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Serbien

von Marin Schlee

01.12.2013 Serbien. Zwei Monate, viel zu kurz für ein umfassendes Bild und doch lang genug um beeindruckt zurückzukehren. Es ist schön sich daran zu erinnern und zu merken, wie nachhaltig mich die Begegnungen und Erfahrungen begleiten. Sind es die herzlichen Bekanntschaften, die zu Freundschaften wurden oder die irritierenden Beobachtungen - Alles fügt sich zusammen, ergibt ein vorzeitiges Gesamtbild und einen subjektiv wahrgenommenen Sinn. Ich möchte diese Zeit nicht missen und gerne in Zukunft weiter intensivieren.

Wohnen und Leben in Belgrad
Dragan, IPPNW-Mitglied, Gastgeber und nun guter Freund, vermittelte mir ein „kleines Haus“ in einem Hinterhof im Stadtteil „Vračar“, angrenzend zum Stadtzentrum Belgrads und 100m von Trg. Slavija, einem zentralen Bus-/Bahn-Umstiegspunkt. Parks, Clinical Center, Bahnhof, Sava Tempel, Green Market" und die Innenstand waren für mich gut zu Fus zu erreichen. Neben Dragan und dessen Lebensgefahrtin Neda, waren Nikola und Julijana, zwei ehemalige SUMC Studenten, sehr darum bemüht mir die Stadt zu zeigen und mir die "serbische Kultur" und Geschichte näher zu bringen. Sie erleichterten mir das Ankommen sehr und beeindruckten mich mit ihrer Gastfreundschaft.

Engagieren
Meine Vorgängerin Franziska hatte mich über die verschiedenen Möglichkeiten informiert und nach dem Vorbereitungskurs entschied ich mich vorerst das Center of Nonviolent Action (CNA) zu besuchen und mich über weitere aktuelle Moglichkeiten vor Ort zu informieren. Leider gab es mit meiner Famulatur kurzfristig terminliche Probleme und so fiel meine Zeit des Engagierens an den Beginn meiner zwei Monate und in die offiziellen Sommerferien. In dieser Zeit gibt es so gut wie keine aktiven Projekte und die Administration steht im Vordergrund. Besuche in den jeweiligen Büros und interessante Gesprache waren aber bei verschiedenen NGOs dennoch möglich. Die erste Woche nutzte ich, um mich beim Center of Nonviolent Action über deren Arbeit und Erfahrungen zu informieren, von dem bereits meine VorgängerInnen ausführlich berichteten.

Regional Center of Minorities
Da ich gerne aktiv mitarbeiten wollte und bisher keinen Erfolg bei anderen NGOs hatte, suchte ich das Regional Center of Minorities auf. Nach Vorankündigung durch meine Vorgängerin Franziska Wolters bekam ich trotz der ungünstigen Zeit die Möglichkeit kurzfristig in ein Projekt miteinzusteigen. Dies stellte sich für mich im Nachhinein als "das Beste was mir hätte passieren können" heraus. Das Regionalni Centar za Manjine ist eine sehr kleine, aber dadurch flexible NGO, die mit kleineren Projekten vor Ort sich für die Wahrung der Menschenrechte in Serbien, u.a. speziell für Homosexuelle und Roma, einsetzt. Dabei leisten sie vor allem Aufklärungs- und "Empowerment"-Arbeit. Marina Vignjević, Administrative Assistant, erlebte ich als sehr lebenslustigen, interessierten und hilfsbereiten Menschen. In unserem ersten Treffen klärten wir unsere Erwartungen und was ich zu dem Projekt beitragen kann: Interviews führen mit den deutschsprachigen „Roma", Fotografieren, das Projekt "von Aussen" zu beobachten und bei der Evaluation zu helfen. Dort lernte ich auch Domitille kennen, die mit mir regelmässig mit Marina ein "Roma-Settlement" im Aussenbezirk Belgrads besuchte. Sie arbeitete zu der Zeit über Migreurop mit dem RCM zusammen und untersuchte Migrationsbewegungen und den Einfluss der Europäischen Union darauf im Allgemeinen, sowie im Speziellen vor Ort den politischen Umgang mit "den Roma". Mit ihrer Hilfe konnte ich mich tiefer in die hausgemachten Migrationsproblematiken der EU einlesen. Neben dem regelmässigen Echauffieren, versuchte ich auch die unterschiedlichen Positionen zu verstehen.

"Das Settlement"
Doch neben den ganzen Versuchen die komplizierte EU-Politik nachzuvollziehen blieben am Ende immer wieder die Eindrücke des Settlements in meinem Kopf bestehen:
Hütten aus verschiedenen Materialien zusammengestückelt, Gerüche, fremde Sprachen, Kinder lachen, vernarbte Unterarme und provisorische Stromleitungen. Hundert Meter entfernt einer Tankstelle, 500m entfernt der sogenannten "Zivilisation". Dort leben, schlafen und arbeiten Menschen. Menschen, deren Identitat von unterschiedlichen Staaten versucht wurde zu definieren. Sie wurden und werden u.a. noch abwertend "Zigeuner", "Gypsies" und romantisierend "das fahrende Volk" genannt. Seit den Siebzigern legten Verbande der betroffenen Gruppen sich auf die Bezeichnung "Roma" fest, ein Sammelbegriff unterschiedlicher Teilgruppen. Sicherlich war dies ein wichtiger Schritt um von den rassistischen Wortern wegzukommen. Doch verändert sich nichts grundlegend an der Lebenssituation dieser Menschen, so wird der Begriff  "Roma" zu einem Euphemismus verkommen. Der Begriff wird bereits heute inflationar und unreflektiert von deutschen Politikern benutzt und dies häufig bewusst in mehr oder weniger offensichtlich rassistischen Kontexten. In dem provisorischen Settlement leben je nach Jahreszeit (Erntezeiten) unterschiedlich viele Menschen mehr oder weniger organisiert zusammen. Es gibt Projekte der Stadt für Sozialwohnungen und Forderungen, doch scheinen diese nicht hinreichend zu greifen. Glaubt man den Berichten der NGOs, so fehlt es sowohl an Mitteln als auch an Motivation der Regierung. Der Zugang zu den Hilfsmitteln sei zum Teil mit unüberwindbaren Hürden blockiert. Die Gegenstimmen bezichtigen die Roma als “faul“ und “ausbeuterisch“. Es wird von “positiver Diskriminierung“ gesprochen. Besondere Forderung einer bestimmten Gruppe in einem armen Land befördert wohl Neid und Hass bei den Anderen. So haben “Roma" die Möglichkeit sich als Staatsangehörige registrieren zu lassen angeblich ohne spezifisch ihre Herkunft nachzuweisen. Ein wichtiger Ansatz der aber wohl als Bevorteilung gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen wahrgenommen wird. Marina tritt im Settlement nicht karitativ auf und sie macht deutlich was ihr Ziel ist: Self-Empowerment. Weder Europa, noch der serbische Staat, noch irgendwelche NGOs werden das Settlement und die individuelle Lebenssituation der Bewohner grossartig positiv verändern. Nur die dort lebenden Menschen haben es in der Hand, etwas für sich zu bewirken. Was sind unsere Probleme? Was wollen wir? Was brauchen wir dringend? Wenn wir irgendetwas erreichen wollen, dann müssen wir auch als "Wir" aufreten." Marina stellt dieses Mantra bei jedem Treffen erneut vor.
Die Gruppe, die sich um uns versammelt wurde von Treffen zu Treffen gröser und das Interesse wuchs. Das RCM nimmt eine beratende Funktion ein fur Petitionen, klärt sie über ihre Menschenrechte auf und berät bei Fragen, wie z.B.: Was können wir machen, wenn erneut die Bulldozer anrollen um unsere Häuser niederzureissen?" Der Plan, den die Menschen vor Ort für sich aufstellten, las sich für mich wie ein Einmaleins der Entwicklungszusammenarbeit. Abseits der Versammlungen traf ich auch deutschsprachige Menschen, sich selbst als „Roma“ bezeichnend. „Abgeschobene“. Von Ihnen erfuhr ich, dass sich die einzelnen Menschen im Settlement untereinander deutlich fremder sind, als sie von Aussen dargestellt werden. Sie erzahlten von Misstrauen bis Feindschaften, Sprachproblemen und unterschiedliche Herkunftsorte. Als mich eine in Deutschland geborene Frau (Anfang 20) in einem guten Deutsch auf Realschulniveau fragte, warum sie und ihre Familie abgeschoben worden seien, schämte ich mich, fühlte mich wütend, hilflos und machtlos. Sie sei in Deutschland zur Schule gegangen, habe sich als integriert empfunden und ihre Mutter habe in einem Hotel gearbeitet. Über Nacht seien sie abgeschoben worden. Seitdem lebten sie auf dem Müll. Anfangs ohne die anderen Menschen zu kennen, geschweige denn "Roma" (keine einheitliche Sprache) oder Serbisch zu sprechen. Ich kenne die Argumentation: Da muss man im Einzelfall überprüfen, ob sich da der deutsche Staat falsch verhalten hat. Ich hoffe, dass das Projekt weiterläuft, auch wenn ich bereits gehört habe, dass die ersten Petitionen für Wasser und Feuerholz aus finanziellen Gründen abgelehnt wurden. Am Ende habe ich nun meine Eindrücke und meine Fotos mitgenommen. Ich habe nichts vor Ort verändern können. Bestenfalls kann ich mich einreihen mit solchen NGOs, die Informationen, Geschichten und Fotos sammeln um irgendwo in Europa notwendige Aufklärungs- und Lobbyarbeit machen, damit aber letztlich nicht vor Ort den Menschen direkt und kurzfristig helfen können. Eine weitere Enttäuschung für die Menschen vor Ort, die sich bei jedem Besuch einer NGO akute Besserung und Hilfe erhoffen. Für mich eine persönliche Bereicherung und Motivation mich weiter zu engagieren. Dennoch leben nun weiterhin über hundert Menschen buchstäblich auf einer Art Müllhalde, ohne fliessend Wasser, ohne gesicherten Strom, mit gesundheitsschädlichen Kochstellen und keine Möglichkeit im Winter sich adäquat vor der Kälte zu schützen. Hat Serbien als ein armes Land in Europa mit scheinbar schwächelndem Sozialsystem die alleinige Verantwortung? Wie kommen entsprechende Abschiebedeals" auf europäischer Ebene zustande und was bewirken sie? Hat Deutschland nicht nur eine moralische, sondern vielleicht auch eine historische Verantwortung besonders gegenüber diesen Menschen?

Famulieren
Famuliert habe ich bei Professorin Elka Stefanova, die mir als Supervisorin zugeteilt wurde und im Clinical Center of Belgrade (Uni-Klinik) in der Neurologischen Klinik im Department of Movement Disorders arbeitete. Geleitet wurde die Abteilung von Professor Vladimir Kostić. Es war meine Entscheidung in die Neurologie zu gehen, da das Fachgebiet mich einerseits interessiert und ich andererseits vorab erfahren hatte, dass Studenten in Famulaturen vor Ort wenig praktisch arbeiten dürfen. Da die Basics aber auf klinische Untersuchung und Beobachtung beruhen, konnte ich am Ende viel “Praktisches" mitnehmen. Ich denke, dass es eine sehr gute Famulatur für mich war, denke aber auch, dass es nur für Studenten ist, die sich wirklich speziell fur Neurologie interessieren, ansonsten können die Tage sicherlich auch als langatmig empfunden werden. Der Alltag begann jeden morgen um 9 Uhr für mich. Es gab immer eine kurze Kurvenvisite mit dem aktuellen “Oberarzt" (die Funktionen sind vor Ort anders bezeichnet), anschliessend gingen wir durch die Vier-bis-Zehn-Bett-Zimmer, um unsere PatientInnen aufzusuchen. Hier habe ich selten beobachtet, dass direkt mit den PatientInnen gesprochen wurde, es sei denn sie waren aktiv an der Kontaktaufnahme beteiligt. Anschliessend wurde im Ärztezimmer auf Prof. Kostić gewartet, der aus meiner Sicht in einer sympathischen „Dr. House“-Version, die für mich, aber wohl auch für meine Kollegen, merkwürdigen Fälle löste. Insgesamt dauerten so die „daily rounds“ ca. vier Stunden. Es war anstrengend und aufregend zugleich. Da PatientInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien fur Studien zusammenkamen, hatte die Klinik einen sehr grosen Patientenpool und somit eine hohe Dichte an den sogenannten “Kolibris", die wir aus unserem Studiengang meist nur durch irgendwelche “weithergeholten" Kreuzfragen kennen. Dadurch hatte die Klinik eine besondere Expertise und somit zog sie neben den Studienpatienten auch allerlei „unlösbare" Fälle an. Anfangs den „Blickdiagnosen" meiner Kollegen misstrauend erhielt ich doch gegen Ende den Eindruck, dass man durch systematische Beobachtung und unbewusste Verknüpfung dieser „intuitiv" möglichen Diagnosen diese durchaus wissenschaftlich stellen konnte. Neben den ganzen High-Level-Neurology-Knowledge hatte die Station vor allem durch das Team mein Herz gewonnen. Fast alle der AssistenzarztInnen waren bemüht mich zu integrieren und da jeder Praktizierende schon einmal mindestens ein paar Monate im Ausland verbrachte, haben sie sich sehr bemüht mich nicht fremd fühlen zu lassen. Während der Visiten hatte ich einen Praktizierenden neben mir stehen, der mir nahezu simultan das meiste auf Englisch übersetzte. Ich hoffe, dass mir das ewig in Erinnerung bleibt und ich versuche dies ähnlich zu handhaben. Nach den Rounds hatte ich meistens Zeit selbst Fälle begleitend durchzuarbeiten und die Diagnosewege nachzuvollziehen, sowie die „Botox-Clinic" oder den ER zu besuchen. Je nachdem wo gerade einer der Praktizierenden sich befand. Wenn es gerade besonders hektisch zuging wegen paralleler Studien oder ER-Diensten zugleich, konnte ich auch einfach mal früher gehen. Überhaupt schienen meine KollegInnen sehr überrascht, dass ich regelmässig zur Famulatur erschien. Es blieb immer mal wieder Zeit sich nach den Diensten, die für meine Kollegen zum Teil bis 19-20Uhr gingen, den Tag gemeinsam in einer Bar ausklingen zu lassen. Gegen Ende war die Verabschiedung derart herzlich, dass ich mich gar nicht mehr als Famulant fühlte, sondern als anerkanntes Mitglied in dem Team. Eine sehr schöne Erfahrung.
Korruption konnte ich in meiner Abteilung nicht beobachten, obgleich es Studien gibt, die sagen, dass nahezu 20% aller PatientInnen in Serbien bereits mit Geldersuchen konfrontiert wurden. Interviews, die ich für mein Schwerpunktcurriculum „Global Health" führte, deuteten darauf hin, dass besonders im Sekundären Bereich und im ländlichen Bereich korrupte Strukturen manifestiert seien. Auch internationale Pharmakonzerne nutzten die schwierigen Verhältnisse durchaus aus um ihre Marktanteile zu erhöhen. Die Arbeitssituation scheint für viele angehende Praktizierende im Gesundheitswesen unerträglich und wurde in den Interviews haufig als Grund für den Braindrain angegeben: Nach einem abgeschlossenen Studium sei die Arbeitslosigkeit bei über 60-70%. Die meisten würden zuerst als Volontäre zum Teil über 3-5 Jahre arbeiten bis sie dann eine Festanstellung erhielten. Um eine anerkannte Facharztausbildung erhalten zu konnen wurden manchmal bis zu zehn Jahre vergehen.

Post-War-Conflict
Ein personliches Ziel fur mich war, meine Haltung zum Thema Pazifismus zu überprüfen. Den "Serbo-Kroatischen" und “Serbo-Bosnischen"-Krieg hatte ich damals als Grundschüler nur durch ankommende Flüchtlinge erlebt und durch meine ersten Eindrücke der Tagesschau. Der Kosovo-Krieg fiel genau in die Zeit der Mittelstufe, in der ich anfing politischer zu denken. Das “Ja“ der Grünen für einen militarischen Einsatz, der Völkerrechtsbruch der Nato und Hans-Christian Ströbele hielt seine Rede “Ich schäme mich für mein Land“ vor dem Bundestag. Eigentlich nicht zu wissen „was da unten abgeht" und gleichzeitig das Bedürfnis spürend zu helfen und zu verhindern das Menschen sterben oder leiden müssen. Die Frage nach der Notwendigkeit eines Krieges oder einer Beteiligung an einem militärischen Einsatz begleitete mich in etlichen Diskussionen durch die Oberstufe, die Zeiten des Afghanistan- und Irakkrieges. Gibt es die einfache Unterscheidung im Krieg zwischen „Gut und Böse"? Gibt es nur zwei Parteien, mit zwei klaren Zielen? Mit unterschiedlichen Menschen in Serbien und Kosovo offen und ehrlich zu sprechen, ohne Bewertung zuzuhören, die verschiedenen Seiten und Gefühle zu hören und der Versuch bei jeder Seite Empathie aufzubauen, war nicht immer einfach für mich zu ertragen. Am Ende war es für mich aber sehr hilfreich um mir nochmals zu verdeutlichen, dass es kein „Schwarz und Weiss“ gibt und auch kein „gerechter Krieg“ geführt werden kann gegen ein „Schwarz-Weisses-Konstrukt". Am Ende nach der herbeigeführten, illusionären “Gerechtigkeit" des Post-Krieg-Friedens steht das Individuum. Das Individuum welches anders fühlt, anders erlebt und die Dinge anders versteht als es offizielle Statements von Staaten, Staatengemeinschaften oder Historiker definieren und festlegen. Viele Sätze in den einzelnen Gesprächen nehme ich nun für mich als beeindruckende und beeinflussende Zitate mit. Nach meinen ersten Unterhaltungen über die Kriegszeiten schrieb ich diese zugegebenermassen romantisierende Nachricht: „Das sind alles unglaublich herzliche, liebe Leute mit einer tiefen Wunde ihrer Vergangenheit bestehend aus Wut und Scham zugleich…". Ich könnte hier ewig weiterschreiben, letztlich ist mein Pazifismus nach dieser Reise gestärkt zurückgekehrt.

Fazit
Ich habe in der kurzen Zeit von zwei Monaten soviel erlebt, dass ich bei Rückkehr in Deutschland immer noch Päckchen in meinem Kopf habe, die ich nach und nach aufschnüre und verarbeite. Ich bin den Menschen vor Ort, besonders Dragan und Neda, Nikola und Julijana, Marina, sowie den ÄrztInnen des Department of Movement Disorders dankbar, dass sie mir geholfen haben, die Zeit intensiv zu nutzen und einzutauchen in ein Land und eine Region, die ich vorher nicht bereist hatte und entweder aus romantisierenden Erzählungen, Musik oder politischen Kontexten her kannte. Neben gelegentlichen Momenten der Einsamkeit und Gefühlen der Fremdheit, haben die Menschen in meinem dortigen Umfeld es geschafft, mir ein gewisses Gefühl von Zugehörigkeit zu vermitteln. Genauso wichtig war es für mich auch andere „Foreigners" zu treffen und auch das Treffen mit anderen „engagierten FamulantInnen" der IPPNW in Prishtina, um unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen auszutauschen und diese zu reflektieren. Gemeinsam mit meinen neuen Freunden mit einem kleinen Boot nachts uber die Sava zu schippern oder auf der Terrasse des Jazz Clubs im alten Fabrikgebaude „BIGZ“ zu stehen, über die Dächer Belgrads zu blicken und erneut Motivation zu tanken, um mich zu engagieren und zu denken: “Besser hätte ich meine Zeit nicht nutzen konnen".
Das alles und noch vieles mehr ist „famulieren&engagieren" der IPPNW in Belgrad/Serbien für mich gewesen.
Hvala. Prijatno.

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Ansprechpartnerin


Anne Jurema
Tel. 030/698074 - 17
Email: jurema[at]ippnw.de

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