Land zu reisen.

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Serbien

von Franziska Pilz

01.12.2015 Liebe Franziska, das f&e-Team hat am vergangenen Samstagabend entschieden, dass wir Dich im Sommer 2015 bei "famulieren &engagieren" sehr gerne dabei haben wollen, und zwar in Serbien: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

Serbien, war das wirklich bei den Ländern dabei, die vorgestellt wurden!? Ich glaube das war so der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geschossen ist, als ich die E-Mail von Ulla bekam. Aber dann folgte einfach nur Freude über diese Chance, die mir geboten wurde. Ich würde also den Sommer in Belgrad verbringen. So richtig konnte ich mir nicht wirklich etwas unter Serbien vorstellen, ja da war mal Krieg, was war da eigentlich los? Wie geht es den Menschen heute, was für Träume und Vorstellungen haben die jungen Leute dort? Was für Ängste und Sorgen? So langsam merkte ich, dass mir die Möglichkeit geboten wurde, den Balkan – ein interessanter Teil Europas – kennen zu lernen, eine Region, in die ich mich zuvor noch nicht verirrt hatte.

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Kosovo

von Sabrina Peter

01.12.2015 Kosovo, eines der vielen Projektländer von f & e,wunderschön, klein und der jüngste Staat Europas, hatte ich bis zum Auswahltreffen gar nicht bedacht. Aber schon dort wurden die Balkanländer so sehr angepriesen, dass es spätestens da verlockend erschien, sich auch auf de nBalkan einzulassen und zu bewerben. So war es dann immer noch eine Überraschung, aber nicht mehr ganz so unerwartet als es für mich hieß: Auf in den Kosovo!

Ich entschied mich für eine Anreise mit dem Bus. Da ich aus Deutschland zum vorgeschlagenen Anreisetag keine Direktverbindung nach Prishtina gefunden hatte, beschloss ich erst nach Serbien und von dort nach Prishtina weiterzureisen. Kaum hatte ich den Bus betreten, war ich gefühlt schon in einem ganz anderen Land.

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Mazedonien

von Hannah Schmidt

01.12.2015 Und unsere Heimat ist da, wo unsere Liebe ist.

August Joseph Altenhöfer (1804 - 1876), deutscher Übersetzer, Journalist

Heimat – als ich nach Mazedonien aufbrach, das kleine Land in der Mitte des Balkans, hätte ich nie gedacht, dass mich dieses Thema so sehr und auf so vielfältige Weise beschäftigen würde.

Von fremden Menschen familiär auf- und vorbehaltlos angenommen zu werden, sodass man sich ganz zuhaus fühlt; dass man ein Land so lieben lernt, obwohl alles neu und unvertraut ist; den Herkunftsort und die Familie schmerzlich vermissen; einen anderen Blickwinkel auf das gewohnte zuhaus zu gewinnen; eine winzige Vorstellung davon zu bekommen, was es heißt, aus seiner Heimat vertrieben zu werden, fliehen zu müssen; Menschen zutreffen, die vereint sind durch ihre Werte und Ziele und die sich gegenseitig eine Heimat geben – all diese Erfahrungen durfte ich im vergangenen Sommer in Mazedonien machen.

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